10. Juni 2014

Meeting ... It Takes A Scandal von Caroline Linden

Quelle: Goodreads
[Deutscher Titel: - ]

• Reihe: 2 von ?
• Taschenbuch: 372 Seiten
• Verlag: Avon
• Erschienen im: April 2014
• Sprache: Englisch
• ISBN-13: 978-0062244901
• Leseprobe: Caroline Lindens Homepage

Klappentext:

Sometimes It Takes a Scandal...

Abigail Weston has everything: beauty, wit, and one of the largest dowries in England. Her parents hope she'll wed an earl. Abigail hopes for a man who wants her desperately and passionately. But the money seems to blind every man she meets—except one.

Sebastian Vane has nothing. He came home from war with a shattered leg to find his father mad and his inheritance gone. He's not a fit suitor for anyone, let alone an heiress. But Abigail lights up his world like a comet, bright and beautiful and able to see him instead of his ruined reputation. And it might end happily ever after...

To Reveal Your Heart's Desire

...Until Benedict Lennox begins courting Abigail. Ben is everything Sebastian isn't—wealthy, charming, heir to an earl. Sebastian won't give up the only girl he's ever loved without a fight, but Abigail must choose between the penniless gentleman who moves her heart, and the suitor who is everything her parents want.


Quelle: Goodreads
Kurz und Knapp:

• deutlich besser als der erste Band
• interessante Charaktere
• besonders Sebastian hat mir gefallen
• Abby ist nicht komplett blind vor Liebe
• nervige und miese Bösewichte
• düsterer und ernster als der erste Band

Lang und Ausführlich:

Viel, viel besser als der erste Band. Beim ersten Band fehlte mir Dramatik, Problematik, Tiefgang und eigentlich alles, was den Roman zu einem guten Roman gemacht hätte, weshalb ich "Love and Other Scandals" trotz fehlender großer Schwächen nur durchschnittlich fand.

Sebastian Vane, unser Held, hatte Tiefgang und eine Hintergrundgeschichte, die für die Liebesgeschichte und die gesamte Handlung wirklich eine Rolle gespielt hat. Ich mochte ihn von Anfang an und bei ihm lagen auch bis zum Ende meine Gefühle. Was mit ihm passiert ist ist einfach so unglaublich unfair.
Er kommt aus dem Krieg zurück, sein Knie zerschossen, dann findet er seinen Vater verrückt und unzurechnungsfähig vor, der das meiste Land, des vormals großen Landsitzes verkauft hat, u.A. auch das Land mit dem Grab seiner verstorbenen Frau. Und das für einen Spottpreis. Sebastian versucht daraufhin die Käufer dazuzubringen, die Käufe rückgängig zu machen, weil sein Vater zwar nicht verrückt wirkte, aber so ein Preis doch dafür spricht. Natürlich lehnen die Käufer ab und Sebastian wird dementsprechend ausfallend und wütend, weshalb sie Sebastian für ebenso verrückt erklären. Zu einem besonders großen Streit kommt es mit Lord Stratfort, dem Vater seines vormals besten Freundes und einem einfach nur widerlich arroganten und gefühlskalten Earls. Zufällig(?) werden genau an diesem Abend 4000 Guineas bei Lord Stratford gestohlen, woraufhin Sebastian in Richmond nicht nur als Krüppel, verarmt, verrückt, sondern auch als Dieb bezeichnet und von allen gemieden wird. In dieser Nacht verschwindet zu seinem Unglück auch noch sein Vater und kehrt nicht mehr zurück. Natürlich nimmt jeder an er hätte seinen Vater ermordet, was Sebastian natürlich, wie auch den Diebstahl bestreitet und auch folgerichtig anmerkt, er hätte seinen Vater nicht verschwinden lassen, weil er so nicht für tot erklärt werden kann und er so keine Möglichkeit hatte das wenige Verbliebene zu erben.
Ich kann einfach nur sagen, dass mich sein Schicksal einfach nur aufgeregt hat, weil es so unfair ist. Er ist titellos, arm und ein beliebter, reicher Earl erhebt schwere Vorwürfe, die er nicht beweisen kann, für die man aber auch keinen Gegenbeweis hat. Der Dieb wurde nicht gefunden. Sein Vater auch nicht. Für jeden spricht also alles gegen Sebastian, er ist ja schließlich verrückt, und da er keine Macht hat, ist es auch kein Problem ihn zu dissen und Gerüchte über ihn zu verbreiten.

Abby hatte dagegen das Problem, dass sie neben Sebastian etwas untergegangen ist. Sie ist liebenswert und sympathisch, aber Sebastian hat sie einfach etwas überschattet. Was ich besonders an ihr mochte war, dass sie ihren Kopf einschaltet, auch wenn sie verliebt ist. Sie sagt Sebastian mehrmals die Meinung und schickt ihn weg, obwohl sie ihn liebt, weil sie weiß, dass er sich mehr Mühe geben, sich ändern oder überhaupt irgendetwas tun muss. Dadurch schafft es Sebastian auch schlussendlich aus seiner Nussschale zu befreien, weil er weiß, dass er in seinem Leben für sie etwas ändern muss und er sie für sich GEWINNEN muss. Trotz ihrer Liebe fliegt sie ihm eben nicht in die Arme, was ich einfach toll fand. Viel zu viele Heldinnen machen es den Helden zu einfach nur weil sie sie lieben. Nicht so Abby, dafür habe ich sie umso mehr gemocht.

Und ganz besonders für die Standpauke, die sie Benedict Lennox, dem Sohn von Lord Stratfort und ehemals besten Freund von Sebastian, hält. Er hatte sie aber auch dringend nötig, denn auch wenn es scheinbar Grunde gibt, die gegen Sebastian sprechen, so gibt es doch keine Beweise. Und das er von seinem ehemals besten Freund sofort das schlechteste annimmt und keine Sekunde etwas Vertrauen und Gauben in ihn hat hat mich aufgeregt. Und das er alle darin unterstützt, an einem symbolisch am Boden liegenden Mann einzutreten und sich für etwas besseres zu halten, das sagt Abby ihm in ziemlich klaren Worten und ich hoffe, die haben ihn etwas aufgeweckt. Er war bisher ein Schwächling, der nach der Pfeife, seines kalten und brutalen Vaters tanzt, da ich aber davon ausgehe, das er mit Penelope zusammenkommt (es gab Andeutungen), muss er sich ändern. Bisher ist er ziemlich unsympathisch und bekommt von Penelope auch die volle Breitseite u
nd Kritik ab. Weiß sie etwas über ihn oder er über sie? Ich bin gespannt!

Was ich auch an Abby mochte war, dass sie für das was sie will kämpft. Sie ergibt sich nicht ihrem Schicksal, sondern versucht etwas zu ändern. Auch wenn es aussichtslos erscheint, so versucht sie das ihr mögliche oder fast unmögliche, um glücklich zu werden.

Ansonsten kann ich nur sagen, dass ich die Liebesgeschichte zwischen Sebastian und Abby mochte und es schön fand, dass Sebastians Vergangenheit ihn nicht nur tiefgründiger machte, sondern auch Einfluss auf die Liebesgeschichte genommen hat, denn Abbys Vater ist von den ganzen Vorwürfen gegen Sebastian nicht begeistert. Er würde natürlich am liebsten ein vorteilhaftes Match sehen, aber ihm ist das Glück seiner Tochter wichtig und bei einem so skandalumwobenen Mann wie Sebastian hat er da große Zweifel. Der Leser weiß natürlich, dass alles gut ausgeht, aber ich habe trotzdem mitgelitten.


Fazit:

Eine deutliche Verbesserung zum ersten Band, tiefgründiger, dunkler und ansonsten ein unterhaltsamer Historical für Zwischendurch. Allerdings auch kein besonderer Historical und bei weitem auch kein Favorit von mir, auch wenn er mir gefallen hat.

Bewertung: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥



Scandals - Series (wird fortgesetzt?)

1) Love and Other Scandals
2) It Takes a Scandal
3) Penelopes Story - tba

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über jeden Kommentar, hinterlasst mir doch einfach eine kurze Nachricht, ich beiße nicht... zumindest meistens. :)

Liebe Grüße,
Lucina

Hinweis: Die Kommentarmoderation ist aktiviert.