10. September 2012

Review - Practice Makes Perfect - Julie James

Quelle: Goodreads
[Deutscher Titel: - ] 

• Mass Market Paperback: 291 Seiten
• Verlag: Berkley Sensation
• Erschienen am: 3. März 2009
• ISBN-13: 9780425226742
• Leseprobe: hier

Klappentext:

When it comes to the laws of attraction, there are no rules The battle between the sexes is about to make these two lawyers hot under the collar. Opposites collide when two lawyers try to make partner at the same firm. Payton Kendall is a feminist to the bone. Cocky J.D. Jameson was born privileged. But when they're asked to join forces on a major case, they gain a newfound awareness of each other's personal assets. The partnership spot will be offered to only one of them, though. The competition heats up. Sparks fly. Let the games begin.





Kritik:

Mein erster Roman von Julie James und einer der wenigen Contemporary Romance Romane, die ich wirklich gut fand. Die Geschichte zieht sich zwar etwas und könnte den ein oder anderen Leser langweilen, denn selbst für mich als Fan des Romans war "Practice Makes Perfect" zeitweise nicht sonderlich spannend oder fesselnd. Dafür mochte die beiden Protagonisten allerdings so sehr, dass ich trotz der teilweisen Zähigkeit der Handlung einfach weiterlesen musste, da ich unbedingt wissen wollte wie es mit den beiden weitergeht.  Insgesamt kommt die Geschichte ohne Höhepunkte oder Glanzpunkte aus, es gibt keine großen Konflikte, jedenfalls keine die lange Bestand haben und auch keine große Dramatik, nichtsdestotrotz konnte mich die Geschichte unterhalten. Dass die gesamte Geschichte auf einem Missverständnis aufbaut, wird bestimmt einigen Lesern missfallen, mich selber hat es jedoch weniger gestört. Wer also zu "Practice Makes Perfect" greift sollte darauf gefasst sein.

Für mich war "Practice Makes Perfect"  kein besonders origineller oder anspruchsvoller Roman, den man unbedingt gelesen haben sollte, aber unterhaltsam. Da ich ansonsten sehr wenig Contemporary Romances lese und daher kaum Vergleiche habe, kann ich den wahren Wert von "Practice Makes Perfect" als Contemporary Romance Roman allerdings auch nicht richtig einschätzen. Mir als Contemporary Neuling sozusagen hat die Geschichte aber gut gefallen. Die Charaktere waren ansatzweise tiefgründiger als bei einem durchschnittlichen Contemporary Romance Roman a la Harlequine oder Cora (auch wenn ich mich mit diesen auch nicht sonderlich gut auskenne), aber Story ungefähr genauso aufgebaut wie man das auch solchen Heftromanen kennt, aber die sympathischen Charaktere und der Humor machen  "Perfect Makes Perfect" für mich aber dennoch zu einem tollen Roman, den ich gleich wieder lesen könnte. Außerdem ist das Ende so schön romantisch-kitschig, also genauso wie ich es mag.

Die Referenzen zu "Pride and Prejudice" haben im übrigen auch sehr gut gepasst, denn den beiden steht eindeutig ihr Stolz und auch auf Paytons Seite einige Vorurteile im Weg. Und wie viele Wissen, liebe ich "Pride and Prejudice" über alles! Noch ein Pluspunkt. Payton und J.D sind trotz ihrer Schwächen (Stolz und Vorurteile) unglaublich sympathisch, ich hätte am liebsten mehr von ihnen erfahren. Ich fand besonders Payton sehr erfrischend, sie ist nicht das kleine graue Mäuschen, dass sich unterbuttern lässt und dem typischen Frauenklischee in Liebesromanen entspricht.

Was mich etwas gestört hat, was vielleicht aber andere noch mehr stören wird als mich waren die vielen Missverständnisse, wie schon oben angedeutet. Ein Missverständnis bedingt das nächste und eigentlich besteht die ganze Geschichte nur aus Missverständnissen, hätten die beiden früher miteinander geredet und ihren Stolz etwas zurückgesteckt hätten sie viel früher glücklich werden können. Ich finde in diesem Fall die ganzen Missverständnisse aber gar nicht so negativ waren, etwas weniger wäre zwar mehr gewesen, aber insgesamt wurde die Geschichte dadurch berührender und J.D (wie heißt er eigentlich mit vollem Namen?) und Payton konnten mir so noch mehr ans Herz wachsen. Die Handlung hat zwar so etwas an Realismus verloren, war aber dennoch sehr unterhaltsam.

Auch wenn ich so etwas selten kritisiere so muss ich es hier dennoch machen, "Practice Makes Perfect" ist leider nicht besonders erotisch, wie Payton sagt ist alles PG-13. Ich mag und brauche zwar auch keinen großen Erotikanteil, aber ein bisschen mehr wäre schon schön gewesen. Aber der einen Seite bin ich dann auch wieder froh, dass der Sex nicht die Hauptrolle spielte, denn in den nächsten Romanen von Julie James geht es immer heißer zur Sache (ich hoffe der Trend setzt sich nicht fort) und diese Romane haben mir dann allesamt weniger gut gefallen.

Was mich mit einigen Fragezeichen zurückgelassen hat waren die ganzen juristischen Fachbegriffe, die mir fast alle nichts gesagt haben, wodurch sich dann die entsprechenden Szenen etwas zäh lasen. Ich konnte mir einiges zwar aus dem Zusammenhang erschließen, aber da mir teilweise das nötige Vokabular fehlte habe ich sicher einiges falsch verstanden, wodurch der Lesespaß etwas gelitten hat. Einiges hätte ich zwar nachschlagen können, dafür fehlte mir aber zugegebenermaßen die nötige Lust. ;-)

Fazit:

Eine locker-flockige humorvolle Liebesgeschichte, mit unglaublich sympathischen Charakteren, die wunderschön romantisch-kitschig ist: eine wunderbare Geschichte für Zwischendurch und zum Wohlfühlen. Besonders die kleinen, äußerst unterhaltsamen und witzigen Streitigkeiten zwischen den beiden Protagonisten haben mir gefallen.

Bewertung: 9 von 10 Bücherwürmer


Kommentare:

  1. Hach ja, das war ein äußerst unterhaltsames Buch! Und, bitte, die Szene mit dem Taxifahrer - die war doch grenzgenial, nicht?
    Liebe Grüße,
    evi

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    1. Ich konnte mich nur noch vage an die Szene erinnern und musste die erst einmal wieder suchen/nachlesen. Aber stimmt, die Szene fand ich auch ziemlich gut, das mit dem Taxifahrer kam einfach so überraschend. :D Aber ich mochte es allgemein als vorher über P&P geredet wurde, ich liebe die Geschichte einfach. ^^

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Liebe Grüße,
Lucina

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