23. Juli 2014

Meeting ... Take Me On von Katie McGarry

Goodreads
[Deutscher Titel: - ]

• Reihe: 4 von ?
• Hardcover mit Schutzumschlag: 544 Seiten
• Verlag: Harlequin TEEN
• Erschienen im: Mai 2014
• Sprache: Englisch
• ISBN-13:  978-0373211180
• Leseprobe: Verlag

Klappentext:

Bonus novella included: Crossing the Line.

Acclaimed author Katie McGarry returns with the knockout new story of two high school seniors who are about to learn what winning really means.

Champion kickboxer Haley swore she'd never set foot in the ring again after one tragic night. But then the guy she can't stop thinking about accepts a mixed martial arts fight in her honor. Suddenly, Haley has to train West Young. All attitude, West is everything Haley promised herself she'd stay away from. Yet he won't last five seconds in the ring without her help.

West is keeping a big secret from Haley. About who he really is. But helping her-fighting for her-is a shot at redemption. Especially since it's his fault his family is falling apart. He can't change the past, but maybe he can change Haley's future.

Hayley and West have agreed to keep their relationship strictly in the ring. But as an unexpected bond forms between them and attraction mocks their best intentions, they'll face their darkest fears and discover love is worth fighting for.


Quelle: Goodreads
Kurz und Knapp:

• Langweilig und Zäh
• Wieder das gleiche Schema wie in den vorherigen Bänden
• Ich konnte mit den Charakteren nicht mitfühlen
• Die Cage Fight/MMA Thematik war nicht mein Fall
• Düster und dramatisch, Charaktere mit normalen sucht man vergeblich
• Die Kurzgeschichte Crossing The Line war richtig toll

Lang und Ausführlich:

Ich muss sagen, dass ich nach "Dare You To" und "Crash Into You", die mir sehr gut gefallen haben, sehr enttäuscht von "Take Me On" war. Die Geschichte hat mich emotional an "Pushing The Limits" erinnert, ich konnte mit den Charakteren nicht wirklich mitfühlen und die Story war mir zu düster ohne Silberstreif am Horizont. Desweiteren nervt es mich, dass Katie McGarry die selbe Soße zum vierten Mal aufkocht, bei Band 2 und 3 hat es mir noch gefallen, hier nicht mehr wirklich.

Bei "Pushing The Limits" konnte ich besonders mit Echo gar nichts anfangen. Emotional waren wir nicht auf derselben Wellenlänge und ich konnte keine Verbindung zu ihr aufbauen. Bei Haley ging es mir ähnlich, nur dass ich sie doch noch etwas sympathischer fand als Echo, was aber auch wirklich nicht schwer ist. Nichtsdestotrotz war Haley kein Charakter der mich überzeugen konnte. Und wenn ich mit einem Charakter nicht mitfühlen kann, besonders bei einer Liebesgeschichte, dann verliert die Geschichte wie hier schnell viel von ihrem Reiz. Nicht das Haley unsympathisch war, sie war in Ordnung, mehr nicht, aber mich hat es genervt, dass sie sich ihr Leben schwerer macht als es nötig wäre. Ja, sie hat teilweise ein beschissenes Leben, aber wieso sich das dann noch schwerer machen als nötig? Für mich hätte vieles viel schneller gelöst werden können und so habe ich ihr Problem einfach nicht verstanden. Manchmal hätte ich sie gerne geschüttelt und gefragt, was zum Teufel mit ihr los ist.

Mit West hatte ich da schon mehr Probleme. In "Crash Into You" mochte ich ihn gar nicht und so ging es mir auch am Anfang dieser Geschichte. Ich mag einfach diese "Ich löse Probleme mit Fäusten"-Typen nicht. Er wollte seine Schwester (bzw. Familie) beschützen, die nicht körperlich belästigt wurde, aber doch beleidigt, aber für mich ist das kein Grund zu Gewalt zu greifen. Er ist mir einfach zu unüberlegt und hitzköpfig gewesen. Ab Seite 200 ungefähr ändert sich das langsam und ich wurde schließlich mit ihm warm. Er wird definitiv kein Lieblingscharakter von mir werden und richtig sympathisch war er mir auch nicht, aber ich habe ihn besser verstanden und mehr gemocht. Ab diesem Moment hat die Geschichte für mich auch an Fahrt gewonnen, weshalb ich schließlich drei statt zwei Sternen vergeben habe.

Aber es sind natürlich nicht nur die Charaktere, die die Geschichte für mich so enttäuschend gemacht haben. Die Story an sich war auch nicht mein Fall. Wie bei "Pushing the Limits" war sie mir zusätzlich zu den Charakteren zu denen mir eine Verbindung fehlte, zu düster. Es gibt keine Hoffnung, kein Licht am Ende des Tunnels, was für mich bei Band 2 und 3 anders war. Trotz aller familiären Probleme, hatte doch immer ein Charakter einen Rückzugsort wo ein Dach über dem Kopf und Essen gewartet hat. Nicht viel, aber doch etwas Sicherheit. Hier war es anders. Jetzt kann man sich fragen: Aber Rachel hat doch die gleiche Familie wie West, oder? Hat sie, aber den Unterschied hier war, dass West von seinem Vater rausgeworfen wurde (für mich ist das kein Spoiler, weil es am Anfang der Geschichte passiert) und dann ohne Geld in seinem Auto leben muss. Okay, so hart ist das Leben manchmal, aber für mich war das einfach zu viel. Haleys Familie lebt bei ihrem grausamen Onkel ohne Geld und Sicherheit und nun hat er auch nichts mehr. Das war mir dann etwas zu dramatisch und Katie McGarrys Romane sind alle so. Zum Ende hin wurde etwas etwas hoffnungsvoller, trotzdem die erste Hälfte des Romans hat mir nicht gefallen.

Und Katie McGarrys Schema F ist ein weiteres Problem für mich. Bisher sind alle Romane von ihr Aufgüsse der vorherigen Bände. Ein Charakter ist mehr "fucked up" als der andere. Es gibt nur Menschen mit dramatischen Vergangenheiten, psychischen Problemen, miesen Familien und sonstigen einschneidenden Erlebnissen. Kein "normaler" Charakter weit und breit zu sehen und "normal" wäre für mich ein Charakter, mit einer ihn liebenden Familie und normalen Teenagerproblemen. Ich sehe mich zumindest in keinem der Charakter und das nicht weil ich kein Teenager mehr bin, sondern weil ich solch schwerwiegende Probleme nicht habe oder hatte und auch Freunde habe, die solche Probleme nicht haben. Scheint es ja dort nicht zu geben, alle Charaktere haben gleich die volle "Leben ist Scheiße"-Packung abbekommen.
Und dann immer die gleichen Konstellationen. Armer Protagonist ohne Familie, mit Familie in Drogenmilieu oder sonstigen Fehlern, die sie unfähig machen sich um ihr Kind zu kümmern. Dann reicher Protagonist mit finanzieller Sicherheit, aber einer gestörten Familie. Wow, langsam wäre es Zeit sich was neues auszudenken!
Simone Elkeles hat mit "Rules of Attraction" wenigstens einen Roman geschrieben, in denen die Protagonisten ein mehr oder weniger normales Leben geführt hat, weswegen ich den Roman aus der Reihe auch am liebsten mag.

Und dann ist da noch die MMA/Cage Fight Thematik. Ich schaue ja ab und zu Boxen, aber das ist auch das Höchste der Gefühle. Aber mit der MMA/Fight Geschichte konnte ich so überhaupt nichts anfangen. Ich fand sie einfach lahm und zäh, ich mag derartige Brutalität schlichtweg nicht und für mich ist "Take Me On"-MMA definitiv richtig hart. Ich habe nichts gegen defensive Verteidigungskampfkünste, aber MMA ist zumindest hier in dem Roman eher "Kämpf um dein Leben" hart. Da wird gesagt, man spielt mit seinem Leben wenn man in den Ring steigt. Nein, das ist dann doch ein Tick zu viel für meinen Geschmack, man hätte es für mich interessant verpacken können, wenn man die Sportart weniger dreckig verpackt hätte.

Bei Wests Familie bin ich immer noch unschlüssig was ich davon zu halten habe. Rachel mag ich nach wie zuvor, aber besonders die Eltern. Meine Güte, was ist da los? Ich habe nicht wirklich verstanden, was da abgeht. Erst wurden sie extrem negativ dargestellt und dann schwenkt die Autorin um, und plötzlich sieht man vieles mit anderen Augen, aber mein Problem zum Schluss war einfach, dass ich den Status Quo nicht kenne. Wie ist das Verhältnis denn nun? Wieso ist der Vater so? Ich meine, er sagt er liebt West, aber für mich zeigt er es nicht richtig bzw. ich würde einfach gerne wissen, wie die Eltern fühlen und wieso sie geworden sind wie sie sind. Eine Kurzgeschichte dazu wäre wirklich aufschlussreich.

Für mich wird die Reihe damit wahrscheinlich beendet sein. Der nächste Band ist wieder über Echo und Noah und ganz ehrlich, den Band werde ich nie und nimmer lesen. Immer wenn Echo in den vergangenen Bänden aufgetaucht ist ging die Geschichte für mich bergab. Ich kann sie irgendwie überhaupt nicht leiden, mit Noah habe ich auch so meine Probleme, aber bei Echo kommen bei mir gar keine Emotionen hoch und wenn dann nur negative. Desweiteren was sollen die nächsten Bände schon bringen? Endlich neue Ideen und Abwechslung? Abby und Ethan wäre eine Möglichkeit für eine weitere Geschichte, aber dann hätten wir wieder GENAU die gleiche Konstellation. Armes "fucked up" Mädchen mit dem reichen Jungen mit der "fucked up" Familie. Und bei Kaden, Jax und anderen wird es dann bestimmt auch nicht anders werden. Katie McGarry kann schreiben und ich werde sie weiterverfolgen, aber dann doch bitte mit einer etwas anderen Storyline. An "Rules of Attraction" von Simone Elkeles sieht man doch auch, dass man solche Geschichte auch schreiben kann mit einem "normalen" Charakter als Protagonisten, also jemanden mit normalen Problemen und einer heilen Familie.

Ich bin allerdings sehr froh, dass "Crossing The Line", die Kurzgeschichte von Lila und Lincoln, in dem Buch enthalten ist, da ich diese Geschichte sehr mochte und die Reihe für mich so doch noch einen guten Abschluss gefunden hat. Ich mochte die Geschichte auch deshalb, weil sie für mich nicht so düster war. Lincoln lebt zwar nicht wirklich in heilen Verhältnissen, aber Lila ist mir schon in "Pushing The Limist" positiv aufgefallen. Sie hat einfach normale Probleme und das hat mir richtig gut gefallen. Die Geschichte bekommt übrigens 5 Sterne von mir. ;-)

Desweiteren gefällt mir das Cover überhaupt nicht. West sieht viel zu weiblich aus, mir gefällt er jedenfalls nicht und Haley habe ich mir auch anders vorgestellt. Die anderen Cover waren wirklich gut, aber das Cover geht für mich leider gar nicht.

Fazit:

Keine Geschichte für mich, aber wer "Pushing The Limits" und Echo und Noah richtig toll fand, im Gegensatz zu mir, wird sicher auch "Take Me On" mögen, kocht Katie McGarry doch wieder mit genau den gleichen Zutaten. Schmeckt etwas abgestanden, kann man aber noch verzehren.

Bewertung: ♥ ♥ ♥ 




Pushing The Limits (wird fortgesetzt)

1) Pushing The Limits (Noah unf Echo - Liebe kennt keine Grenzen)
1.1) Crossing The Line
2) Dare You To
3) Crash Into You
4) Take Me On 
5) Breaking The Rules (30. Dezember 2014)

Kommentare:

  1. Hm, wirklich sehr schade :-( Ich habe gerade erst "Dare to you" beendet und war, wie schon beim ersten Band, total begeistert. Und auch "Crash into you" habe ich mir gleich gekauft. Die Kurzgeschichte fand ich auch ganz süß. Vielleicht sollte ich Take on me dann lieber auslassen...
    Aber das Neue mit Echo und Noah werd ich mir bestimmt nicht entgehen lassen, ich mochte Echo eigentlich ganz gern, obwohl Noah für mich der eindeutige Sympathieträger war.

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  2. Wenn dir der erste Band gut gefallen hat, dann wird dir bestimmt auch "Take Me On" gut gefallen. Die Geschichten waren sich doch sehr ähnlich und mir hat ja "Pushing The Limits" ähnlich wenig gefallen. Also bloß nicht wegen einer nicht so positiven Meinung abschrecken lassen!

    So gehen Meinungen auseinander, Echo war mir irgendwie unheimlich, durch ihre Art und Vergangenheit. Sie zieht mich irgendwie emotional runter. XD

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Liebe Grüße,
Lucina

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