10. Mai 2012

Review - Spellcaster - Cara Lynn Shultz

Quelle: Goodreads
[Deutscher Titel: -]

(Wie schon bei meiner letzten Rezension entfallen Buchinformationen & Klappentext, diese werde ich vielleicht irgendwann nachreichen, wenn ich wieder mehr Zeit habe. Ebenso fehlt die Verlinkung zu "Meine Reihen" und in den Rezensionsindex... )
 
Kritik: 

Für mich ist "Spellcaster" eine komplett unnötige Fortsetzung, "Spellbound" war gut so wie es war und zwar als Einzelband, eine Fortsetzung war meines Erachtens überhaupt nicht notwendig. In diesem Fall kommt noch hinzu, dass "Spellcaster" viel, viel schlechter ist als sein Vorgänger und damit für mich persönlich der gesamten Reihe nur schadet. "Spellbound" mag vielleicht kein Meisterwerk gewesen sein oder ist ansonsten durch Originalität oder super innovative Ideen herausgestochen, aber die Geschichte hat mich sehr gut unterhalten und ich mochte die Charaktere, dies alles fehlte mir bei "Spellcaster", auch wenn ich dem Roman am Ende doch recht zügig durchgelesen habe.

Ich habe "Spellcaster" vor ein paar Monaten als eArc über NetGalley gelesen, das erste und einzige Mal, dass ich dort einen Titel angefragt habe, weil ich einfach nicht mehr auf die Fortsetzung von "Spellbound" warten wollte, ich war zwar von Anfang an skeptisch, da "Spellbound" gar keine Fortsetzung nötig gehabt hätte, habe mich aber trotzdem auf einen weiteren Roman mit Brendan und Emma gefreut. Auch wenn ich am Ende enttäuscht wurde, habe ich mir inzwischen dennoch die Taschenbuch-Version von "Spellcaster" gekauft (allerdings nur, weil ich "Spellbound" so mochte und die Reihe vollständig besitzen wollte), die optisch wirklich sehr schön zum Vorgänger passt, wobei mir "Spellbound" dann aber doch noch etwas besser gefallen hat. Diese grünen Etwas hinter dem Covermodel sahen für mich übrigens immer aus wie Feenflügel, was eigentlich zu "Spellcaster" gar nicht gepasst hätte, als ich dann das Taschenbuch in den Händen hielt fiel mir erst auf das dieses grüne Etwas ein Schal ist. Wie konnte ich das vorher immer für Flügel halten!? XD

So, nun aber zu den großen Kritikpunkten von "Spellcaster". Zum einen gefielen mir plötzlich die Protagonisten überhaupt nicht mehr, beide waren mir noch im Vorgänger sehr sympathisch, davon habe ich in diesem Teil leider überhaupt nichts mehr gespürt. Was hat Cara Lynn Shultz aus den beiden gemacht, ich weiß es wirklich nicht, für mich war es jedenfalls nicht positives.
Erst einmal zu Brendan. Er ist mir einfach viel zu aggressiv gewesen, dauernd redet er immer nur davon alle umzubringen, die Emma etwas antun wollen, dass hat mir überhaupt gar nicht gefallen, denn so kam er mir manchmal fast wie ein aggressiver Psychopath vor, nicht sehr toll also. Im ersten Teil war er zwar auch schon leicht aggressiv und unbeherrscht, aber eher in Situation in denen Emma wirklich in Gefahr war, aber hier schlägt er wegen Kleinigkeiten brutal zu. Also ich will keinen Freund,der eine Schlägerei anfängt, weil jemand mich Schlampe nennt (und es klar ist, dass dieser Gegenüber dies nur sagt, um ihn zu provozieren und es gar nicht gegen mich ginge!). Dadurch war mir Brendan irgendwie unsympathisch und auch mit Emma kam ich nicht so recht klar. 
Ich hab mich oft gefragt, wieso Emma es gar nichts auszumachen scheint, dass Brendan manchmal so gewalttätig reagiert, im ersten Band hatte sie noch große Probleme mit Gewalt und hier hat sie scheinbar kein Problem mehr damit, sondern reagiert manchmal ebenso wie Brendan, nicht so extrem natürlich, aber ich hatte schon das Gefühl, dass sie sich bei ihm etwas in diese Richtung abgeschaut hat. Und eines ist natürlich auch klar, egal was Brendan macht Emma macht es nichts aus, Brendan ist ja schließlich ihr Soulmate und kann sich deshalb alles erlauben, so kam es mir jedenfalls vor. Emma ist nicht sauer oder ähnliches, auch wenn Brendan früher mit allem rumgesexelt hat was willig und nicht bei drei auf den Bäumen war. Hallo!? In ihrem Alter hätte es mich aber so was von gestört wenn man Freund früher eine "männliche Schlampe" war, auch wenn er sie damals selbstverständlich noch nicht gekannt hat und heute reformiert ist, oder so ähnlich... 
Okay, das klingt wahrscheinlich schlimmer als es ist, aber im Vergleich zu "Spellbound" war ich einfach nur enttäuscht und frustriert.
Allein Angelique fand ich wirklich richtig toll, sie war super sympathisch und sehr witzig, sie hat die Geschichte echt aufgelockert. :)

Nun zu einem weiteren Schwachpunkt: der Handlung. Sie ist über große Strecken hinweg einfach nur langweilig und liest sich sehr zäh. Eigentlich gab es insgesamt nicht viel Handlung, also viel zu wenig für einen weiteren Band, dies merkt man besonders am Anfang, da die Geschichte zu Beginn so gar nicht vorankommt. Dies ist auch der Punkt weshalb ich diese Fortsetzung für unnötig halte, sie bringt die Charaktere, die gesamte Geschichte nicht voran und enthält viel zu wenig relevantes für einen eigenen Band, so sehe ich das zumindest.

Tja, das waren jetzt alles nur negative Punkte, da ich den Roman vor einiger Zeit gelesen habe und mir damals nichts (bis auf Angelique als Charakter) positives aufgeschrieben habe, bin ich unsicher, ob es überhaupt irgendetwas positives an "Spellcaster" gibt, außer den unterhaltsamen Vorgänger...

Fazit:

Ich war enttäuscht, der Roman hat für mich einfach nur von seinem Vorgänger gelebt, ansonsten sehe die Bewertung auch deutlich schlechter aus. Der Roman an sich ist in Ordnung, aber empfehlen würde ich ihn wirklich nur Fans von "Spellbound", wobei vielleicht nicht einmal denen, da sie vielleicht ebenso enttäuscht wären wie ich. 

 

Bewertung: 4 von 10 Bücherwürmer


Reihe: (ein dritter Band ist zur Zeit nicht geplant)
  1. Spellbound
  2. Spellcaster

Kommentare:

  1. Oh...also besser nur Teil 1 lesen, ja? Denn Teil eins hab ich auf meinem eBook Reader.

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  2. Würde ich empfehlen, außer du findest "Spellbound" richtig, richtig gut und möchtest wissen wie es weitergeht. Allerdings erfährt man im zweiten Teil zu wenig als das sich das lohnen würde...leider. :-/

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Liebe Grüße,
Lucina

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