29. März 2012

Review - Too Hot To Touch - Louisa Edwards

  • Deutscher Titel: -
  • Reihe: Rising Star Chef #1
  • Taschenbuch: 348 Seiten
  • Verlag: St Martins Press
  • Erschienen am: 23. August 2011
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-13: 978-0312356484
  • Leseprobe: hier
 
Klappentext: 

He's Got The Sizzle - 

When it comes to competitive cooking, Max Lunden is no stranger to winning...though he's never been great at working with a team. A master chef - and major hunk - he's travelled the world, picking up new cooking techniques as well as beautiful women. But when the prodigal chef returns home to his family's Greenwich Village restaurant, he discovers one too many cooks in the kitchen - and she's every bit as passionate as he is...

She's Got The Fire - 

Juliet Cavanaugh used to have a crush on Max when she was just a teenager, hanging out at Lunden & Sons Tavern, hoping to catch a glimpse of the owner's oldest, and hottest, son. Now a chef herself - competing in the biggest culinary contest in the country - Juliet will be cooking side by side with the one man she's always admired...and desired. But despite their simmering attraction, Juliet is determined to keep her cool - no matter how hot it gets... 

Kritik:

Leider war ich ziemlich enttäuscht von "Too Hot To Touch", wahrscheinlich weil ich etwas anderes erwartet hatte, daher würde ich auch nicht sagen, dass "Too Hot To Touch" allgemein schlecht ist, sondern einfach nur nicht meinen Geschmack getroffen hat. Ich musste mich tatsächlich durch die Geschichte kämpfen, sie konnte mich an keiner Stelle fesseln und berühren. Dazu kam, dass die ganze Handlung war für mich sehr zäh lesbar und auch noch komplett vorhersehbar war, was ich sehr schade fand, ich hatte mir so viel von "Too Hot To Touch" erhofft! Nun aber zu den Gründen, wieso mir "Too Hot To Touch" nicht gefallen hat. Vorsicht es wird lang! ;-)

Als erstes war ich überrascht über den Stellenwert den der Wettbewerb bzw. das Kochen in diesem Roman einnimmt und zwar einen ziemlich großen, beides stand für mich fast mehr im Vordergrund als die  eigentliche Liebesgeschichte, die mir im Übrigen auch nicht gefiel, dazu aber später mehr. Auch wenn ich selber nicht besonders gut kochen kann bin ich dennoch ein großer Fan von Kochsendungen und ich liebe Kochbücher und hätte deshalb auch erwartet, dass mich die "Küchenszenen" in "Too Hot To Touch" auch ein wenig begeistern können, aber das taten sie nicht. Ich fand sie unglaublich langweilig, sie waren für mich einfach überhaupt nicht interessant. Für mich wirkten sie ein wenig lieblos, so als ob Louisa Edwards einfach auf möglichst wenig Seiten möglichst viele Informationen unterbringen wollte. Dadurch das mir auch sehr viele Vokabeln fehlten war für mich der Nutzen dieser Szenen gleich Null. Ich habe dadurch weder viel über die Charaktere gelernt noch etwas über's Kochen, weshalb ich sie später auch mehr oder weniger überflogen habe, ich konnte mir unter den Zutaten und Gerichten ohnehin sehr wenig vorstellen (was an meinem fehlenden Wortschatz lag und wahrscheinlich auch daran, dass ich dann doch nicht so viel Ahnung vom Kochen habe).

Was mich außerdem gestört hat waren die sich sehr ähnelnden Szenen, entweder geht es um die Rising Star Chef Challenge oder darum wie Jules und Max machen rum, dass war mir alles etwas zu monoton, mir fehlte der Realismus und die Abwechslung. Dadurch das ich Jules und Max immer nur in sehr ähnlichen Situationen erlebt habe konnte ich keine Verbindung mit den Charakteren aufbauen, ich hätte beide sehr gerne in einem privaten (nicht sexuellen, aber romantischen) Moment erlebt, in einem der nichts mit der Challenge zu tun hat, aber die gab es leider nicht. Was dann auch dazu führte, dass mich die Geschichte nicht in ihren Bann gezogen hat. Ich fand die Beziehung von Jules und Max zu keiner Zeit realistisch, noch romantisch, da sie mir viel zu schnell voranschritt, besonders die Gefühle von Max kamen mir sehr überhastet vor. Nicht weil es zeitlich sehr schnell ging, sondern weil es einfach am Anfang sehr wenig Szenen mit Jules und Max gab, in denen die beiden wirklich miteinander geredet haben. Ich hatte jedenfalls das Gefühl, dass zwischen manchen Szenen doch recht viel Zeit vergangen ist, über die der Leser nicht viel erfahren hat. Auch emotional konnte ich mit Jules und Max keine Verbindung aufbauen, man erfährt zwar etwas aus ihrer Vergangenheit und ihren Gefühlen, aber es wirkte nicht realistisch, sondern ziemlich gestellt. So als ob Louisa Edwards zwanghaft Tiefe in die Charaktere einbauen wollte und dadurch nicht gut genug auf die einzelnen Charaktere eingegangen ist. Ich kann es nicht genau erklären, aber die Jules und Max wirkten auf mich einfach nicht echt oder realistisch. Besonders Max Charakter war mir auch am Ende nicht ganz klar, was bewegt ihn und wieso? Er war für mich nicht fassbar und ich kann nicht ganz genau erklären weshalb.
Ich hätte mir gewünscht, dass der für mich komplett unnötige Nebenplot mit Szenen über/mit Max und Jules ersetzt worden wäre. Zum Nebenplot will ich gar nicht mehr sagen, den hätte ich wirklich nicht gebraucht, er war weder spannend, noch romantisch, noch hat er die Handlung voran gebracht, alles in allem war er Seitenverschwendung!

Vom Cover und Titel her hätte ich auch einen deutlich erotischeren Roman erwartet, aber die Erotik spielte meiner Meinung nach eine eher untergeordnete Rolle. Zwischendurch gab es zwar immer wieder heiße Szenen, aber ich hatte das Gefühl, dass sie manchmal unpassend wirkten. Ich hatte das Gefühl eines wilden "Szenenhoppings", man springt von einer Szene zur nächsten und mir fehlte teilweise eine flüssige Verbindung dieser Szenen. Das was die Geschichte zusmmenhält ist der Wettbewerb, der hat aber nicht wirklich eine erotische, romantische oder heiße Grundstimmung erzeugt.

Einzig und allein der Prolog konnte mich überzeugen und das was im späteren Verlauf mit den Geschehnissen aus der Zeit zusammenhängt. Ich fand das Ganze am Ende zwar etwas überhastet, da zwar Dinge aufgeklärt werden, diese dann aber irgendwie keinen Einfluss auf den weiteren Verlauf haben, aber im Vergleich zum Rest der Geschichte hat mich Jules Vergangenheit wenigstens etwas fesseln können.
Der Prolog war im Gegensatz zum Rest des Romans für mich auch deutlich emotionaler, atmosphärisch besser und packender geschrieben, denn im restlichen Roman konnte mich Louisa Edwards sprachlich überhaupt nicht überzeugen. Ich fand ihre Art zu schreiben einfach zu steril und nüchtern, Emotional kam bei mir gar nichts an, sodass "Too Hot To Touch" mich an keiner Stelle in die Geschichte hineinziehen und mich fesseln konnte.
Genervt hat mich unter anderem, dass bei jedem Charakter folgendes immer wieder erwähnt wurde: "Für kurze Zeit zeigte sich [beliebiges konkretes Gefühl oder nicht genau erkennbares Gefühl] auf dem Gesicht verschwand aber sofort wieder." So ähnlich zumindest, kein Charakter ist also weder in der Lage seine Gefühl die ganze Zeit zu kontrollieren noch seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Wäre ja auch langweilig, wenn man über seine Gefühle sprechen würde, wird alles komplett überbewertet, unnötige Missverständnisse sind schließlich viel spannender und man hat später die Möglichkeit diese kurz oder gar nicht zu klären. Empathie war Jules und Max jedenfalls völlig fremd! Manchmal konnte ich wirklich nur den Kopf schütteln über so viel Dummheit, besonders am Ende war es wirklich mehr lächerlich als berührend.

Sabrina hat es auf ihrem Blog vor kürzem schon einmal angesprochen und zwar das Cover. Ich finde es einfach nur hässlich grässlich, im Internet sah es viel besser aus als in der Realität. Die Brustwarze ist mir wie Sabrina auch gleich aufgefallen, mein Freund meinte aber, die sehe normal aus, er muss es wissen. ;-) Dann wäre da noch dieser unnatürlich aufgepumpte Oberarm, welche Frau findet das attraktiv (im übrigen wirkt der andere Arm im Vergleich noch unnatürlich kleiner, sehr merkwürdig!)? Und hat jemand mal auf seinen Gesichtsausdruck geachtet? Hat man ihm gerade Essig unter die Nase gehalten, so wie er sein Gesicht verzieht? Ich kann nur noch auf seinen Mund schauen, wenn ich mir das Cover angucke, dieser Ausdruck zieht mich in seiner Hässlichkeit magisch an. 

Okay, dass war jetzt alles andere als positiv, aber ich werde vielleicht noch einen Band aus ihrer Serie "Recipe For Love" ausprobieren, allerdings nicht in der nächsten Zeit, ich muss mich erst einmal von "Too Hot To Touch" erholen. Ich sollte jedoch noch erwähnen, dass mich in der letzten Zeit kein Roman wirklich begeistern konnte, vielleicht bahnt sich nur wieder eine Lese-Unlust-Phase an und nur deshalb hat mir dieser Roman nicht gefallen, auch wenn ich mir fast sicher bin, dass mir "Too Hot To Touch" auch sonst nicht richtig gut gefallen hätte.

Fazit:

Mir persönlich hat "Too Hot To Touch" von Louisa Edwards gar nicht gefallen, mich konnte eigentlich nichts wirklich überzeugen, was aber nicht bedeutet, dass die Geschichte per se schlecht sein muss. Wer Interesse an einem Liebesroman im Bereich Küche/Kochen hat sollte einen Blick riskieren und sich vielleicht einmal die Leseprobe zu Gemüte führen.

Bewertung: 3 von 10 Bücherwürmer


Reihe:
  1. Too Hot To Touch
  2. Some Like It Hot
  3. Hot Under Pressure


Kommentare:

  1. Schade, dass dir die Geschichte nicht so zugesagt hat, wie du es dir erhofft hast :( aber ich habe schon fast so etwas in die Richtung befürchtet - Kochen und Essen spielt hier eine wirklich wichtige Rolle und das muss man in ihren Büchern einfach mögen. Ich hatte schon mal ein Buch von Louisa Edwards gelesen, das war das ebenso der Fall und zum Glück war ich dadurch schon vorgewarnt... Momente außerhalb dieser Kochszenen haben aber wirklich gefehlt und hätten das Buch durchaus aufgewertet. Aber das war für die Autorin wohl nicht wichtig, sie hat es in der Fortsetzung nämlich gleich gemacht ;)

    Von daher glaube ich nicht, dass dir die Fortsetzung besser gefallen könnte... ich habe sie erst vor ein paar Tagen gelesen und obwohl mir der 1. Teil der Reihe besser gefallen hat als dir, fällt die Bewertung zu Teil 2 auch schlechter aus...

    Ich drück dir die Daumen, dass bei dir ganz bald ein Buch dabei ist, das dich begeistern und mitreißen kann :)
    liebe Grüße

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    1. Ich weiß nicht, ihre Art diese Küchen/Koch-Atmosphäre zu beschreiben war wirklich nichts meins, da fehlte einfach das gewisse Etwas. Es war halt einfach sehr trocken erzählt, so ohne Emotion, das fand ich sehr schade, aber man kann halt auch nicht jeden Autor mögen. XD Aber die Bewertung bei GR sind ja auch nicht so schlecht, es mögen also auch manche, wieso also das Erfolgsrezeot verändern? :D

      Okay, dann sollte ich wohl allgemein nichts mehr von ihr lesen, wenn all ihre Bücher in diese Richtung gleich sind, hätte ich mit denen auch nicht mehr Spaß. ^^

      Ich hoffe es auch, aber ich seh es schon kommen, dass solche Bücher erst nächsten Monat wieder kommen, wenn die Uni anfängt. *g*

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  2. Schade, dass das Buch dir nicht so gefallen hat. Deine Rezi fand ich toll. Das Buch wäre glaub ich auch eher nichts für mich :)

    LG
    Lilly

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    1. Man kann halt nicht jedes Buch mögen, leider. :( Danke für das Kompliment *erröt*

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  3. Hört sich ja nicht so gut an. Ich hatte schon mit einem älteren Buch der Autorin Probleme, ihre Art zu schreiben scheint nicht so ganz mein Fall zu sein.

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    1. Dann geht es uns bei der Autorin also ähnlich, ich konnte mit ihrem Schreibstil auch nichts anfangen, dabei habe ich sonst wirklich kaum Probleme mit Schreibstilen und bin wenig anspruchsvoll... Komisch. ^^"

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  4. Uuuh, das Buch rutscht hiermit auf meiner Wunschliste ein beträchtliches Stück nach unten. Das klingt ja wirklich überhaupt nicht gut – obwohl ich Kochen/Kochthemen liebe. Im Zentrum sollte für mich in einem Liebesroman einfach EIN Paar stehen, nicht irgendwelche Küchentechniken und Lebensmittel. ;)

    Was den Oberarm angeht, würd ich sagen: Den hat er sich nicht beim Pfannenschwingen geholt. Bah! *lol*

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    1. Ich kann mir auch nicht so vorstellen, dass dir die Geschichte richtig gut gefallen wurde, wahrscheinlich besser als mir, aber wirklich empfehlen kann ich "Too Hot To Touch" nicht wirklich. :-/

      Ich würde sogar sagen, der Arm ist nicht auf natürliche Weise entstanden... der muss doch was geschluckt haben, denn sein Oberkörper ist ja nicht sooo muskulös. oO

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    2. Nach Melanies Review zu Band 2 ist die Serie wirklich nach ganz weit unten auf dem Wunschliste gerückt. Ich glaube, die Bücher würde ich maximal auf Deutsch ausprobieren – wobei ich mir nicht recht vorstellen kann, dass die ein deutscher Verlag einkauft. Aber man weiß ja nie, manchmal stürzen die sich ja auf die komischsten Sachen!

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  5. Toll, dass du das Buch auch so ehrlich bewertest, auch wenn es dir nich so gefallen hat :) Ich liebe so leichte Literatur, aber dieses werde ich wohl dann doch nicht lesen ;)

    Liebe Grüße!
    - Ich freue mich, wenn du vorbeischaust!

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  6. Natürlich bewerte ich ehrlich, alles andere könnte ich mir selber nicht verzeihen. ^^ Ich will ja schließlich später noch nachvollziehen können, ob mir ein Roman gefallen hat, wobei bei "Too Hot To Touch" werde ich das wohl nie vergessen. *g*

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Liebe Grüße,
Lucina

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