13. November 2013

Meeting ... Arkadien Brennt von Kai Meyer

Quelle: Verlag
[Originaltitel: - ]

• Reihe: 2 von 3
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
• Verlag: Carlsen Verlag
• Erschienen im: September 2010
• Sprache: Deutsch
• ISBN-13: 978-3551582027
• Leseprobe: beim Verlag

Klappentext:

Menschen, die sich in Tiere verwandeln. Blutfehden zwischen Mafiaclans. Die verbotene Liebe zu Alessandro ... Rosa braucht dringend Abstand zu den Ereignissen auf Sizilien. Auf den Spuren ihres alten Lebens reist sie zurück nach New York. Aber auch dort kommt sie nicht zur Ruhe. Die mächtigen Stellvertreter der amerikanischen Clans erwarten sie bereits. Dann stößt Rosa auf beunruhigende Details über ihre Vergangenheit. Und über ihren toten Vater. Aber warum spielt dabei immer wieder Alessandro eine Rolle? In Rosa keimt ein schrecklicher Verdacht ...
Quelle: Verlag
Kurz und Knapp:

• ähnliche Kritikpunkte wie beim 1. Band
• die Liebesgeschichte war klischeehafter als erhofft
• Rosa ist ein schwieriger Charakter
• Alessandro bleibt etwas blass
• die Ideen sind weiterhin aber ganz schön

Lang und Ausführlich:

Auch wenn mir "Arkadien Erwacht" nicht zu 100% gefallen hat, fand ich die Geschichte doch interessant genug, um dem zweiten Band der Reihe noch eine Chance zu geben. Leider muss ich im Nachhinein sagen, dass mir der zweite Band noch weniger gefallen hat als "Arkadien Erwacht", sodass ich mir noch nicht sicher bin, ob ich den dritten Band lesen werde, auch wenn ich wissen will, was es mit den Löchern in der Menge auf sich hat und wie die Geschichte um Rosa und Alessandro zumindest vorläufig endet. Eine Lieblingsreihe von mir wird die Arkadien-Reihe aber auf keinen Fall werden und ob Kai Meyer ein Autor für mich ist glaube ich auch nicht so wirklich, auch wenn die beiden ersten Arkadien-Bände sprachlich sicherlich nicht schlecht waren.

Alles was ich zum ersten Band geschrieben habe trifft im Prinzip auch auf "Arkadien Brennt" zu. Ich konnte mit Rosa nicht mitfühlen, weil sie mir als Charakter zu sperrig war, emotional konnte mich die Geschichte nicht mitreißen, obwohl sie trotzdem zeitweise spannend war, weil die Idee interessant ist. Nur das ich manche Aspekte dieses Mal etwas kritischer gesehen und als größeren Makel empfunden habe.

Sprachlich fand ich es dieses Mal sehr auffällig, wie sehr Kai Meyer teilweise von Kapitel zu Kapitel springt. Nur ganz selten kam ein flüssiges Lesegefühl bei mir auf und zwar dann, wenn die Kapitel thematisch und inhaltlich zueinandergepasst und sich ergänzt haben, während ich manchmal das Gefühl hatte, dass die Kapitel ansonsten sehr unzusammenhängend zusammengeschustert waren und ich teilweise nicht einmal wusste, wie viel Zeit zwischen verschiedenen Kapitel vergangen ist. Tage? Stunden? Wochen? Das hat mich teilweise massiv gestört und mein Lesevergnügen ziemlich vermindert.

Auch die Liebesgeschichte hat mich hier etwas genervt. Beim ersten Band hatte ich noch gesagt, dass sie nicht komplett durchgekaut und ausgelutscht ist, empfand ich die Liebesgeschichte hier als ziemlich 0815. Ich meine, wieso genau lieben sich die beiden? Ich versteh's einfach nicht und kann es auch nicht nachvollziehen, wieso beide diese große Liebe verbindet. Für mich besteht die nur auf dem Papier und nicht auf emotionaler Ebene.

Rosa war mir so unsympathisch wie eh und je. Ich verstehe, dass sie viel durchgemacht hat, aber ich finde sie als Charakter zu sperrig und sonderbar. Ich konnte einfach nicht mit ihr mitfühlen, weil ich einfach zu sehr das Gefühl hatte, dass sie einfach aus Prinzip immer dagegen ist und ihr alles komplett am allerwertesten vorbeigeht. Außer es geht um Alessandro und die kleine Iole, die ich übrigens einfach nur klasse fand. Iole vor! Ich weiß, dass Iole eigentlich gar nicht mehr klein und jung ist, aber eben doch unerfahren. Auch ihre Lehrerin Raffaela Falchi und ihre Managerin/Sekretärin Cristina di Santis fand ich irgendwie interessanter, zumindest aber wesentlich reizvoller als Rosa.

Währenddessen ich z.B. Alessandro sympathischer fand als im ersten Band, was wahrscheinlich auch der einzige Pluspunkt von "Arkadien Brennt" gegenüber "Arkadien Erwacht" ist.

Die Geschichte an sich war wie gesagt, interessant und teilweise auch spannend, wenn auch nicht so spannend wie noch im ersten Teil. Vielleicht auch deshalb, weil mich andere Aspekte der Geschichte so gestört haben, dass ich den Rest viel weniger genießen konnte. Aber es gab durchaus Momente, in denen ich unbedingt wissen musste und wollte wie die Geschichte weitergeht. Was ich im Gegensatz z.B. zur Liebesgeschichte gut fand war, dass der Roman inhaltlich ganz anders war als andere Geschichten im YA-Fantasy-Genre. Nicht nur das Setting, sondern auch die Thematik war anders. Die Geschichte war ernst, düster, hatte neue Elemente und hat mich wirklich fasziniert, wenn es um die Hintergrundgeschichte der Arkadier und den hungrigen Mann ging. Allerdings macht eine gute Idee für mich noch keinen guten Roman, ich muss da wirklich emotional involviert sein und das war hier leider nicht der Fall.

Fazit:

Ein Roman mit viel netten Ideen, bei dem ich verstehen kann, dass er viele Fans hat, der mich aber überhaupt nicht mitreißen und emotional abholen konnte. Für mich war die Geschichte und die Protagonisten einfach zu seelenlos, sodass ich große Probleme hatte einen Zugang zur Geschichte zu finden.

Bewertung: ♥ ♥ ♥ 

Arkadien - Reihe (Fortsetzung möglich, 3 Bände)

1) Arkadien Erwacht
2) Arkadien Brennt
3) Arkadien Fällt

Kommentare:

  1. Ich kann ganz genau nachvollziehen was du meinst. Ich mochte Rosa eigentlich weil sie so ein harter Brocken war und ihre kalte Art mir lieber war als ein flachsiger alberner Charakter wie die Schnäppchenjägerin, aber dann wieder ist sie so ein kalter Fisch dass man einfach nicht nachvollziehen kann, wie die beiden zusammen sein können. Auch war Alessandro mir dieses Mal zu sehr ein kleiner Nebencharakter.Beim ersten Mal hatte er wenigstens eine Mission. Dieses Mal wartet er irgendwie nur darauf dass Rosa bereit ist alles hinzuschmeißen... Ich weiß nicht ob ich das letzte Buch noch lesen will :/

    Liebe Grüße,
    Susanne

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    1. Da bin ich mir auch noch unsicher, aber ich denke, wenn ich es in der Bibliothek ausgeliehen bekomme werde ich es versuchen, denn die Idee hinter der Geschichte ist ja doch ziemlich gut. Im Prinzip finde ich Rosa als Protagonistin eine schöne Abwechslung, aber sie war mir dann doch etwas zu kalt. Ich denke, dass mir das dann doch etwas zu tough war. :( Hach, die Bücher sind so... argh. Man will sie weiterlesen und auch wieder nicht so...

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Liebe Grüße,
Lucina

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