27. Dezember 2012

Review - The Wild Marquis - Miranda Neville

Quelle: Goodreads
[Deutscher Titel: - ]

• Reihe: 1 von 4
• Mass Market Paperback: 372 Seiten
• Verlag: Avon
• Erschienen im: März 2010
• Sprache: Englisch
• ISBN-13: 978-0061808708
• Leseprobe: hier

Klappentext:

The Marquis of Chase is not a reputable man.

He is notorious for his wretched morals and is never received in respectable houses. The ladies of the ton would never allow him in their drawing rooms... though some of them have welcomed him into their bedchambers. Ejected from his father’s house at the age of sixteen, he now lives a life of wanton pleasure. So what could the Marquis of Chase possibly want with Juliana Merton, a lovely, perfectly upstanding shopkeeper with a mysterious past?

A moment’s indiscretion?
A night’s passion?
Or a lifetime of love?

Even the wildest rakes have their weaknesses ...


Quelle: Goodreads
Kurz und Abgehackt:

• eine Reihe über Büchersammler = super Idee
• erste Hälfte zäh und ohne Tiefgang = keine super Idee
• zweite Hälfte interessanter = prima Idee
• oberflächliche Liebesgeschichte = unemotionale Idee
• Potential nicht genutzt = verbesserungswürdige Idee


Lang und Ausführlich:

Eine Reihe über Büchersammler müsste mir eigentlich gut gefallen, habe ich mir jedenfalls beim Kauf gedacht und habe damit zumindest nicht gänzlich falsch gelegen. Auch wenn mir "The Wild Marquis" jetzt nicht so gut gefallen hat wie erwartet werde ich der Autorin mit dem zweiten Band der Reihe bestimmt noch eine Chance geben, denn die Geschichte hatte Potential und die Idee hinter dem zweiten Band der Reihe klingt auch sehr viel versprechend.

Ein Problem, dass ich mit "The Wild Marquis" hatte war, dass die erste Hälfte extrem zäh zu lesen war. Es ist kaum etwas passiert, außer, dass über die bevorstehende Bücherauktion geredet wurde und auch über die Protagonisten hat man wenig erfahren. Nachdem dann aber deren Vergangenheit etwas mehr in den Vordergrund gerückt ist wurde auch die Geschichte deutlich spannender. Sie war jetzt nie nervenaufreibend spannend, konnte mich aber ab diesem Zeitpunkt mehr oder weniger fesseln. Ich muss sagen, dass ich Julianas Vergangenheit wirklich sehr interessant und auch überraschend fand (im Gegensatz dazu war es aber sowas von unüberraschend wer der Täter ist), allerdings fehlte mir bei Cain/John/Chaste etwas die Tiefe. Seine Geschichte hatte Potential, die Ideen z.B. mit Amnon waren klasse, aber ich war etwas enttäuscht, dass Neville dann doch so wenig tiefgründig auf ihn eingegangen ist, da hätte man viel, viel mehr Emotionen herausholen können. Mir war das einfach zu seicht, das ganze blieb mir zu sehr an der Oberfläche. Zudem fand ich seine Mutter ziemlich erschreckend, sie wirkte tatsächlich psychisch total labil und verrückt. Ich war ehrlich gesagt etwas schockiert als ich die Szene mit ihr gelesen habe, aber auf der anderen Seite war es auch sehr traurig, wie gebrochen sie doch schien. Ach, wirklich zu schade, so viel Potential wurde einfach verschenkt, weil zu seicht und oberflächlich auf die Thematiken eingegangen wurde. Während der Anfang viel zu langatmig war fühlte sich das Ende so fast schon zu überhastet an, zumindest auf der Gefühlsebene.

Ebenso ging es mir bei der Liebesgeschichte. Sie konnte mich emotional nicht wirklich packen, weil ich nicht nachvollziehen konnte, wieso die beiden sich lieben. Also so richtig lieben lieben und nicht nur einfach mögen und gern haben. Es war einfach zu seicht, eben wie auch die restliche Geschichte ohne tiefere Emotionen, auch wenn die Ideen von Neville an sich echt gut waren.

Cain/John, ich weiß gar nicht wie ich ihn nennen soll, hat mir sehr gut gefallen. Auch wenn er nach Außen wie ein unverantwortlicher Lebemann wirkt ist er doch im Herzen ganz anders und das fand ich sehr sympathisch. Im Gegensatz dazu fand ich Juliana eher nervig, ich weiß nicht genau wie so, aber sie war mir irgendwie unsympathisch. Ihre ganze Art sollte wohl perfekt und engelshaft rüberkommen, aber ich fand sie zu perfekt, um sympathisch zu sein. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass sie sich nicht um die Gefühle anderer schert und sich daher manchmal wie ein Elefant im Porzellanladen benimmt. Ehrlich gesagt kann ich nicht ganz verstehen, was Cain an ihr findet.

Außerdem fand ich die Sache mit der Verhütung merkwürdig. Beim ersten Mal wird das ganze noch thematisiert und danach wird nicht mehr verhütet oder es wird einfach nicht schlicht weg nicht mehr erwähnt? Ich meine, wann hätte sie beim zweiten Mal Zeit gehabt einen Schwamm einzuführen? Oder in der Kutsche? Wenn die Autorin damit anfängt muss sie es auch konsequent zu Ende führen, ist jedenfalls meine Meinung. Ich hätte es zumindest gut gefunden, wenn beide im Zuge großer Leidenschaft vergessen hätten zu verhüten, dass hätte zumindest eine nette Abwechslung geboten.

Fazit:

Potential ist da, die Umsetzung ist aber nicht gut gelungen.
 

Bewertung: 5 von 10 Bücherwürmer


The Burgundy Club (abgeschlossen, 4 Bände)

0.5) A Gift For A Princess
1) The Wild Marquis
2) The Dangerous Viscount
3) The Amorous Education of Celia Seaton
4) Confessions from an Arranged Marriage
+ Kurzgeschichte in "Once Upon A Ballroom"

Kommentare:

  1. Na, das klingt ja wieder mal wenig vielversprechend – dabei hab ich das Buch auf meiner Wunschliste, weil Band 2 nämlich hier liegt. Vielleicht lass ich Band 1 einfach aus … ?!

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    1. Vielleicht gefällt dir der erste Band ja besser als mir. ;-)
      Ich glaube aber, dass du ihn auch ohne Probleme auslassen kannst, der Held aus dem ersten Band wird zwar eingeführt, es wird aber nicht viel über ihn erzählt, außer dass er ein eher unschönes Bild von Frauen hat. ^^
      Band 2 gefällt mir was die Story angeht zumindest was den Klappentext angeht, aber schon einmal besser als Band 1, also vielleicht Band 2 lesen und zur Not Band 1 nachschieben, wenn die Band 2 richtig, richtig gut gefallen hat?

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Liebe Grüße,
Lucina

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