9. August 2012

Review - The Raven Prince - Elizabeth Hoyt

Quelle: Goodreads
[Deutscher Titel:  Aphrodites Schwester | Die schöne mit der Maske]

Klappentext:
 
Widowed Anna Wren is having a wretched day. After an arrogant man on horseback nearly crushes her, she arrives home to learn that she is in dire financial straits.

There comes a time in a lady's life ...

The Earl of Swartingham is in a quandary. Having frightened off two secretaries, Edward de Raaf needs someone who can withstand his bad temper and boorish behaviour.

When she must do the unthinkable...

When Anna becomes the earl's secretary, it would seem that both their problems are solved. But when she discovers he plans to visit the most notorious brothel in London, she sees red - and decides to assuage her desires ...


Kritik:

Ich muss sagen, dass mir "The Raven Prince" deutlich besser gefallen hat als "Wicked Intentions" und mir auch insgesamt gut gefallen hat. Allerdings hat die Geschichte nicht 100% meinen Geschmack getroffen, weshalb der Roman am Ende keine höhere Bewertung von mir erhalten hat. Am Ende gilt für "The Raven Prince" was auch für alle anderen Rezensionen gilt, jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er die Geschichte lesen möchte, ich kann sie empfehlen, aber sie wird sicher nicht jedem gut gefallen.

Die Handlung an sich fand ich insgesamt recht gut, leider war der Anfang etwas langatmig und der Mittelteil für meinen Geschmack zu wenig romantisch. Die Sache mit dem Bordell hat mich gestört, irritiert und irgendwie meine Stimmung zerstört, vielleicht auch weil mir die Liebesszenen sprachlich nicht so zugesagt haben. Wieso kann ich gar nicht sagen, aber bei mir kam während es Lesens einfach keine Stimmung auf, sie haben mich leider eher kalt gelassen, obwohl sie natürlich ziemlich erotisch waren. Allgemein hat es Elizabeth Hoyt nicht wirklich geschafft Emotionen in mir zu wecken, auch wenn mir die Geschichte gefallen hat, hat mich besonders Anne komplett kalt gelassen und ich habe nicht wirklich mit den Charakteren mitgefiebert, was ich sehr schade fand, denn besonders Edward war ein super Held und mir sehr sympathisch. Auch wenn er teilweise sehr unterkühlt wirkte, war er aber in Wirklichkeit einsam. Ich mochte seine temperamentvolle und aufbrausende Art, fand es aber schön, dass er im Inneren eigentlich ein netter Kerl ist. Diese Mischung hat ihn zu einem perfekten Helden gemacht, für einen Historical. Zudem fand ich es sehr gut, dass er durch seine Pockennarben nicht perfekt aussah und keiner dieser attraktiven Schönlinge war, auch wenn er natürlich unten herum genauso gut gebaut wie die typischen Helden in Liebesromanen oder vielleicht sogar noch besser. ;-)
Wie oben schon erwähnt, hat mich Anne kalt gelassen. Sie war mir zu blass, zu langweilig, einfach zu durchschnittlich. Nicht menschlich durchschnittlich, sondern einfach eine dieser typischen Historical-Heldinnen. Sie ist die anständige und sittsame Witwe, nett und herzlich, so hilfsbereit, dass sie sich selbst um erkrankte Prostituierte kümmert oder ein Dienstmädchen aufnimmt, obwohl sie selbst eigentlich kein Geld hat. Ist aber auch eigensinnig und spricht immer aus was die denkt. Und wenn sie die Chance hat, geht sie auch in ein Bordell, um Edward maskiert zu treffen, und mit ihm zu schlafen und lernt dort natürlich ihre vorhandene sinnliche Seite kennen, die sie zuvor unterdrückt hat. Ich weiß nicht, alles passte einfach nicht in eine einzige Frau. Sie hat mich einfach nicht berührt, sie war mir egal.

Vielleicht war es am Ende auch die Bordell-Sache, die mich am meisten gestört hat. Für mich stellte sie irgendwie einen Bruch im Handlungsstrang dar. Das Anne dem Angebot mit ins Bordell zu kommen zustimmt und das er Anne im Prinzip betrügt (mit ihr und obwohl sie natürlich nicht zusammen waren). Es ist nicht so, dass mir deshalb eine Geschichte nicht gefällt, aber in "The Raven Prince" hat es bei mir irgendwie alle Romantik zerstört und  das ist mir bei einem Historical nun einmal am Wichtigsten.

Wie auch schon bei "Wicked Intentions" hat mir hier wieder diese kleine Märchengeschichte am Anfang jedes Kapitels besser gefallen als die eigentliche Geschichte an sich. Bei "Wicked Intentions" war es diese wunderschöne Geschichte vom "King Lockedheart" und hier vom "Raven Prince". Letzteres ist eine wunderbare Mischung aus Amor und Psyche, das singende klingende Bäumchen, Die Schöne und das Biest und anderen Sagen und Märchen. Also im Prinzip keine originelle Geschichte, aber deshalb nicht weniger schön. Meiner Meinung nach könnte Elizabeth Hoyt das mit dem Historical schreiben auch sein lassen und lieber Sammlungen solcher Geschichten auf den Markt bringen. ;-)

Fazit:

"The Raven Prince" ist sicherlich ein guter Historical, für manche vielleicht sogar ein perfekter, aber leider nicht für mich. Für mich ist die Geschichte "nur" gut und das besonders durch das Märchen des "Raven Prince" und dem zumindest äußerlich außergewöhnlichem Helden Edward. Emotional haben mich aber sowohl ein Großteil der Geschichte als auch die Heldin Anne kalt gelassen, weshalb ich der Geschichte einfach keine bessere Bewertung geben kann.

Bewertung: 7 von 10 Bücherwürmer


Princes - Trilogy (3 Bände + Novella, abgeschlossen): 

1) The Raven Prince 
2) The Leopard Prince
3) The Serpernt Prince
4) The Ice Princess (Novella)

Leseprobe: hier

Kommentare:

  1. Ich kann gut nachvollziehen, dass Hoyts Romane nicht jedermanns Sache sind - sie sind einfach ein bisschen sperrig. Ich mag sie alllerdings gern! :)

    Die Bordell-Sache fand ich auch ein bisschen übertrieben und höchst verzichtbar, wirklich gestört hat sie mich aber auch wieder nicht; zumindest nicht so sehr, dass sie das Buch für mich großartig abgewertet hätte.

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    1. Ich werde erst einmal noch die anderen beiden Teile der Trilogie lesen und dann weiß ich, ob ich mit Hoyt allgemein nichts anfangen kann oder ich einfach zwei Romane von ihr gelesen habe, die mir zufälligerweise nicht 100% gefallen haben. ^^

      Die Bordell-Sache hat mich irgendwie komplett aus dem Lesefluss herausgebracht, weil mir das alles zu abrupt kam und danach kam ich nicht mehr wirklich in die Geschichte rein. Daher auch die eher schlechte Bewertung, denn wäre ich danach wieder in die Geschichte reingekommen, hätte ich wahrscheinlich auch etwas mehr gegeben, aber so echt schade. Aber so ist das manchmal... ^^

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Liebe Grüße,
Lucina

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