17. Dezember 2013

Meeting ... No Good Duke Goes Unpunished von Sarah MacLean

Quelle: Goodreads
[Deutscher Titel: - ]

[Gelesen: 01.12.2013 - 03.12.2013]

• Reihe: 3 von 4
• Taschenbuch: 384 Seiten
• Verlag: Avon
• Erschienen im: November 2013
• Sprache: Englisch
• ISBN-13: 978-0062068545
• Leseprobe: beim Verlag

Klappentext:

A rogue ruined . . .

He is the Killer Duke, accused of murdering Mara Lowe on the eve of her wedding. With no memory of that fateful night, Temple has reigned over the darkest of London’s corners for twelve years, wealthy and powerful, but beyond redemption. Until one night, Mara resurfaces, offering the one thing he’s dreamed of . . . absolution.

A lady returned . . .

Mara planned never to return to the world from which she’d run, but when her brother falls deep into debt at Temple’s exclusive casino, she has no choice but to offer Temple a trade that ends in her returning to society and proving to the world what only she knows . . . that he is no killer.

A scandal revealed . . .

It’s a fine trade, until Temple realizes that the lady—and her past—are more than they seem. It will take every bit of his strength to resist the pull of this mysterious, maddening woman who seems willing to risk everything for honor . . . and to keep from putting himself on the line for love.
Quelle: Goodreads
Kurz und Knapp:

• Potential bleibt ungenutzt
• nerviges Beziehungs-Hin-und-Her
• vorhersehbar und wenig originell
• kaum Dramatik und Tiefgang
• flache und oberflächliche Handlung
• gute Idee, die nicht genutzt wurde
• sympathischer Held
• macht neugierig auf den nächsten Band


Lang und Ausführlich:

Nein, nein, nein! Das war wirklich nichts, zumindest nicht das was ich erwartet habe. Was nicht heißen soll, dass "No Good Duke Goes Unpunished" ein wirklich schlechter Historical ist, aber ich weiß, dass Sarah MacLean, das eigentlich besser kann. So ist "No Good Duke Goes Unpunished" bestenfalls ein durchschnittlicher Historical und in meiner Bewertung ist zu einem nicht unerheblichen Teil schon ein Autorenbonus eingeflossen.

Die Idee hinter der Geschichte fand ich gut. Also dass Temple nicht sicher weiß, ob er wirklich der Killer Duke ist und sein "Mord"opfer nach 12 Jahren wieder auftaucht. Da hätte man wirklich eine gute Geschichte herausholen können und in den Szenen, in denen es nicht primär um die Beziehung der beiden ging, hatte die Geschichte auch gute Momente und konnte mich fesseln. Ich hätte mir einfach mehr Szenen mit den anderen Eigentümern des "The Fallen Angel" erhofft und wenn dann auch mit etwas mehr Dramatik und Tiefgang. So blieb das alles zu sehr an der Oberfläche, was man eigentlich über den ganzen Roman sagen kann. Nichts konnte mich emotional gefangen nehmen und in seinen Bann ziehen. Auch nicht die Sorge der anderen " The Fallen Angel" Eigentümer und der altbekannten Charaktere, die mir hier etwas fremd vorkamen. Aber der Hintergrundgeschichte konnte ich wenigstens überhaupt etwas abgewinnen. Hätte sich die Autorin dann noch mehr darauf bezogen, dass Mara in gewisser Weise Temple miterschaffen und William "getötet" hat und sie deshalb auch so eine Anziehung auf Temple auslöst und wäre das Ganze realistischer abgearbeitet worden, weil sie mit ihrer Flucht großen Einfluss auf sein Leben hatte und man das nicht einfach so schnell vergessen kann, wäre die Geschichte viel besser gewesen. Aber das war sie nicht. Die Geschichte war flach und oberflächlich. Leider besonders in der Liebesgeschichte auch komplett einfallslos und vorhersehbar.

Es gab viel zu wenig "süße" und romantische Szenen zwischen den Charakteren, die Szene in der Gasse in der Temple Mara rettet war so niedlich und romantisch, aber danach folgte nichts vergleichbares mehr. Es folgten unzählige innere Monologe, in denen es um Erotik, Sinnlichkeit und Liebe geht. In ihren Gedanken kommen beide zumindest ziemlich schnell zur Sache, andernfalls eher weniger. Da gab's keine Phase des Verliebtseins und Kennenlernens. Aber im Prinzip waren die beiden ohnehin seit diesem einen Tag vor 12 Jahren auch füreinander bestimmt. Temple kann sich zwar kaum erinnern, aber scheiß egal, die beiden sind einfach füreinander geschaffen. Ich kann echt nur sagen, dass ich teilweise nur noch genervt war ob der schwülstigen und kitschigen und viel zu übertriebenen Gedanken, die beide viel zu schnell füreinander gehegt haben. Und ich bin viel Kitsch gewöhnt und mag das normalerweise. Da musste ich mehr als nur einmal mit den Augenrollen. Das war einfach zu übertrieben um glaubhaft oder realistisch zu sein. Also eine Chemie zwischen den beiden habe ich nicht gespürt und Romantik kam auch nicht auf. Kein Herzklopfen, einfach NICHTS! Der Roman mag gut geschrieben sein, aber in den Grundzügen war mir die Liebesgeschichte zu modern und gehetzt. Nein, da bin ich überhaupt nicht begeistert von.
Und das waren nicht einmal die einzigen Kritikpunkte. Zum einen war Mara viel zu perfekt und das hat genervt. Immer diese übertollen und übermenschlichen Protagonistinnen. Schrecklich. Dabei ist sie aus meiner Sicht gar nicht so perfekt, ich meine, sie hat Temples Leben zerstört. Und auch wenn sie noch jung war und es nicht besser wusste, es hätte bestimmt noch einen anderen Weg geben können. Ich weiß nicht, es klingt unglaubwürdig, dass sie wirklich keine Ahnung hatte, was ihr Plan bewirkt, so naiv kann doch niemand sein. Temple wird von einem großen, starken Boxer auch schnell zu seinem verliebten Weichei. Dann war da noch die Tatsache, dass die Liebesgeschichte mich schon deshalb nicht faszinieren konnte, weil sich nur die Protagonisten selber im Wege stehen. Es gebe viel was zwischen den beiden stehen KÖNNTE, aber da sie ziemlich schnell ziemlich viel für den anderen empfinden, läuft es daraushinaus, dass sie es einfach selber verbocken.
Weil: 1. Er verhält sich ziemlich blöd, manchmal gerechtfertigt, manchmal nicht. Okay, meist wäre ich an seiner Stelle auch so ein "Arsch" gewesen, denn Mara verhält sich häufig doch gefühlt manipulativ. 2. Sie nimmt es hin, weil sie es NATÜRLICH verdient hat, auch wenn sie natürlich traurig und geschockt ist. 3. Er fühlt sich schlecht, weil sie es natürlich NICHT verdient hat. 4. Er findet sie toll, weil sie so stark ist und sich so benimmt als würde sie denken, dass sie es verdient hat, was sie natürlich nicht hat. 5. Er liebt sie mehr. 6. Sie ihn auch, weil er doch so toll ist und sie es verdient hat!
Es war einfach nur nervig, weil sie es so einfach hätten. Würde sie nicht ständig denken, dass er was besseres verdient hat und er nicht immer denken, dass er sich vielleicht doch rächen müsste. Das geht Hin und Her. "ich bin nicht gut genug". "Sie ist zu gut". "Er ist zu gut güt mich" usw. Erinnert mich an andere Romane der Autorin und da war das ebenso nervig.
Und dann noch diese Sache mit dem "Glauben". Er sagt etwas zu ihr, was er glaubt oder glauben will, was aber so dann doch nicht wirklich stimmt und sie nimmt natürlich genau diese spezielllen Aussagen und denkt bis zum Schluss: Er meint es so! Meint er natürlich nicht, aber das weiß sie ja nicht. Und das macht alles so kompliziert und noch nerviger als es ohnehin schon ist.

Desweiteren fand ich die Sache mit dem "Bezahlen für Alles" ziemlich unoriginell. Keine Ahnung wie der Roman hieß, aber ich habe schon mindestens einmal eine Geschichte gelesen, in denen er quasi für alles bezahlte, Küsse, Treffen etc. und das führt dann zu Problemen, weil beide glaubten, dem anderen geht es nur ums geld. Zur Problemen führt es hier auch kurzzeitig, wenn sie oder er sich wieder zurückgewiesen fühlt, weil das Gespräch auf ihr "Geschäft" kommt, aber es ist dann alles auch ziemlich schnell vergessen. Wie sollte es auch anders sein.

Tja, ich hab viel gemeckert, aber insgesamt machen es viele Historicals noch schlechter. Hier stimmte wenigstens der Ansatz und ich mochte die sprachliche Ausführung.

Nur das Ende hat mich dann wirklich wieder neugierig auf den nächsten und wahrscheinlich letzten Band der Reihe gemacht. Sarah MacLean schafft es immer wieder interessante Settings und Ausgangssituationen zu konstruieren, aber leider kann sie das Potential schon länger nicht mehr richtig gut umsetzen, was ich schade finde.


Fazit:

Auch wenn ich viel gemeckert habe gibt es deutlich schlechtere Historicals, nur leider weiß ich, dass Sarah MacLean es besser kann und so ist "No Good Duke Goes Unpunished" nur ein durchschnittlicher Roman, der mich nicht zu Begeisterungsstürmen hinreißt.

Bewertung: ♥ ♥ ♥ 


The Fallen Angels - Series (wird fortgesetzt, 4 Bände)

1) A Rogue By Any Other Name
2) One Good Earl Deserves A Lover
3) No Good Duke Goes Unpunished
4) Never Judge A Lady by Her Cover - 15. August 2014

Kommentare:

  1. Hui, das klingt jetzt aber gar nicht überzeugend und so als müsste ich dieses Buch jetzt unbedingt lesen, aber ich habe es mir seit zwei Wochen fest vorgenommen - und komme nur durch den Arbeits- und Schulstress nicht zum Lesen. *heul* Ich hoffe, dass ich das am WE ändern kann. Und dann kann ich mich auch mit deinen Kritikpunkten auseinandersetzen. ;)

    Aber so hätte ich jetzt noch weniger Lust, das Buch zu lesen... *schmoll*

    Liebe Grüße,
    Mandy

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    1. Ich würde auch einfach mal behaupten, dass man den Roman nicht lesen muss, wenn man bessere Romane auf dem SuB hat. Aber es gibt wirklich schlechtere Historicals und die Idee war wirklich nett. Nur leider ist die Umsetzung echt nicht so gut, aber es gibt in den USA auch total viele, die den Roman super fanden (was ich nicht ganz verstehen kann...)

      Ich hoffe aber sehr, dass dir der Roman besser gefällt (schnell durchlesen kann man ihn ja) und du mir nicht in allen Punkten zustimmst. :)

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  2. Da ich das Buch zwar schon hier liegt, ich es aber noch nicht gelesen hab, hab ich nur "Kurz und Knapp" angeschaut, mir die Rezension aber gespart. Ich war ja von deiner Mail schon vorgewarnt, kann aber nur noch mal bestätigen: Es klingt schrecklich. Ich hab jetzt eigentlich gar keine Lust mehr, das Buch zu lesen! :(

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    1. Ey, mein Kommentar wurde nicht veröffentlicht! Ich denke, dass du es einfach probieren solltest, einige Male haben sich unsere Meinungen ja drastisch unterschieden. Wobei ich wirklich glaube, dass du den Roman eher so wie ich als richtig gut empfinden wirst, ein bisschen kenne ich ja schon, was du oftmals kritisiert. Aber kann sein, dass du den Roman trotz der Kritik als besser empfindest. Aber wenigstens gibt es keinen typischen Arschloch-Helden. Temple benimmt sich zwar manchmal nicht besonders nett, aber bei der Person, die sein Leben ruiniert hat auch nicht wirklich verwunderlich. ^^

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Lucina

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