24. Mai 2012

Review - How To Ravish A Rake - Vicky Dreiling

Quelle: Goodreads
Hinweis:

Meiner Meinung nach fehlt im Klappentext noch die Anmerkung, dass Will Spielschulden hat und deshalb auf der Suche nach einer reichen Erbin ist. Das ist jedenfalls der Plan, aber wie das so ist, läuft nicht alles nach Plan und so ist es auch hier. ;-)

Kritik:

Für mich ist "How To Ravish A Rake" der beste Teil der Trilogie. Leider kommen die Protagonisten aus Teil 1 nicht vor, zumindest sind sie mir nicht aufgefallen. Insgesamt kann dieser Teil also auch ohne die ersten beiden Bände zu kennen gelesen werden, besonders den eher schlechten ersten Teil kann man getrost weglassen. ;-)

Schön fand ich, dass jeder der beiden Protagonisten seine Schwächen hat. Amy was ihre alten Freundinnen angeht und Will durch seinen Egoismus. Trotzdem ist Will nicht der Bad Boy wie ich zuerst erwartet hätte und hat trotz seinem Egoismus am Anfang der Geschichte auch seine lieben Seiten, er ist also mehr soft als bad. Ich fand ihn insgesamt sehr gut charakterisiert und sympathisch, ich hätte mir nur etwas mehr Erklärungen und eine bessere Aussprache mit seiner Familie gewünscht.
Die schüchterne Amy konnte ich auch sehr gut verstehen, denn ihre Probleme andere Leute anzusprechen waren sehr gut nachvollziehbar und ich fand es sehr schön, dass sie sich immer mehr geöffnet hat. Leider ging mir diese Verwandlung etwas zu schnell und es fehlte mir es an Interaktionen mit dem ton, in der sie zeigen konnte, dass viel mehr hinter ihrer ruhigen Fassade steckt und sie sich in ihrem Charakter geirrt haben. Außerdem fand ich es unrealistisch, dass Amy nach ihrer Verwandlung durch ihr Talent plötzlich sooo beliebt ist, das fand ich doch etwas übertrieben dargestellt.

Gefallen hat mir besonders die Liebesgeschichte, sie ist auch etwas anders als man sie normalerweise in Historicals findet. Nicht komplett originell, aber so ein paar Facetten sind anders als man es sonst so häufig kennt.

Gestört hat mich dann aber, dass die Geheimnisse der beiden für mich persönlich sehr ungleichverteilt waren, Amys Geheimnis fand ich weit weniger schlimm als Wills. Ihr Geheimnis ist vielleicht gesellschaftlich ein Problem, beruht aber nur auf fehlendem Vertrauen nach der Heirat, während sein Geheimnis schon vor der Heirat bestand hatte und damit für mich die Beziehung wesentlich mehr beeinflusst hat. Es ist ohne etwas zu verraten schwer zu erklären, aber für mich waren beide Geheimnisse nicht gleichwertig.
Die größte Schwäche ist das Ende, es war komplett unromantisch, undramatisch und viel zu kurz. Von einem Historical erwarte ich ein berührendes, emotionales oder richtig romantisches Ende, wenn nicht der gesamte Roman schon sehr berührend ist, dies hat Vicky Dreiling leider nicht geschafft, im Gegensatz zu Judith McNaught, deren Arschloch-Helden zwar nicht jeder Leserin gefallen, aber die immer sehr emotionale Schlussszenen schreibt.

Beau, der Verlobte von Georgette, war mir komplett unsympathisch, sie hätte einen viel besseren Mann verdient, auch wenn klar gemacht wurde, dass sie sich lieben, fand ich ihn einfach nur unsympathisch. Ich hätte Georgette lieber in einem eigenen Roman zusammen mit Bell gesehen, aber man kann ja leider nicht alles haben.


Fazit:

Ein schöner Historical, der mich von Anfang an gefesselt hat. Man darf nicht viel Dramatik und Spannung erwarten, der Roman fesselt aber durch die Entwicklung von Amys und Wills Beziehung. Leider war das Ende sehr sehr enttäuschend!

 

Bewertung: 9 von 10 Bücherwürmer


Reihe: (3 Bände, abgeschlossen ?)
  1. How to Marry a Duke
  2. How to Seduce a Scoundrel
  3. How to Ravish a Rake

Kommentare:

  1. Na, das hat man doch mal selten, dass eine Fortsetzung, bzw. ein dritter Teil besser ist, als der erste ;)

    Ich lese deinen Blog jetzt schon einige Zeit stumm mit und dachte, dass ich mich jetzt auch mal zu Wort melde. Ich finde deinen Blog echt toll und deine Rezensionen sind immer gut geschrieben. Ich hoffe, noch weiter viel von dir lesen zu dürfen :)

    LG, Kaugummiqueen

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  2. Dabei muss aber auch erwähnt werden, dass Reihen bei Historicals nicht das gleiche sind wie normale Reihen z.B. bei YA Romanen. Die Protagonisten sind eigentlich immer unterschiedlich, die Reihe besteht nur über den Zusammenhang der Charaktere oder eine ähnliche Thematik, da können Teile innerhalb eine Reihe durchaus sehr unterschiedliche Qualität haben. :D

    Was für ein Zufall. Genau gestern habe ich deinen Blog entdeckt und mich gleich bei dir umgesehen. Schön, dass dir meine Rezensionen gefallen, ich fühle mich sehr geschmeichelt durch dieses Kompliment *erröt* Es freu mich übrigens, dass du dich zu Wort gemeldet hast, es ist immer schön von seinen Lesern zu hören. :)

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Liebe Grüße,
Lucina

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