2. September 2013

Meeting ... For Darkness Shows The Stars + Among The Nameless Stars von Diana Peterfreund (+ Video)

Quelle: Goodreads
Quelle: Goodreads
[Deutscher Titel: - ]

Gelesen: 26.09.2012 bis 27.09.2012

• Reihe: 1 von 2
• Format: 402 Seiten
• Verlag: Balzer + Bray
• Erschienen im: Juni 2012
• Sprache: Englisch
• ISBN-13: 9780062006141
• Leseprobe: Browse Inside

Klappentext:

It's been several generations since a genetic experiment gone wrong caused the Reduction, decimating humanity and giving rise to a Luddite nobility who outlawed most technology.

Elliot North has always known her place in this world. Four years ago Elliot refused to run away with her childhood sweetheart, the servant Kai, choosing duty to her family's estate over love. Since then the world has changed: a new class of Post-Reductionists is jumpstarting the wheel of progress, and Elliot's estate is foundering, forcing her to rent land to the mysterious Cloud Fleet, a group of shipbuilders that includes renowned explorer Captain Malakai Wentforth--an almost unrecognizable Kai. And while Elliot wonders if this could be their second chance, Kai seems determined to show Elliot exactly what she gave up when she let him go.

But Elliot soon discovers her old friend carries a secret--one that could change their society . . . or bring it to its knees. And again, she's faced with a choice: cling to what she's been raised to believe, or cast her lot with the only boy she's ever loved, even if she's lost him forever.

Inspired by Jane Austen's Persuasion, For Darkness Shows the Stars is a breathtaking romance about opening your mind to the future and your heart to the one person you know can break it.
Quelle: Goodreads
Kurz und Knapp:

• das Prequel vorher zu lesen ist empfehlenswert
• Elliot ist sympathisch und liebenswert, aber keine Superheldin
• Kai wirkt sehr unterkühlt und man kann schlecht mit ihm mitfühlen
• der Liebesgeschichte fehlt es an einem runden Abschluss
• die Geschichte fesselt und ist berührend
• die Thematik der Geschichte mit den Genveränderungen war interessant

Among The Nameless Stars (Prequel):

Das Prequel, das ich vor der Hauptgeschichte gelesen habe) bietet einen sehr guten Einblick in Kais Vergangenheit, ist aber ohne "For Darkness Shows The Stars" (FDSTS) zu kennen teilweise etwas verwirrend und unverständlich, was die Welt angeht in der Kai lebt. Daher ist "Among The Nameless Stars" zwar etwas langatmig, aber trotzdem gute Ergänzung zu FDSTS und man kann tatsächlich schon "Persuasion" von Jane Austen als Grundlage erkennen. Wer also FDSTS lesen möchte, sollte das Prequel wirklich vorher lesen, da man Kais Verhalten in FDSTS besser verstehen kann und er nicht ganz so aneckt.

For Darkness Shows The Stars (Hauptgeschichte):

Für mich ist FDSTS einfach eine wunderbare Geschichte, besonders da ich Persuasion total mag. Ich kenne "Persuasion" zwar nur einigen Verfilmungen, mag die Story aber prinzipiell fast mehr als von "Pride and Prejudice" Wer die Liebesgeschichte aus "Persuasion" liebt wird bestimmt auch FDSTS lieben, auch wenn Kai deutlich kälter ist als Captain Wentworth.
Der Verlauf der Handlung (besonders der Liebesgeschichte) ist teilweise sehr ähnlich, weshalb man nicht mehr wirklich überrascht wird was passieren wird, wenn man "Persuasion" kennt. Die Hauptelemente der Vorlage übernommen, aber viele Kleinigkeiten wurden auch verändert, sodass man trotz allem immer wieder überrascht wird, besonders außerhalb der Pfade der Liebesgeschichte, und man erkennt, dass Diana Peterfreund sich was ganz eigenes ausgedacht hat. Nur Kais Geheimnis war nach den ganzen Andeutungen wirklich keine Überraschung mehr, die Andeutungen waren teilweise so offensichtlich, dass ich mir manchmal gewünscht hätte, die Autorin hätte das mehr zwischen den Zeilen beschrieben.
Was mir gefallen hat und mich auch beruhigt waren die doch eher wenigen SciFi-Elemente, da ich Science Fiction eigentlich nicht mag. Aber FDSTS fühlte sich manchmal eher wie ein historischer Roman an als wie eine SciFi-Geschichte, durch die teilweise doch eher rückständige Lebensweise.

Da ich das Prequel vorher gelesen hatte hatte ich bei Kai immer den Kai aus dem Prequel im Kopf, also einen eher kleinen Jungen. Dadurch wurde er mir nicht so unsympathisch, wie andere kritisiert haben, da er Elliot doch ziemlich schlecht behandelt. Ich bin mir allerdings nicht 100% sicher, ob es am Prequel lag oder weil ich teilweise etwas für Arschloch-Helden übrig habe, zumindest wenn es nicht um Contemporaries geht. Da es jedoch wenig romantische Szenen zwischen den Protagonisten gab, was vielleicht auch an der Vorlage liegt, könnte es einigen wirklich schwerfallen ihn zu mögen und ich kann die Kai Kritiker auch wirklich verstehen. Besonders da es keine Szenen aus Kais Sicht gibt, bis auf das Prequel, sind seine Entscheidungen und Handlungen teilweise etwas schwer nachzuvollziehen und man kann keine so gute Verbindung zu ihm aufbauen.
Elliot, die Protagonistin, war mir einfach total sympathisch. Sie ist zwar deutlich junger als Anne in "Persuasion" und wirkte dadurch etwas frischer, aber charakterlich waren sich beide doch recht ähnlich und ich mochte schon Anne und habe mit ihr mitgefühlt. Genauso habe ich auch mit Elliot mitgelitten, sie hat es wirklich nicht einfach und ist dennoch ein so liebenswerter Mensch geblieben. Elliot denkt immer mehr an andere als an sich selber, sie ist liebevoll, intelligent und verantwortungsbewusst. Das klingt jetzt ziemlich perfekt, aber sie wirkt ansonsten nicht als die perfekte Superfrau beschrieben.

Für mich war die Fragestellung über Genveränderung sehr gut in Szene gesetzt, da es einen eindeutigen Bezug zur heutigen Zeit gibt, inwieweit Genveränderungen gut sind und wo man Grenzen setzen sollte. Diese Thematik fand ich sehr interessant.

Nun zu ein paar kleineren Schwächen von FDSTS. Die wirken zwar recht viel, sind jedoch alle nicht so wichtig, dass sie den Roman deutlich verschlechtert hätten.

Es war besonders im Prequel schwer in die Welt hineinzufinden. Ich wusste gar nicht was ich mit Ludditen, Reduces und Posts anfangen soll, da alles eher nach und nach erklärt wird und man am Anfang etwas auf dem Trockenen sitzt. Auch war die Welt mir etwas zu wenig bildlich beschrieben, ich konnte sie mir, besonders optisch, schwer vorstellen.

Sehr schade fand ich dann aber das Ende, dass etwas zu überhastet wirkte. Auch auf romantischer Ebene fehlte mir irgendwie ein runder Abschluss, ein Kuss oder ähnliches wäre einfach schön gewesen. Ich weiß nicht, Liebesromane ohne eine Kussszene sind für mich immer etwas unvollständig.
Auch die Änderung im Vergleich zu "Persuasion", dass Elliot nicht überredet wird (wie der Vorlagentitel schon sagt) und ihre Entscheidung nicht bereut fand ich etwas schade. Da das für mich "Persuasion" ausgemacht hat. Es zeigt, dass Anne eine Veränderung durchmacht. Von manipulierbar zu einer starken Frau, wodurch für mich das Happy End am Ende schöner und besser wirkt.


Fazit:

"For Darkness Shows The Stars" ist eine wunderschöne Geschichte, mit Schwächen, die mich aber trotzdem fesseln und berühren konnte. Wer "Persuasion" von Jane Austen mag und Jugendbücher mit leichten SciFi-Elementen sollte FDSTS auf seine Wunschliste legen.

 

Bewertung: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥


Videonotiz: (Was das ist könnt Ihr hier nachlesen oder sehen)






Aufgenommen am: 08.10.2012
Anmerkung: Es sind zwei Videos. Im Ersten rede ich über das Prequel als auch über FDSTS. Das zweite Video schließt direkt an das erste an und es geht nur um FDSTS.
Was Spoiler angeht: Ich hab die Videos nicht noch einmal angeschaut, es kann also welche geben.

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For Darkness Shows The Stars (wird fortgesetzt)

0.5) Among The Nameless Stars
1) For Darkness Shows The Stars
1.5) The First Star to Fall
2) Across The Star-Swept Sea - 15. Oktober 2013

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