24. September 2013

Meeting ... Die kleine Hexe von Otfried Preußler

[Originaltitel: - ]

Gelesen: 04.09.2013 bis 05.09.2013 

• Taschenbuch: 143 Seiten
• Verlag: Thienemann
• Erschienen im: Juli 2007
• Sprache: Deutsch
• ISBN-13: 9783522179201

Klappentext:

Die kleine Hexe ist leider erst einhundertsiebenundzwanzig Jahre alt und wird deshalb von den großen Hexen noch nicht für voll genommen. Wenn sie schon keine große Hexe ist, will sie doch wenigstens eine gute sein. Mit diesem Entschluss beginnt ein aufregender Wirbel.
Quelle: Goodreads
Kritik:

Es ist immer wieder überraschend, wie ich Erinnerungen an Kinderbücher davon unterscheiden, was man als Erwachsene aus den Büchern mitnimmt. 

Sprachlich können sich viele Erwachsenen-Romane etwas von "Die kleine Hexe" abschneiden, der Roman ist zumindest meiner Meinung nach sprachlich vielfältiger und außergewöhnlich als viele Romane für Erwachsene. Und da sagt noch einmal jemand, dass Kinderbücher immer einfach geschrieben sein und eine einfache, simple Sprache benutzen müssen. Da fand ich "Die kleine Hexe" doch recht abwechslungsreich zu lesen, was vielleicht auch an der Zeit lag in der die Geschichte geschrieben wurde, da ich einige Redewendungen so auch noch nicht gehört hatte.

Allerdings gefällt mir die Geschichte heute nicht mehr so gut wie als Kind, ich konnte mich zwar inhaltlich an nichts erinnern, wusste aber, dass ich die Geschichte damals immer wieder gerne verschlungen habe. Einiges hat mich inhaltlich doch sehr überrascht und gefällt mir jetzt als Erwachsene einfach nicht mehr so gut, der Blickwinkel ändert sich einfach mit der Zeit. So finde ich es schade, dass die "Bösen" nur durch Angst und Zauberspruch-Zwang ihr Verhalten ändern und nicht weil sie Einsicht zeigen oder zum Umdenken gebracht werden. Der Förster hat einfach nur Angst, der kegelnde Ehemann hat keine andere Wahl und wird durch einen Zauber dazugebracht das Familienleben zu genießen. Soll das eine Moral der Geschichte sein? Böse Menschen können von sich aus ihre Einstellung nicht ändern? Nur Angst und Zwang/Magie können etwas bewirken? Keine schöne Vorstellung, die mich jetzt etwas gestört hat.

Ebenso war mir das Ende etwas zu simpel und einfach gestrickt. Da ist es wieder, die bösen Hexen werden, ohne dass wenigstens versucht wird mit ihnen zu reden oder sie eine Chance bekommen sich zu ändern, zu normalen Menschen gemacht. Klar, das Ende zeigt, dass die kleine Hexe besser hexen kann und intelligenter ist, aber ich finde das als Abschluss gar nicht so toll. Außerdem macht es wirklich Spaß für alle Zeit die einzige Hexe zu sein (wie auch immer Hexen geboren werden), allein die Walpurgisnacht zu feiern? Ich weiß nicht, für mich ist das für mich einfach kein schönes Ende gewesen...


Fazit:

Eine Geschichte, die viele Kindheitserinnerungen hervorruft, die aber für mich als Erwachsene doch manchmal etwas zu einfach gestrickt war. Für Kinder aber besonders sprachlich sehr schön.


Bewertung: ♥ ♥ ♥ ♥

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Lucina

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