28. Juli 2013

Meeting ... Cinder von Marissa Meyer

[Deutscher Titel: Wie Monde So Silbern ]

Quelle: Goodreads
• Reihe: 1 von 4
• Hardcover: 387 Seiten
• Verlag: Feiwel & Friends
• Erschienen im: Januar 2012
• Sprache: Englisch
• ISBN-13: 9780312641894
• Leseprobe: auf der Autorenhomepage

Klappentext:

Humans and androids crowd the raucous streets of New Beijing. A deadly plague ravages the population. From space, a ruthless lunar people watch, waiting to make their move. No one knows that Earth’s fate hinges on one girl. . . .

Cinder, a gifted mechanic, is a cyborg. She’s a second-class citizen with a mysterious past, reviled by her stepmother and blamed for her stepsister’s illness. But when her life becomes intertwined with the handsome Prince Kai’s, she suddenly finds herself at the center of an intergalactic struggle, and a forbidden attraction. Caught between duty and freedom, loyalty and betrayal, she must uncover secrets about her past in order to protect her world’s future.
Quelle: Goodreads
Kurz und Abgehackt:

• spannend und fesselnd
• berührend und witzig
• kein großer SciFi und Technik Schwerpunkt
• Märchenneuinterpretation
• etwas für Sailor Moon Fangirls (und natürlich auch Fanboys :D)
• süße Liebesgeschichte
• sympathischer Held und starke Heldin


Lang und Ausführlich:

"Cinder" ist eine Geschichte, die mich wirklich positiv überrascht hat. Ich bin ehrlich, SciFi und Cyborgs sind eigentlich nicht so mein Fall, aber "Cinder" hat mir richtig gut gefallen. Mich persönlich hat die Geschichte an die Manga-Kurzgeschichte "Magic Shoe Shop" erinnert, die natürlich nicht die Tiefe wie "Cinder" hat (er ist auch nur knapp 50 Seiten lang), der mich mit seiner Version von Robotern/Shells aber genauso berühren konnte.

Auch wenn die Liebesgeschichte in "Cinder" keinen SO großen Platz einnimmt, hat sie mich doch überzeugen können. Dies liegt auch besonders an Kai(to). Ich liebe ihn einfach, er ist ein toller Held, der es allerdings nicht wirklich leicht hat. Ich wäre an seiner Stelle mehr als nur überfordert und würde nicht mit ihm tauschen wollen. Cinder fand ich auch sympathisch, sie ist endlich wieder eine Heldin, die ihr Schicksal in die eigenen Hände nimmt und nicht darauf wartet vom Ritter in glänzender Rüstung auf einem weißem Pferd gerettet zu werden, was mir unheimlich gut gefallen hat. Diese hilflosen, dümmlichen, einfältigen, naiven Heldinnen kann doch niemand mehr sehen! Cinder ist eine erfrischende Abwechslung, stark, aber nicht unemotional, eine Protagonistin mit der man mitfühlen und mitfiebern kann. Ich konnte mich zwar nicht so sehr mit ihr identifizieren, vielleicht auch weil ich niemals so mutig und stark wäre wie Cinder, aber ich mochte sie trotzdem sehr gerne. :-)

Ich persönlich fand die Story im Prinzip wenig überraschend, wenn man Aschenputtel und Sailor Moon kennt weiß man eigentlich schon was passieren wird, nichtsdestotrotz war die Geschichte spannend. Dies lag besonders in der Welt die Marissa Meyer geschaffen hat, es gab immer wieder etwas zu entdecken, besonders was die Lunar angeht, weshalb die Geschichte zu keinem Zeitpunkt langweilig wurde. Die Welt, die Charaktere, die Hintergrundgeschichte, alles hat mich in seinen Bann gezogen und mich von der ersten Seite bis zum Schluss fasziniert, auch wenn es mir am Anfang kurz schwer fiel mich in der Geschichte heimisch zu fühlen.

Das Ende ist eigentlich ein Cliffhanger, da "Cinder" ziemlich offen endet, da man sich allerdings vorstellen kann wie es in der Fortsetzung "Scarlet" weitergeht, sitzt man nicht ganz so sehr auf brennenden Kohlen. Ich kann jedoch jedem nur empfehlen die Fortsetzung mehr oder weniger griffbereit zu haben oder zur Not auf das Erscheinen der weiteren Bände zu warten, denn bis der letzte Band der Reihe erscheint dauert es noch einige Zeit.

"Cinder" ist auch seit längerem wieder eine Geschichte gewesen, die mich zu Tränen gerührt hat. An einer Stelle konnte ich die Tränen noch zurückhalten, aber ein paar Seiten weiter sind sie dann doch geflossen (auf ein Wiedersehen in einem der folgenden Bände kann man vielleicht hoffen). Irgendwie ist die ganze Welt so bedrückend und dunkel, nur die Hoffnung auf ein Happy End im vierten Band ist ein kleiner Hoffnungsschimmer (und ich glaube ganz fest daran, dass es am Ende ein Happy End im Märchenstil geben wird...)

Eine Sache habe ich allerdings bis zum Ende hin noch nicht ganz verstanden und zwar wie Cyborgs überhaupt existieren können. Diese Mischung aus Mensch und Roboter kann ich mir einfach nicht vorstellen. Wo hört das Blut auf und fängt das "Motoröl" an, wie kann das Gehirn ein Gehirn sein und auch ein Computer? Irgendwie verlässt mich dort mein Vorstellungsvermögen, wie Mensch und Roboter zusammenarbeiten können.


Fazit:

Vielleicht liegt mir SciFi doch etwas mehr als erwartet, bisher habe ich um das Genre einen großen weiten Bogen gemacht, aber in Zusammenhang mit Cyborgs und einer süßen Liebesgeschichte kann ich mich für das Genre doch noch erwärmen, so scheint es jedenfalls. ;-)
 

Bewertung: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥


Lunar Chronicles (4 Bände, wird fortgesetzt):

0.5) Glitches
1) Cinder
1.5) The Queen's Army
2) Scarlet
3) Cress - Anfang 2014
4) Winter - 2015

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Liebe Grüße,
Lucina

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