2. Januar 2013

Review - One Night For Love - Mary Balogh

Quelle: Goodreads
[Deutscher Titel: Nacht der Verzückung]

• Reihe: 1 von 2
• Mass Market Paperback: 375 Seiten
• Verlag: Dell
• Erschienen im: August 2011
• Sprache: Englisch
• ISBN-13: 978-0440226000
• Leseprobe: hier

Klappentext:

One reckless man . . . One passionate woman.


Enter the world of Mary Balogh—the glittering ballrooms and vast country estates of Regency-era England, where romance, with all its mystery, magic, and surprises, comes vibrantly alive.

It was a perfect morning in May . . .

Neville Wyatt, Earl of Kilbourne, awaited his bride at the altar—when a ragged beggar woman raced down the aisle instead. The cream of the ton saw him stare, shocked, then declare that this was his wife! One night of passion was all he remembered as he beheld Lily, the woman he'd wed, loved, and lost on the battlefield in Portugal. Now he said he'd honor his commitment to her—regardless of the gulf that lay between them.

Then Lily spoke her mind . . .

She said she wanted only to start a new life—wanted only a husband who truly loved her. She had to leave him to learn how to meet his world on her terms. So Lily agreed to earn her keep as his aunt's companion and study the genteel arts. Soon she was the toast of the ton, every inch a countess fit for the earl, who vowed to prove to his remarkable wife that what he felt for her was far more than desire, that what he wanted from her was much more than . . . One Night for Love.


Quelle: Goodreads

Kurz und Abgehackt:

• besser als erwartet, aber nicht perfekt
• Lily ist sympathisch, wirkt aber ebenso wie ihre Liebe etwas jung und kindisch
• Neville ist ein Idiot, ein netter Idiot, aber trotzdem ein Idiot. Seine Liebe wirkt leider unglaubwürdig.
• einige sehr sympathische Nebencharaktere, nur leider viel zu viele davon

Lang und Ausführlich:

Ich bin wirklich froh, dass ich gar keine Erwartungen an "One Night For Love" hatte. Ich dachte wirklich, die Geschichte würde mir überhaupt nicht gefallen, aber durch die geringen Erwartungen wurde ich wirklich positiv überrascht. Die Geschichte ist nicht perfekt, konnte mich aber im Gegensatz zu vielen Baloghs von Anfang an bis (fast) zum Ende fesseln (das letzte Stück war mir dann doch etwas zu langatmig, aber die restliche Geschichte war spannend). Außerdem mochte ich Lily als Heldin unglaublich gerne, viel lieber als Neville und das passiert bei Romanen unglaublich selten. Also das ich die Protagonistin lieber mag als den Protagonisten. Ich hatte mir am Anfang aber etwas anderes unter der Grundidee vorgestellt. Eher so in Richtung: Lily war seine große Liebe und nur aus Pflichtgefühl will er Lauren heiraten, empfindet aber nichts für sie. Ich dachte also eher, dass Neville nach Lily's vermeindlichen Tod untröstlich war und war doch etwas erstaunt, dass dem dann doch nicht so war. Nichts von großer Liebe. Keine große Trauer. GAR NICHTS! (Und ja, das hat mich von Neville's Seite aus aufgeregt, dazu aber gleich mehr.)
Die Idee hinter der Geschichte ist aber prinzipiell gut, wenn auch nicht zu meiner Zufriedenheit ausgeführt, die Charaktere und deren Vergangenheiten haben Tiefgang, es gab überraschende Wendungen, einige tolle Nebencharaktere (wenn auch viel zu VIELE Nebencharaktere insgesamt!). Die Geschichte hat mich an eine Mischung aus "Was Mädchen wollen" und "Aschenputtel" erinnert, also ist genau für mich gemacht.

Also was hat mich gestört. Die unrealistische Liebesgeschichte. Besonders Neville habe ich es überhaupt nicht abgekauft, dass er Lily am Anfang geliebt hat. Das hat mich echt überrascht. Neville, du Idiot! Erst sagt er, er hat sie geliebt (Vergangenheitsform) und ich hatte schon Starcrossed Lovers erwartet, aber Pustekuchen. Nach 1 1/2 Jahren liebt er sie also nicht mehr. Schön. Dann plötzlich will er sie doch die ganze Zeit geliebt haben. Haha, das habe ich nun wirklich nicht geglaubt, weil ich ihm erst gar nicht geglaubt habe, dass er Lily wirklich richtig geliebt hat. Also mehr als nur "Ich mag sie", "Sie ist besonders" blabla, so richtig, richtig geliebt. Nee, die richtig großen Gefühle habe ich ihm bis zum Ende nicht abgekauft. Am Ende habe ich zwar geglaubt, dass er sie liebt, wenigstens ein bisschen, aber die Entwicklung gesehen, wieso es dazu kam, das habe ich leider nicht. Besonders schade fand ich es, dass es so rüber kam, als ob er tatsächlich froh gewesen wäre, wenn sie nicht zurückgekehrt oder tot wäre und er Lauren geheiratet hätte, anstatt Lily wiederzufinden. Oder das sie ihm peinlich war oder das er die Heirat bereut hat, also 100% glücklich über ihre Rückkehr schien er nicht gewesen zu sein. Und wie er dann auch dauernd über Lauren und Gwen und alle anderen nachdenkt. Er ist ja ein lieber Typ, aber ganz ehrlich, er schläft mit Lily und denkt daran, wie Lauren und die anderen unter der Situation leiden? Bitte!? Lily hat echt jemand besseren verdient gehabt, aber hat sie nicht bekommen und am Ende ging das schon klar, so einigermaßen.

Wie schon gesagt Lily mochte ich und ihr habe ich ihre Liebe auch mehr abgekauft. Mein einziges Problem war, dass sie selbst immer sehr jung wirkte, eher wie 16 als wie fast 21 und ihre Liebe zu ihm auch eher kindisch rüberkam. So als ob sie ihn als Held anbettet und zu ihm hochschaut, wie sie es als Kind getan hat, und sich daran irgendwie nichts geändert hat. Das war etwas merkwürdig, weil sie etwas zu jung und trotz ihrer Erfahrungen unreif wirkte. Sympathisch war sie aber trotzdem.


Fazit:

Eine nette, tiefgründige Geschichte, die aber leider was die Glaubwürdigkeit der Liebesgeschichte angeht etwas versagt hat.

Bewertung: 7 von 10 Bücherwürmer


Bedwyn Prequels (abgeschlossen, 2 Bände):

1) One Night For Love
2) A Summer To Remember

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Liebe Grüße,
Lucina

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