7. Mai 2012

Review - A Rogue By Any Other Name - Sarah MacLean

Quelle: Goodreads
[Deutscher Titel: -]

(Aus Zeitgründen entfallen bei dieser Rezension Buchinformationen & Klappentext, diese werde ich vielleicht irgendwann nachreichen. Ebenso fehlt die Verlinkung zu "Meine Reihen" und im Rezensionsindex... Und eigentlich alles andere außer die Rezension an sich... *hust*)

Kritik:

Vorab möchte ich anmerken, dass in dieser Rezension und der Bewertung ein großer Sarah-MacLean-Autoren-Bonus eingefloßen ist und ich den gesamten Roman ansonsten sicherlich etwas schlechter bewertet hätte und zwar statt "gut bis sehr gut" nur als "guter Durchschnitt". Desweiteren hat die Geschichte abseits vom Autoren-Bonus noch einen weiteren Stein im Brett: Ich liebe einfach Liebesgeschichten, in denen sich die Protagonisten schon aus ihrer Kindheit kennen, mit derartigen Plots kann man mich eigentlich immer begeistern, wenn sie denn einigermaßen gut gemacht sind (wie u.A. bei "Wicked All Day") und das war hier der Fall, richtig schlecht ist "A Rogue By Any Other Name" nämlich nicht. Ich finde es einfach total romantisch und süß, wenn sich zwei Kindheitsfreunde verlieben oder unglücklich verliebt sind und sich dann doch noch bekommen und hier habe ich es Penelope und Bourne wirklich gegönnt, die beiden sind ein sehr süßes Pärchen. :D

Die Handlung ist nicht sehr innovativ, die Ideen sind altbekannt, aber zu einer an sich recht schönen Geschichte verflochten, die sich gut lesen lässt, mich aber nicht in Euphorie ausbrechen ließ. Insgesamt muss ich sagen, dass ich die Handlung leider etwas langatmig fand, besonders der Mittelteil und das Ende hätten meiner Meinung etwas gekürzt sein können bzw. müssen, denn für mich passierte dort einfach zu wenig relevantes, was die Geschichte vorangebracht hätte, sodass "A Rogue By Any Other Name" doch etwas vor sich hingeplätscherte. Vielleicht kam mir dies aber auch nur so vor, da der Beginn der Geschichte wirklich richtig gut gelungen ist, er ist spannend, fesselnd, auch witzig und hat Lust auf mehr gemacht, dem Vergleich konnte der restliche Roman einfach nicht standhalten. ;-)
Zudem hätte ich mir manchmal wirklich gewünscht, dass Bourne und Penny mehr miteinander reden würden, anstatt aneinander vorbei oder halt gar nicht. Okay, bei ihm wäre es vielleicht vergebene Mühe gewesen, aber es hätte wenigstens etwas mehr Abwechslung in die Geschichte gebracht. Wer also keine unnötigen Missverständnisse mag, wird mit "A Rogue By Any Other Name" nicht in Freudenstürme ausbrechen.

Überrascht hat mich, dass die Geschichte weniger erotisch ist als ich von Sarah MacLean erwartet hatte, besonders "Nine Rules To Break" war ja teilweise ziemlich heiß, etwas ähnliches hatte ich zu Beginn auch von "A Rogue By Any Other Name" auch erwartet, war am Ende aber nicht wirklich enttäuscht als sich dies als Trugschluss herausgestellt hat. Mehr Sex, hätte die Geschichte sicherlich nicht besser gemacht, im Gegenteil, mir persönlich hätte sie dann deutlich schlechter gefallen.

Die Charaktere fand ich sehr sympathisch und gut gelungen, besonders Chase und Cross, zwei Partner von Bourne, fand ich sehr interessant, auch wenn man wenig über sie erfahren hat. Temple, der vierte Partner des Fallen Angels hat mich dagegen wenig interessiert, allerdings werden wohl alle vier einen eigenen Roman bekommen, davon gehe ich zumindest gegenwärtig aus, ich bin schon sehr gespannt was Sarah MacLean aus den restlichen Dreien macht. :-)
Auch wenn mir Penny an sich sehr sympathisch war, aber ich fand es schade, dass sie so perfekt war, sie denkt immer nur an andere und nicht an sich selbst. Sie mag vielleicht nicht die typische Schönheit sein, aber Bourne findet sie natürlich trotzdem wunderschön, wie sollte es auch anders sein. Interessanterweise hat es mich aber gar nicht so sehr genervt, dass Penny so perfekt war, sondern einfach nur die Tatsache, dass Bourne und Penny die ganze Zeit gedacht haben: "Ich bin nicht gut genug für ihn/sie!" Und das geht dauernd hin und her. "Ich bin zu schlecht für dich!" "Nein, das stimmt nicht, du bist zu gut für mich!" und so weiter und so fort, ehrlich gesagt haben mich die ganzen Wiederholungen mit der Zeit ziemlich gestört, dass hätte wirklich nicht sein müssen!
Außerdem hätte ich mir an der ein oder anderen Stelle mehr Erklärungen für Bournes Verhalten in der Vergangenheit gewünscht, denn mehr als nur einmal habe ich mir gedacht "Wieso um Himmels Willen hast du es denn dann nicht gemacht!? Was war dein Problem!?". Irgendwie wurde das ganze immer nur so halb angesprochen und für mich nicht richtig geklärt.
Penelopes Mutter erinnerte mich irgendwie an Mrs. Bennet (aus "Stolz und Vorurteil"), weshalb ich sehr froh war, dass sie so wenig Auftritte hatte, denn ich fand sie ebenso wie Mrs. Bennet ziemlich nervig. :-D Diese Art von ihr hat mich am Anfang von "A Rogue By Any Other Name" insgesamt an "Stolz und Vorurteil" denken lassen, die Thematik, der Humor von Penny, alles erinnerte mich sofort an einen meiner Lieblingsromane, was ich allerdings sehr schön fand und nicht störend. Störend war hingegen Olivia, Pennys jüngste Schwester, sie war einfach nur egoistisch, nervig und dumm, ich hoffe inständig, dass sie in diesem "Zustand" kein eigenes Buch bekommt, ich glaube aber, dass sie am Ende bei einem der Fallen Angel Partner endet, leider.

Interessant fand ich die Tatsache, dass die Geschichte 8 Jahre nach "Eleven Scandals To Win A Duke's Heart" spielt, also dem letzten Teil der "Love By Numbers" - Reihe. Denn Penelope ist die ehemalige Verlobte vom Duke of Leighton aus eben jenem Band. Ich konnte mich tatsächlich gar nicht mehr an sie erinnern, erst viel später viel mir ein, dass es in diesem Band noch eine Verlobte gab. Simon und Juliana haben leider keinen Auftritt in "A Rogue By Any Other Name", ihre glückliche Ehe etc. , ebenso wie die aufgelöste Verlobung werden aber häufiger erwähnt.

Auch wenn ich von "A Rogue By Any Other Name" etwas enttäuscht war, hat mir der Epilog Lust auf die Fortsetzung "One Good Earl Deserves A Lover" gemacht, auf die ich schon sehr gespannt bin! Es wird übrigens um Cross und einen anderen Charakter aus "A Rogue By Any Other Name" gehen.

Fazit:

Auch wenn ich etwas enttäuscht war, ist "A Rogue By Any Other Name" immer noch ein solider, unterhalsamer und lesenswerter Historical, im Vergleich zu den ganzen Nieten im Historical-Bereich umso mehr! ;-) Allerdings darf man kein Meisterwerk erwarten oder gar eine originelle und außergewöhnliche Handlung, zu schnell sollte man sich aber auch nicht abschrecken lassen, es gibt sehr viele deutlich schlechtere Historicals auf dem Markt.


Bewertung: 8 von 10 Bücherwürmer



The Rules of Scoundrels - Reihe: (4 (?) Bände, wird fortgesetzt)
  1. A Rogue By Any Other Name
  2. One Good Earl Deserves A Lover (27. November 2012)

Kommentare:

  1. Ich fand ihn auch nicht schlecht, aber an die Love by Numbers Serie kommt der erste Band eigentlich nicht ran.

    Du konntest dich tatsächlich nicht Penelope erinnern? Ich hatte sie irgendwie gleich im Gedächtnis und deswegen hatte die Prota da auch einen kleinen Bonus meinerseits dafür, dass sie durch Simon solch schwierige Zeit durchleben musste. Etwas deprimierender hingegen fand ich jedoch, dass sich seitens Simons eigentlich eher wenig Gedanken darum gemacht wurde, wie es Penelope nach dem "Skandal" ergehen würde. Aber naja. Ist ja Geschichte.

    Ich muss sagen, den Anfang fand ich auch noch recht vielversprechend, aber dann nahm die Geschichte ab und wurde immer dröger und langatmiger. Allgemein fehlte es dem Ganzen etwas an Schwung und Lebendigkeit. Ich hoffe, dass das im nächsten Band wieder besser wird. Genau wie du, hab ich mich irgendwie vom Epilog anfixen lassen. ;)

    Liebe Grüße, Mandy

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  2. Stimmt, obwohl ich Band 2 der Love By Numbers Reihe noch etwas schlechter fand, Band 1 ist immer noch mein absoluter Favorite. :D

    Ich konnte mich am Anfang nicht mal an einen Duke of Leighton erinnern, erst später ist mir eingefallen...Warte, hieß nicht der Protagonist, dessen Vornamen ich auch schon vergessen hatte, in "Eleven Scandals" nicht so... XD Ich konnte mich echt nur noch an die grobe Geschichte zwischen den beiden erinnern und nichts abseits davon, also auch nicht mehr an Penelope. ^^"

    Der Anfang hätte einfach schlechter sein müssen, dann wäre der Rest nicht so abgefallen. Echt schade, dass der Geschichte der gewisse Pep fehlte, Potential hätte sie gehabt. Immer diese fiesen Epiloge, oder? Ähnlich ging es mir bei dem zweiten Band der Parasol Protectorate Reihe und jetzt habe ich noch einen lahmen Gail Carriger Roman hier stehen. XD Hoffentlich wird Band 2 der Rules of Scoundrels Reihe besser und nicht schlecht. :-D

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    1. Jepp, immer diese fiesen Epiloge. Da wird man auf eine Geschichte angefixt und dann muss man noch sooo ewig lange warten, bis man sie endlich lesen. Das ist Folter! Und ist Folter nicht gesetzlich verboten?? ;)

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    2. Da hast du vollkommen Recht, so etwas sollte verboten werden. Wor müssen ja noch bis November warten, keine Ahnung wie ich das durchhalten soll. Ich hab ohnehin das Gefühl, dass die meisten Roman-Fortsetzungen erst im November erscheinen, total gemein. :(

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  3. Wenn man bei dir den Autorenbonus abzieht, liegste ja mit deiner Bewertung wahrscheinlich ziemlich genau so wie ich auch – zumindest sprechen deine Kritikpunkte dafür. :D

    Wie du fand ich auch, dass die Geschichte ganz schön verflacht ist und das Hin und Her nervig war. Hast du dich eigentlich auch an den ersten Band der "Love By Numbers"-Serie erinnert gefühlt?

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    1. Ich denke auch, obwohl ich "A Rogue By Any Other Name" für einen Historical dann auch nicht richtig schlecht fand, irgendwie denke ich dann immer an die ganz ganz schlechten Historicals, die ich schon gelesen habe und denke dann immer: Okay, so schlecht war dieser Historical dann doch nicht. XD

      Irgendwie habe ich richtig gute Erinnerungen an "Nine Rules", ist ja auch schon einige Zeit her, dass ich den Roman gelesen habe. Deswegen fand ich "A Rogue" irgendwie schlechter, vielleicht auch weil ich damals noch nicht ganz so kritisch war. ^^ Da gab es nur "Hat mich unterhalten" und "Hat mich nicht unterhalten". XD Aber beim ersten Band kann ich mich auch gar nicht mehr an ein Hin und Her etc. erinnern... *hust*

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    2. Mich hat die Handlung an "Nine Rules" erinnert, aber wenn du nicht mehr so richtig weißt, was passiert ist, kannste das natürlich auch nicht so empfinden! :D

      Ich fand "A Rogue…" auch nicht schlecht, aber was die Handlung angeht doch sehr durchschnittlich. Allerdings schreibt MacLean einfach so unterhaltsam, dass sie damit vieles kaschieren kann!

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    3. Irgendwie muss ich zugeben, dass ich mich an die Handlung fast alle Historicals, die ich irgendwann mal gelesen habe nicht mehr richtig erinnern kann, außer sie waren richtig, richtig außergewöhnlich... Meist verschwimmen die Liebesgeschichte zu einem einheitlichen Brei. XD
      Bei "Nine Rules" kann ich mich echt nur noch an die Wette von ihm erinnern und den dazugehörigen "OMG, wie konntest du nur"-Moment. Ach und an die Liebesszene im "Fecht(?)"-Studio. Aber wie die Liebesgeschichte abgelaufen ist weiß ich bei bestem Willen nicht mehr, deshalb hätte ich auch bei vielen Romanen Lust auf ein Re-Read, dafür fehlt mir aber die Zeit. ^^"

      Das stimmt, aber dafür hat sie es im Gegensatz zu vielen anderen Autorinnen geschafft, dieses durchschnittliche, wie du schon sagst, unterhaltsam rüber zu bringen und das ohne das es wirklich ätzend nervig wird. ich bin schon froh, wenn ich nicht bei jeder zweiten Seite genervt mit den Augen drehen muss, wegen blöden Dialogen oder unsinnigen Plots. ^^

      Deswegen bin ich auch bei Historicals immer Vorsichtig, wenn ich noch keine positive Rezension dazu gelesen habe, denn meiner Meinung nach gibt es in kaum einem Genre so viel Ausreißer nach unten, oder ich hatte in anderen Genres einfach Glück noch nicht viele Katastrophen erwischt zu haben. :D

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Liebe Grüße,
Lucina

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