21. Mai 2012

Review - Goddess Of The Hunt - Tessa Dare

Quelle: Goodreads
[Deutscher Titel: Kuss der Jägerin]

Kritik:

Ich bin mit sehr hohen Erwartungen an "Goddess Of The Hunt" herangegangen und wurde leider enttäuscht, was nicht bedeutet, dass der Roman allgemein schlecht ist, sondern einfach nur bei Weitem nicht so gut wie erhofft. Mir fehlte es einfach an Dramatik, Herzschmerz, Romantik, also insgesamt an dem gewissen Etwas.

Probleme hatte ich auch mit Lucinda, auch Lucy genannt, sie war mir mit ihren jungen 19 Jahren einfach etwas zu naiv.  Außerdem ging sie mir mit ihrem pubertären Verhalten am Anfang ziemlich auf die Nerven, auch wenn sie insgesamt nicht unsympathisch ist, benimmt sich halt viel zu kindisch für meinen Geschmack. Ich verstehe einfach nicht was Jeremy an Lucy findet, außer brüderlicher Liebe und einer gewissen sexuellen Anziehung. Für mich hat sie sich immer wie ein pubertäres Mädchen benommen und daher konnte ich die Liebesgeschichte nicht wirklich nachvollziehen, für mich fehlte einfach die nötige Glaubwürdigkeit. Für mich haben die beiden eher wie Bruder und Schwester gewirkt, auf gefühlsmäßiger Ebene, nur mir mehr erotischem Knistern. Das war nichts für mich, ich brauche irgendwie eine realistischere Liebesgeschichte, so waren mir die beiden und ihre Geschichte leider etwas egal. Abgesehen davon war die Liebesgeschichte extrem umständlich und anstrengend erzählt. Wieso muss man es bitte so kompliziert machen? Diese ganzen Missverständnisse waren fast komplett unnötig und das Verhalten von Lucy und Jeremy war mir auch nur teilweise verständlich. In diesem Fall wäre etwas weniger viel mehr gewesen!
Jeremy ist zwar irgendwie ziemlich cool, so wie ihn die Anderen die ganze Zeit über beschrieben haben, hätte ihn mir aber etwas unterkühlter vorgestellt. Er war es jedoch, der mich durch die Geschichte gezogen hat, ansonsten hätte ich "Goddess Of The Hunt" wahrscheinlich abgebrochen, aber Jeremy hat "Goddess Of The Hunt" dann doch erträglich gemacht.

An sich bietet die Geschichte aber sehr gute Ansätze und die Geschichte auch nicht per se schlecht, aber im Vergleich zu anderen Historicals mit ähnlicher Thematik kein wirkliches Meisterwerk, man kann "Goddess Of The Hunt" lesen, meiner Meinung nach muss man den Roman aber nicht lesen, man verpasst nichts. Die Handlung konnte mich leider nicht fesseln, besonders die zweite Hälfte war sehr langatmig. Die erste Hälfte hingegen fand ich noch ganz interessant, witzig und amüsant, aber die Zweite? Das war Langeweile pur und in Perfektion, liegt aber wahrscheinlich auch daran, dass ich mit Lucy und Jeremy wenig anfangen konnte und die Geschichte mich dadurch wenig berühren konnte. Also gefühlsmäßig war bei mir vollkommene Dürre angesagt und Gefühle machen Historicals für mich erst lesenswert, weshalb mich "Goddess Of The Hunt" auch nicht überzeugen konnte, für andere Leser könnte die Geschichte aber vielleicht was sein.

Fazit:

Keine Geschichte für mich, da ich zur Liebesgeschichte und dem Protagonisten-Pärchen keinen Zugang finden konnte, aber an sich ist der Roman gar nicht so schlecht, Lesen muss man ihn meiner Meinung nach aber dennoch nicht unbedingt. Nichtsdestotrotz wird wohl irgendwann ein weiterer Roman von Tessa Dare von mir ausgetestet, allerdings keiner aus der "The Wanton Dairymaid Trilogy".

Bewertung: 4 von 10 Bücherwürmer



The Wanton Dairymaid - Trilogie: (abgeschlossen, 3 Bände)
  1. Goddess Of The Hunt
  2. Surrender Of A Siren
  3. A Lady Of Persuasion

Kommentare:

  1. Ohhhh, Mist, ich hab's mir fast gedacht, dass es nix für dich ist. >_< Ich hoffe, es ist trotzdem nicht allzuschlimm, dass ich den Band angeprisen hab?! :O

    Aber ich kann gewisse Punkte durchaus nachvollziehen. ;-)

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  2. Natürlich ist das nicht schlimm, die Autorin wollte ich ohnehin ausprobieren und wer nicht wagt der nicht gewinnt. :D

    Bei manchen Punkten kommt es wahrscheinlich auch darauf an, wie viele Historicals man allgemein liest, wenn manche Punkte dann in jedem zweiten Historical auftauchen oder so, nervt es einen bestimmt schneller. ^^

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  3. Hätteste meine Rezension gelesen, wären deine Erwartungen vielleicht nicht ganz so hoch gewesen – wobei ich im Vergleich zu dir noch milde mit dem Buch war! ;) Ich fand die erste Hälfte eigentlich ganz nett, aber die zweite Hälfte ziemlich unterirdisch und ärgerlich.

    Mich hat ja Band 2 eigentlich trotzdem gereizt, weil mir Sophia und ihre Geschichte interessant erschienen, aber nachdem die Kritiken so schlecht waren, hab ichs gelassen. Und ich hab seitdem auch kein anderes Buch der Autorin gelesen.

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  4. So hart war ich doch gar nicht, oder? XD So ähnlich ging es mir auch, aber ich finde das reicht für einen Historical einfach nicht aus, es gibt so viele bessere Romane, da erhoffe ich mir mehr. ^^

    An Sophia kann ich mich gar nicht mehr erinnern. Ich kann mich selbst an die Namen der Protagonisten aus meinen Lieblings-Historicals/Büchern nicht erinnern, also noch weniger als Nebencharaktere aus schlechten Büchern. ^^"
    Ihre neueren Romane haben eigentlich ganz gute Bewertungen bekommen, deswegen wollte ich von diesen noch einen ausprobieren, dazu gekommen bin ich aber noch nicht, ich hab nicht mal einen weiteren Roman von ihr auf dem SuB. Du hast doch bestimmt noch was von Tessa Dare bei dir liegen, oder? :D

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  5. Du wirst es nicht glauben, aber ich hab tatsächlich KEIN weiteres Buch von Tessa Dare auf dem SuB. Es geschehen noch Zeichen und Wunder. *kicher*

    Sophia ist die Frau, die Lucys Schwarm Toby heiraten will und die am Ende abhaut. Ich kenn das Problem mit den Namen aber, das geht mir auch so; ich hab nur in meiner Rezension nachgelesen. (Manchmal sind Rezensionen eben DOCH hilfreich! *g*)

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  6. Unglaublich... ich glaube dieser Misstand muss unbedingt behoben werden. XD

    Ach, ich erinnere mich wieder vage. :D Diese Namensproblematik ist manchmal echt nervig, in dem Moment in dem ich einen Roman beiseite lege sind die Namen plötzlich weg, besonders die der weiblichen Personen. Mein Gedächtnis ist einfach zu nichts zu gebrauchen, Gott sei Dank habe ich mit zu "Goddess of Hunt" Notizen gemacht, sonst hätte ich mich an nichts mehr erinnern können. ^^
    Deswegen schreibe ich auch Rezensionen, nicht nur für andere, sondern auch um meinem eigenen schlechten Gedächtnis nachzuhelfen. Nach einigen Jahren interessiert mich allerdings inwieweit sich mein Geschmack verändert hat, leider fehlt mir Zeit für Re-Reads. :D

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Liebe Grüße,
Lucina

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