28. Januar 2013

Review - Confessions from an Arranged Marriage - Miranda Neville

Quelle: Goodreads
[Deutscher Titel: - ]

• Reihe: 4 von 4
• Mass Market Paperback: 373 Seiten
• Verlag: Avon
• Erschienen am: 27. März 2012
• Sprache: Englisch
• ISBN-13: 9780062023056
• Leseprobe: Autorenhomepage

Klappentext:

They couldn't be more different—but there's one thing they agree on...

In London after a two-year exile, Lord Blakeney plans to cut a swathe through the bedchambers of the demimonde. Marriage is not on his agenda, especially to an annoying chit like Minerva Montrose, with her superior attitude and a tendency to get into trouble. And certainly the last man Minerva wants is Blake, a careless wastrel without a thought in his handsome head.

The heat and noise of her debutante ball give Minerva a migraine. Surely a moment's rest could do no harm . . . until Blake mistakes her for another lady, leaving Minerva's guests to catch them in a very compromising position. To her horror, the scandal will force them to do the unthinkable: marry. Their mutual loathing blazes into unexpected passion but Blake remains distant, desperate to hide a shameful secret. Minerva's never been a woman to take things lying down, and she'll let nothing stop her from winning his trust . . . and his heart.


Quelle: Goodreads

Kurz und Abgehackt:

• komplizierte Liebesgeschichte, da die Charaktere nicht miteinander reden
• die Protagonisten harmonisieren nicht miteinander
• zu wenig Dramatik und Romantik
• die Heldin wirkt sehr verbissen und nicht so sympathisch wie erwartet
• sehr, sehr unerotische Liebesszenen

Lang und Ausführlich:

Der Anfang war wirklich gut, da hatte ich noch die Hoffnung, dass Miranda Neville bei diesem Roman endlich das Potential der Geschichte ausschöpft, allerdings wurde es danach viel zu kompliziert und umständlich. Ich glaube, die Autorin kann keine Liebesgeschichten schreiben, in denen die Protagonisten sich so benehmen, dass sie ihr Leben nicht unnötig verkomplizieren! Die beiden Protagonisten hätten ihre Beziehung auch viel schneller lösen können, wenn sie denn miteinander geredet hätten, wenigstens so ein kleines bisschen. Man muss ja nicht gleich dem anderen sein Herz ausschütten, aber sie hätte sich eindeutig mehr anstrengend können ihr Leben zu vereinfachen. Aber wieso einfach, wenn es auch umständlich geht.

Richtig glauben konnte ich am Ende übrigens nicht, dass die beiden sich lieben, es kam zu überraschend. Man konnte einfach nicht sehen, wann sich die Gefühle entwickelt haben sollen, besonders da die beiden in meinen Augen nicht wirklich zusammen gepasst haben. Als Liebespaar waren mir die beiden einfach zu unterschiedlich und die Autorin hat es nicht geschafft mir zu vermitteln, dass die beiden sich dennoch lieben. Gegensätze können sich anziehen, nur in diesem Fall habe ich das als Leser anders empfunden. Interessant war aber auch das Fehlen von Dramatik in der gesamten Geschichte. Es läuft irgendwie doch alles recht glatt ab, wenn man von den typischen "Ich rede einfach nicht mit dir über meine Probleme"-Problemen absieht, die einen Großteil der Beziehungsproblematik ausmachen. Sie machen sich ihre Probleme wirklich selber. Manchmal hätte ich mir gewünscht, dass es noch anderweitige Probleme gegeben hätte, die Möglichkeiten wären da gewesen, z.B. was das Verhalten von Blakes Eltern gegenüber Minerva angeht und die Juwelen. Ich hatte die ganze Zeit darauf gewartet, dass solche Dinge noch einmal wichtig werden, werden sie aber nicht, leider.

Blakes Geheimnis war auch von anderer Natur als ich gedacht hätte. Ich fand es komisch, dass er ab kurz nach dem Anfang nicht mehr wie der Blake aus
"The Dangerous Viscount" wirkte, sondern wie ein anderer Mensch. Sympathischer, auch wenn ich immer noch den Idioten-Blake aus dem zweiten Band vor Augen hatte und der war alles andere als sympathisch, sondern hohl und oberflächlich. Für mich waren das zwei Personen in einer Person und das hat mich irgendwie verwirrt, weil ich nicht wusste, wie ich ihn wirklich einschätzen soll.

Minerva war leider unsympathischer als noch in "The Dangerous Viscount". Dort war sie erfrischend anders und intelligent, weshalb ich mich sehr auf ihren Roman gefreut habe. Hier kam sie mir meist etwas überambitioniert vor, zu verbissen, eben wie eine Karrierefrau, die nur an den Erfolg bzw. hier die Politik denkt und für die sonst nichts zählt. Unschön. Nichts gegen Ziele im Leben, aber ich mag keine Menschen, die nicht nach links und rechts schauen und sich nur auf ihr Ziel fixieren.

Die erste Liebesszene war aber überraschend anders, realistischer als sonst würde ich sagen, aber nicht unbedingt Liebesromanstandardkost. Interessant. Sagen wir es so, Minerva war nicht so begeistert wie man das sonst von Heldinnen in Liebesromanen kennt. Aber auch als es Minerva endlich besser gefällt kam bei mir nichts an, die Szenen waren so unerotisch und unterkühlt wie ich es sonst selten gelesen habe. Irgendwie konnte ich ehrlich gesagt auch nicht glauben, dass Blake der Überliebhaber sein soll... Really? Blake? DER Blake? Ich weiß nicht, da haben andere schon mehr Finesse gezeigt, die weniger Erfahrung hatten... ;-)

Fazit:

Die Geschichte hatte Potential, allerdings hatte ich mir nach Band 2 der Reihe erhofft, dass die Charaktere besser zusammenpassen. Dies war für mich aber leider nicht der Fall, sie sind für mich immer noch wie Feuer und Eis, was die Liebesgeschichte in meinen Augen unglaubwürdig gemacht hat. Es fehlte der Geschichte einfach an Spritzigkeit und Romantik...


Bewertung: 6 von 10 Bücherwürmer



The Burgundy Club (abgeschlossen, 4 Bände)

0.5) A Gift For A Princess
1) The Wild Marquis
2) The Dangerous Viscount
3) The Amorous Education of Celia Seaton
4) Confessions from an Arranged Marriage
+ Kurzgeschichte in "Once Upon A Ballroom"

Kommentare:

  1. Ich kann mir nicht helfen, aber ich werd den Eindruck nicht los, dass man die Autorin getrost ignorieren kann … Klingt irgendwie GAR NICHT verlockend!

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    1. Ich glaube entweder man mag den Erzählstil, ihre Geschichten sind ja alle von der Liebesgeschichte her sehr umständlich geschrieben, oder nicht. Ich find's jetzt auch nicht so berauschend, habe aber auch schon deutlich nervigere und schlechtere Historicals gelesen... Du müsstest es z.B. einfach mal bei "The Dangerous Viscount" ausprobieren... Richtig empfehlen kann ich dir die Autorin aber nicht, ich glaube schon, dass du teilweise echt sehr genervt sein wirst ^^

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Liebe Grüße,
Lucina

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