23. Juli 2013

Lost In ... What A Wicked Earl Wants von Vicky Dreiling

Quelle: Goodreads
Begonnen am: 10.7.2013
Letztes Update: 23.07.2013
Status: am lesen
Seite: 34 von 408

23.07.2013:

Nun habe ich mehrere Tage lang immer ein paar Seiten gelesen und kann bisher bestätigen, was ich vorher befürchtet habe: Mir schwant Böses. Bisher war ich von Vicky Dreilings Romanen immer recht angetan, trotz ihrer Schwächen, aber "What A Wicked Earl Wants" kann mich gleich zu Beginn gar nicht reizen. Es kommt einfach kein "Historical"-Gefühl auf, was immer schon Vicky Dreilings Schwäche war, aber hier wirkt alles so "out of place" und irgendwie so furchtbar lächerlich konstruiert.

Ich meine eine hübsche, junge Pfarrers-Tochter und Witwe, Laura, vom Land kommt mit 17-jährigem rebellischen Stiefsohn nach London, wo der Held den Sohn beim Saufen mit Freunden auf einer Abendveranstaltung sieht, bei der er gerade auf der Suche nach einer neuen Geliebten ist (und die mysteriöse Witwe, von der geredet wird, die aber keiner gesehen hat, wäre da doch gar nicht so unpassend, oder?). Nun ja, die Heldin sucht nun also nach ihrem Stiefsohn, der den Flachmann mit dem Alkohol versteckend, natürlich nichts schlimmes getan haben will. Der herzallerliebste Held, Bell, aus voller Sorge für die arme Frau, eine Ausrede suchend sich mit ihr zu treffen, sieht den Flachmann und will ihr nun also unbedingt davon berichten, wie ihr Sohn ihr auf der Nase herumtanzt, schließlich kann er sich nicht vorstellen, dass die überforderte, vielleicht weil hübsch und jung, das nicht selber mitbekommt, z.B. anhand eines eindeutigen Alkoholatems. Und natürlich kommt gerade nachdem die Heldinj verschwunden ist deren Patronin, Lady Atherton, vorbei, die den Helden davor warnt sich auf die Heldin zu stürzen, sie ist kein Geliebten-Material, sagt ihm aber dennoch ihren Namen, anmerkend, dass er sie ihn Ruhe lassen soll. Hallo? Das ist doch schon bescheuert. Was geht es ihn an, ob der Sohn lügt? Wieso muss er das persönlich erledigen? Wieso sagt ihm Lady Atherton den Namen, auch wenn er doch so ein schlimmer Finger ist? Sie kann auch den Flachmann nehmen und es ihr ausrichten. Das hätte ich jedenfalls getan, seine Ausrede, war doch SO offensichtlich. Sehr komisch alles. Besonders wenn man an die Zeit denkt.
Also fährt der Held zur Heldin, die ihn nicht empfangen will, weshalb er in den Raum stürmt und ihr davon berichtet. Just in dem Moment kommt natürlich der Vormund des Sohnes nach London, um seinen Neffen, um den er sich nie gekümmert hat, zu sich zu nehmen, der dringend eine männliche Hand benötigt, weil er sich, von den Eskapaden hörend, um seinen guten Ruf sorgt. Die Heldin, in großer Liebe zu ihrem Stiefsohn, macht nun das einzig (!) mögliche und erzählt ihm, im Beisein des Helden, von der Verlobung der beiden, bei dem der Held natürlich mitspielt, da die Heldin ja so schlimm erpresst wird von dem bösen, bösen Onkel. Der wird zwar skeptisch, als die beiden ihm erzählen, dass er die Verlobung geheim halten soll, geht dann aber schlussendlich doch wieder.
Da stellen sich mir zig Fragen. Der Held ist so ein schlimmer Finger, wieso ist der Vormund nicht dagegen, dass jemand mit so schlechten Ruf sich um seinen Neffen kümmert? Wieso spielt der Held mit? Er kennt sie nicht, wer sagt, dass sie ihn, reich wie Croesus, nicht in eine Ehe locken will, die er auf keinen Fall will? Oder er weiß, der Vormund muss es nicht ewig geheimhalten und was dann? Wann genau war der Vermund, noch unsympathisch wie er war, jetzt der schlimme Erpresser? Er hat sich nicht gekümmert und ist sicherlich ein unterkühlter Idiot, aber er ist der Vormund des Jungen. Er kann den Jungen nehmen und das war's. Damals war das sicherlich noch strenger als heute, dass hat nichts mit Erpressung und einem schlimmen Verhalten ihr gegenüber zu tun. Der Sohn macht Schwierigkeiten, sie bekommt sie nicht in den Griff. Punkt. Aus.

Boah, jetzt habe ich mich in Rage geschrieben, aber der Anfang ist SO lächerlich und unrealistisch und dabei WILL ich den Roman doch mögen... :(

Kommentare:

  1. Jesses. Das Buch klingt nach Altpapier...

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    1. Schrecklich, oder? Aber irgendwie bring ich es nicht über's Herz den Roman aufzugeben. ._.

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  2. Nunja, obwohl du ja nicht gerade davon schwärmst... das Cover ist wunderschön! Bleib einfach mal dran, vielleicht wird's ja noch. War bei mir schon häufig der Fall. Immer optimistisch bleiben! :)

    LG
    Nazurka

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    1. Ich mag das Cover auch sehr, die Farben sind so schön knallig. Da hast du natürlich Recht, manchmal kann eine Geschichte noch besser werden, aber manchmal fragt man sich auch, ob man das Risiko eingehen soll. Irgendwie zu Ende lesen werde ich die Geschichte bestimmt, wenn auch nur überflogen. ^^

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Liebe Grüße,
Lucina

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