11. Februar 2013

Review - One Good Earl Deserves A Lover - Sarah MacLean

Quelle: Autorenhomepage
[Deutscher Titel: - ]

• Reihe: 2 von 4
• Mass Market Paperback: 373 Seiten
• Verlag: Avon
• Erschienen am: 29. Januar 2013
• Sprache: Englisch
• ISBN-13: 9780062068538

Klappentext:

Lady Philippa Marbury is odd. The bespectacled, brilliant fourth daughter of the Marquess of Needham and Dolby cares more for books than balls, flora than fashion and science than the season. Nearly engaged to Lord Castleton, Pippa wants to explore the scandalous parts of London she's never seen before marriage. And she knows just who to ask: the tall, charming, quick-witted bookkeeper of The Fallen Angel, London's most notorious and coveted gaming hell, known only as Cross.

Like any good scientist, Pippa's done her research and Cross's reputation makes him perfect for her scheme. She wants science without emotion—the experience of ruination without the repercussions of ruination. And who better to provide her with the experience than this legendary man? But when this odd, unexpected female propositions Cross, it's more than tempting . . . and it will take everything he has to resist following his instincts—and giving the lady precisely what she wants.


Quelle: Goodreads

Kurz und Abgehackt:

• außergewöhnlicher Historical
• berühren und mitreißend
• heiß, ohne zu explizit zu sein
• unperfekte Helden, die aber dennoch sympathisch sind
• das Ende ist leider zu umständlich und hätte besser sein können


Lang und Ausführlich:

Nachdem ich in letzter Zeit sehr viele, sehr durchschnittliche Historicals gelesen habe war "One Good Earl Deserves A Lover" eine willkommene Abwechslung, denn der Roman war außergewöhnlich und besonders. Das muss nicht jeder mögen, aber mir hat es sehr gut gefallen. So kann ich z.B. meistens mit Meredith Durans Romanen wenig anfangen, die auch sehr speziell sind und sich von den typischen Historicals abheben, aber mich emotional nicht ansprechen können. "One Good Earl Deserves A Lover" konnte mich emotional mitreißen und das haben in letzter Zeit wirklich sehr wenig Historicals bzw. Romane im Allgemeinen geschafft. Die Geschichte ist nicht perfekt, konnte mich aber fesseln und berühren und das ist für mich das Wichtigste an Historicals bzw. Liebesromanen. Ich muss auch sagen, dass mich "One Good Earl Deserves A Lover" teilweise an "9 Rules" erinnert hat, aber auf positive Weise. Es ist allerdings nicht so, dass die Geschichten sich als Gesamtheit ähneln, nur manche Szenen kamen mir bekannt vor.

Auch wenn man mitten in die Story hineingeworfen wird, da der Beginn nahtlos an den Epilog des Vorgängers anknüpft, beginnt die Geschichte recht langsam. Ich fand das nicht besonders tragisch, aber ich war darüber etwas erstaunt, da eigentlich die Weichen für einen rasanten Einstieg gestellt sind. Ich meine, Pippa steht quasi in Cross' Schlafzimmer und will von ihm ruiniert werden bzw. eher etwas mehr über das Ehebett erfahren, weil ihr niemand es für notwendig erachtet ihr zu erzählen was sie erwartet. Nichtsdestotrotz ist die Geschichte heiß, sehr heiß. Und zwar auf eine Weise, die mir sehr gut gefällt. Sie landen nicht sofort im Bett und wälzen sich fortan durch die Laken, sondern es geht mehr darum die eigene Lust im Zaum zu halten. Sie will schließlich nicht entjungfert werden und er, nun ja, muss sich auch zusammenreißen. Wieso erfährt man im Roman, ist aber für mich als Außenstehende nur teilweise komplett nachzuvollziehen. Wie dem auch sei, sie müssen sich zurückhalten und dabei herauskam eine ganz besondere Liebesszene, die unglaublich heiß ist, obwohl Cross Pippa nicht ein einziges Mal berührt. Der Mann hat einfach Ahnung, wie man mit Worten umgeht. ;-)

Allgemein ist die Geschichte sehr nach meinem Geschmack. Dramatisch, emotional, mit witzigen und interessanten Wortgefechten und außergewöhnlichen Helden, die einfach wunderbar zusammenpassen. Die Chemie war einfach da, in allen Aspekten, aber ich finde, dass das Sarah MacLean sehr häufig schafft. Verwundert hat mich nur wie Penelope (die Heldin aus Band 1) hier herüberkommt... irgendwie sehr zugeknöpft. Wieso erzählt sie Pippa nicht einfach was im Ehebett passiert? Total merkwürdig und auch komisch, da ich Penelope anders in Erinnerung hatte, nicht so ernst.

Das Ende hat mir persönlich nicht so gefallen. Ich fand Cross' Sturheit und Blindheit am Ende einfach nur nervig. Das Ende hätte Sarah Maclean wirklich besser machen können, anstatt Cross wie einen Idioten darzustellen. Ich meine, Pippa sagt ihm zig Mal, dass sie ihn liebt und erst beim gefühlten 1000x kommt er zur Besinnung und ist ganz erstaunt "Was, sie liebt mich? Okay, dann ist alles anders!" Äh, was!? Argh, seine Sturheit war einfach nur dumm und für mich wurde sein Verhalten auch nicht nachvollziehbar erklärt. Eigentlich müsste er sein Happy End nur noch beim Schopfe packen und alles wäre gut, aber stattdessen wird noch kurz vormr Ende unnötig alles hinausgezögert. Das ist wirklich ein großer Kritikpunkt, aber da es kaum perfekte Historicals gibt (mir fallen spontan nur zwei Ausnahmen ein), war mir das dann am Ende auch egal.
Ansonsten hat mir Cross aber sehr gut gefallen, ich mochte, dass er zwar anfangs als Scoundrel beschrieben wird, aber in Wirklichkeit gar keine ist. Ich mochte einfach seine Art und wie er immer an Pippas Wohl denkt und seine eigenen Wünsche hinten anstellt. Ach, er ist einfach ein toller Held!

Pippa war auch eine perfekte Heldin, sie ist intelligent, hat aber Probleme im Umgang mit anderen Menschen, weshalb sie sich selbst als "seltsam" beschreibt. Sie lügt nicht und ist immer ehrlich und steht zu ihrem Wort, so z.B. auch dazu, dass sie ihren Verlobten heiraten wird. Er ist nicht besonders intelligent und sie weiß, dass sie ihn wahrscheinlich nie lieben wird, aber er ist nett und sie hat seinen Antrag angenommen und steht auch dazu, was in Bezug auf Cross natürlich zu einem Problem wird. Sie ist quasi ein Blaustrumpf+, da mir die normalen Blaustrumpf-Heldinnen oft etwas zu steif und unnahbar sind. Das war Pippa gar nicht, sie ist neugierig und macht trotz ihrer Intelligenz so einige dumme Fehler, bei denen man sie gerne geschüttelt hätte. Aber das hat auch gerne Cross übernommen. ;-)
Ich fand es aber schade, dass sie selbst von ihrer Familie nicht mehr unterstützt wird und ist daher unsicher und merkt gar nicht, was für einen tolle Person sie ist.

Fazit:

Endlich wieder ein außergewöhnlicher Historical, der mich emotional mitgenommen und berührt hat, für mich das erste Highlight in diesem Jahr.

Bewertung: 10 von 10 Bücherwürmer


The Fallen Angels - Series (wird fortgesetzt, 4 Bände)

1) A Rogue By Any Other Name
2) One Good Earl Deserves A Lover
3) No Good Duke Goes Unpunished - 27.August 2013
4) tba

Kommentare:

  1. Antworten
    1. "Slightly Dangerous" von Mary Balogh und "Secret Desires of a Gentleman" von Laura Lee Gurhke. Das sind so die einzigen Historicals, die mir einfallen, die mir wirklich von vorne bis hinten gefallen haben und wo ich nichts zu bemängeln habe, nicht mal eine Kleinigkeit :D

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    2. Von den Girl Bachelors habe ich den ersten Teil gelesen (also, die Übersetzung von Cora) und den habe ich noch sehr gut in Erinnerung!

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  2. Ich bin ja nicht so uneingeschränkt überzeugt von dem Buch; mich haben die Punkte, die du auch kritisierst, sehr viel mehr gestört als dich. Allein schon wegen des Hin und Her am Ende hätte ich abgewertet, aber es waren noch diverse andere Sachen, die mich gestört haben. Werd meine Rezension wohl morgen online stellen.

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    1. Bist du schockiert von meiner Einschätzung des Buchs? (Weil du weder hier noch auf meinem Blog was dazu gesagt hast – das ist ungewöhnlich für dich! *g*)

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    2. Sorry, ich hatte einfach keine Zeit überall zu kommentieren. :D Hatte ich aber noch vor.

      Ich bin nicht wirklich schockiert (du fandest den Roman ja auch nicht richtig scheiße, puh!) ich hatte mir schon gedacht, dass die das Ende überhaupt nicht gefällt. *g* Aber für mich war's nur ein kleiner Teil des ganzen, deswegen hat es halt die Bewertung nicht so runtergezogen. :D

      Aber unter deiner Rezi werde ich bestimmt noch kommentieren, läuft ja nicht weg. ^^

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Liebe Grüße,
Lucina

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