29. Juli 2013

Meeting ... Die For Me von Amy Plum

Quelle: Goodreads
[Deutscher Titel: Von der Nacht Verzaubert ]

• Reihe: 1 von 3
• Hardcover: 341 Seiten
• Verlag: HarperTee
• Erschienen am: 10. Mai 2013
• Sprache: Englisch
• ISBN-13: 9780062004017
• Leseprobe: HarperTeen

Klappentext:

In the City of Lights, two star-crossed lovers battle a fate that is destined to tear them apart again and again for eternity.

When Kate Mercier's parents die in a tragic car accident, she leaves her life--and memories--behind to live with her grandparents in Paris. For Kate, the only way to survive her pain is escaping into the world of books and Parisian art. Until she meets Vincent.

Mysterious, charming, and devastatingly handsome, Vincent threatens to melt the ice around Kate's guarded heart with just his smile. As she begins to fall in love with Vincent, Kate discovers that he's a revenant--an undead being whose fate forces him to sacrifice himself over and over again to save the lives of others. Vincent and those like him are bound in a centuries-old war against a group of evil revenants who exist only to murder and betray. Kate soon realizes that if she follows her heart, she may never be safe again.
Quelle: Goodreads
Kurz und Abgehackt:

• unterhaltsam und fesselnd
• seicht und ziemlich durchschnittlich
• den Protagonisten fehlt es an Ecken, Kanten und Charakter
• innovationsarm
• lesenswert, aber nicht unbedingt empfehlenswert

Lang und Ausführlich:

"Die For Me" ist einer der Romane, die ich innerhalb eines Tages verschlungen habe und von denen ich nachher dennoch nicht behaupten würde, dass sie zu meinen Favouriten gehören. "Die For Me" hat mir gut gefallen, keine Frage, aber es fehlte das gewisse Etwas um ihn zu einem besonderen Leseerlebnis zu machen. Amy Plum macht einiges besser als andere Autorinnen, des paranormalen Jugendbuch-Genres, aber es fehlte mir an neuen Ideen oder Innovationen, der den Roman von anderen Young Adult Titeln abgehoben hätte.

Kate und Vincent waren beide sympathisch, aber ohne Ecken und Kanten. Ich konnte mich einfach nicht genug mit den beiden identifizieren, auch wenn ich sie irgendwie mochte, mir fehlte es einfach an einem eigenen "Charakter". Kate ist zwar nicht so dämlich wie viele andere Heldinnen, sie bringt sich nicht ständig in Schwierigkeiten und suhlt sich 24h am Tag in Selbstmitleid, aber sie ist auch keine starke Heldin. Charakterlich ist sie sehr unscheinbar und blass. Sie findet sich nicht komplett hässlich, aber im Vergleich zu Vincent und anderen auch nicht wirklich hübsch, was der und einige andere natürlich anders sehen. Sie stellt keine großen Fragen. Was mich zu einem Kritikpunkt führt. Wieso sind so viele Romancharaktere so leicht zu überzeugen. Nicht nur Kate, auch ihre Schwester Georgia. Ihr Weltbild wird komplett über den Haufen geworfen und sie haben kein großes Problem sich daran zu gewöhnen? Immer wieder erstaunlich, wie schnell sich Menschen in Romanen an große Enthüllungen gewöhnen. Ich jedenfalls wäre nicht so ruhig und gelassen gewesen wie Kate. Mit ein paar mehr Fehlern, Ecken und Kanten hat Kate aber das Potential in den nächsten Bänden zu einer tollen Heldin zu werden, aber auch zu einer Mary Sue oder TSTL Heldin. In "Die For Me" war Kate aber ein Heldin, die schnell in Vergessenheit gerät, so durchschnittlich war sie.
Ähnlich erging es mir mit Vincent. Ihm mangelte es auch eindeutig an Charakter. Er war so austauschbar. Er war einfach ein netter Kerl, der innerlich sehr emotional sein kann. Aber bis auf sein natürlich grandioses Aussehen fehlte mir etwas dass ihn auszeichnet. Es war zwar sehr schön, dass er auch nicht der innerhalb von wenigen Seiten reformierte Bad Boy war, aber Amy Plum hat es nicht geschafft ihn andersweitig zu einem "Typ" zu machen, der im Gedächtnis bleibt.
Wie mit Kate und Vincent ging es mir nicht mit allen Nebencharaktern, diese blieben durch ihr Auftreten eher im Gedächtnis. Sie bleiben einfach nicht so blass wie die Protagonisten, auch wenn auch hier eindeutig Luft nach oben ist.

Ebenso wie Kate und Vincent ist auch der Plot reichlich durchschnittlich, wenn auch nicht schlecht. Ich habe kaum etwas wirklich zu kritisieren. Kate und Vincent fallen sich von Anfang an auf, aber es wird nicht sofort von der großen Liebe gesprochen. Erst zum Ende des Romans, einige Monate später, was ich persönlich doch realistisch empfinde. Manche werden es als "Liebe auf den ersten Blick" empfinden und für unrealistisch halten, aber ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man jemanden auf den ersten Blick attraktiv und interessant finden kann und es dann nicht Monate dauert bis sich so etwas wie Liebe entwickelt, sondern, dass das auch schneller gehen kann und deswegen nicht weniger Liebe ist als wenn man sich jahrelang kennt. Nichtsdestotrotz fehlt es wie den Charakteren auch der Liebesgeschichte an Tiefe. Es wird alles so oberflächlich abgehandelt, sodass es Amy Plum nicht geschafft hat mich emotional mitzureißen. Ich fand es wirklich toll, dass Kate und Vincent nicht zusammengekommen sind und bis zum Ende glücklich zusammen waren oder das die Beziehung zwischen Menschen und übernatürlichem Wesen kritisch beleuchtet wurde, das hat Amy Plum wirklich besser gemacht als andere Autoren, aber das bringt alles nicht, wenn es diesen Facetten aus Tiefgang fehlt.
Alles bleibt so seicht, auch die komplette Handlung. Sie ist recht fesselnd und spannend, konnte mich aber nie wirklich mitreißen und in ihren Bann ziehen. Der Spannungsbogen war allgemein etwas zu flach, ebenso wie der Showdown. An allen Ecken und Enden bestand Potential für mehr, aber der Endschliff fehlte, was ich wirklich schade fand.

Tja, und wen wundert es noch, wenn ich sage, dass auch Revenants, die paranormalen Wesen in diesem Roman nicht sonderlich außergewöhnlich sind. Ich wusste nicht was mich erwartet und wurde zwar überrascht, fand aber nicht, dass die Revenants jetzt so besonders sind. Sie haben ein paar Eigenheiten, die neu sind, aber als Gesamtheit sind sie einfach eine Mischung aus Schutzengel, Vampir, Immortals und wenn man ihnen glaubt, Zombies, was ich nicht ganz so unterstütze.

Gefallen hat mir allerdings das Pariser Setting, auch wenn an "Die For Me" ansonsten wenig außergewöhnlich war, so war das Setting besonders und einzigartig. Dies ist wahrscheinlich auch der einzige Punkt, der den Roman wirklich hervorstechen lässt und der ihn von anderen Jugendbüchern dieser Art abhebt.

Was am Ende übrig blieb waren ein paar ungeklärte Fragen. Wieso hat Kate so eine gute Intuition und oftmals das Gefühl andere Menschen zu kennen. Ist das einfach nur so eine Empathie-Sache, oder steckt am Ende mehr dahinter? Außerdem, wieso reagiert ihr Großvater so komisch als sie das Wort "Numa" erwähnt. Es wirkte fast so als ob er mehr darüber weiß, allerdings war dies auch der einzige Moment, indem ich das Gefühl hatte, dass er mehr weiß als er sagt. Ich bin gespannt, ob diese Dinge in den Folgebänden eine Rolle spielen, oder ob ich mir einen größeren Zusammenhang nur eingebildet habe.

Fazit:

"Die For Me" war ein schöner, wenn auch nicht außergewöhnlicher oder besonderer, paranormaler Jugendroman, der mich sehr gut unterhalten konnte. Ich freue mich schon auf die beiden Fortsetzungen, ohne jedoch auf heißen Kohlen zu sitzen und unbedingt wissen zu wollen, wie es mit Kate und Vincent weitergeht. Ein Roman für Fans von "The Mortal Instruments, "Immortal Beloved" oder "Twilight". Für mich klar lesenswert, wenn auch nicht unbedingt 100% empfehlenswert.



Bewertung: ♥ ♥ ♥ ♥


Reihe (abgeschlossen):

1) Die For Me (Von der Nacht Verzaubert)
2) Until I Die (Vom Mondlicht berührt)
2.5) Die For Her
3) If I Should Die

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Lucina

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