27. Februar 2012

Review - Firelight - Sophie Jordan

  • Deutscher Titel: Firelight 01. Brennender Kuss
  • Reihe: Firelight #1
  • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
  • Verlag: HarperCollins
  • Erschienen am: 7. September 2010
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-13: 978-0061935084
  • Leseprobe: hier
 
Klappentext:

A hidden truth.
Mortal enemies.
Doomed love.

Marked as special at an early age, Jacinda knows her every move is watched. But she longs for freedom to make her own choices. When she breaks the most sacred tenet among her kind, she nearly pays with her life. Until a beautiful stranger saves her. A stranger who was sent to hunt those like her. For Jacinda is a draki—a descendant of dragons whose greatest defense is her secret ability to shift into human form.

Forced to flee into the mortal world with her family, Jacinda struggles to adapt to her new surroundings. The only bright light is Will. Gorgeous, elusive Will who stirs her inner draki to life. Although she is irresistibly drawn to him, Jacinda knows Will's dark secret: He and his family are hunters. She should avoid him at all costs. But her inner draki is slowly slipping away—if it dies she will be left as a human forever. She'll do anything to prevent that. Even if it means getting closer to her most dangerous enemy.

Mythical powers and breathtaking romance ignite in this story of a girl who defies all expectations and whose love crosses an ancient divide.


Kritik:

Ich muss sagen, dass ich nicht sonderlich enttäuscht von "Firelight" war, was wohl daran liegt, dass ich von Anfang an keine großen Erwartungen an die Geschichte hatte. Ich habe zwar gehofft, dass sie mir richtig gut gefällt, fand es dann aber nicht so tragisch als es am Ende nicht so war, denn "Firelight" war für mich auch kein richtiger Reinfall.

Erst einmal zu den positiven Punkten bzw. dem positiven Punkt: die Idee hinter der Geschichte. Sie ist vielleicht nicht super-originell, aber sie hat mich interessiert und mir auch sehr gut gefallen. Über die Draki, die Enkros (besonders die Enkros!) und die Hunter hätte ich gerne mehr erfahren.Wer sind die Enkros? Wieso werden die Draki gejagt? Die Hintergrundgeschichte war zwar bisher noch nicht besonders detailreich, man hat eigentlich noch nicht wirklich viel erfahren, was allerdings auch daran liegen kann, dass es sich hierbei um eine Trilogie handelt. Aber allein die schöne Idee war der Grund wieso "Firelight" nicht eine noch schlechtere Bewertung von mir bekommen hat. 

Nun zu den Dingen, die mich gestört haben. Wobei wirklich gestört haben mich die Schwächen gar nicht, dafür war mir "Firelight" nicht wichtig genug, es sind einfach die Gründe wieso "Firelight" für mich kein Highlight war. Zum einen waren die Charaktere für mich ein großer Schwachpunkt, sie sind einfach sehr flach. Natürlich liegt das daran, dass man alles nur aus Jacindas Sichtweise erfährt und ihre Denkweise ist teilweise sehr "einfach" ist. Jacinda kam mir vor wie ein pubertäres, naives, stures und zickiges Mädchen, ich konnte ihr Verhalten zwar auch manchmal nachvollziehen, aber insgesamt ging sie mir doch teilweise sehr auf die Nerven. In manchen Szenen konnte ich über ihr Verhalten nur noch den Kopf schütteln und mich fragen, wieso sie so dumm sein kann und von einer unnötig gefährlich Situation in die Nächste gerät. Ähnlich ging es mir mit Tamra, Jacindas Zwillingsschwester, nur das ich diese noch viel nerviger, zickiger, egoistischer und dümmer fand. Während ich mit Jacinda nur nicht richtig warm wurde, empfand ich Tamra als extrem unsympathisch. Cassian hatte nur wenig Auftritte, über ihn wird man in den nächsten Bänden hoffentlich mehr erfahren, aber er wirkte auf mich nicht sonderlich sympathisch, weshalb mich seine Entwicklung im nächsten Band interessieren würde. Allein bei Will hatte ich schon in "Firelight" das Gefühl, dass mehr hinter seiner flachen Fassade steckt. Er war auch der einzige Charakter, der mir (auf Anhieb) sympathisch war! Hoffentlich sind die Charaktere bisher nur so flach dargestellt worden, damit noch die Möglichkeit für eine Weiterentwicklung in den nächsten beiden Bänden bleibt.

Auch mit der Geschichte ansich wurde ich nicht richtig warm. Sie war sehr langatmig und konnte mich überhaupt nicht fesseln, selbst den Cliffhanger empfand ich nicht als Cliffhanger. "Firelight" endet zwar ziemlich abrupt und an einer "spannenden" Stelle, aber ich empfand das Ende nicht als wirklich dramatisch, ich war einfach nur froh endlich am Ende angekommen zu sein. Auch atmosphärisch zog mich "Firelight" nicht in seinen Bann, gute Romane ziehen mich förmlich in die Geschichte hinein, hier war dies überhaupt nicht der Fall. Ich kann auch gar nicht sagen wieso, es gab einige Beschreibungen der Gegend, der Stadt, der Schule, aber die Welt in der Jacinda lebt (zu meiner Überraschung spielt die Geschichte in unserer Zeit) blieb für mich sehr blass und leblos. Vor meinem inneren Auge konnte ich mir die Welt einfach nicht vorstellen, was ich einfach sehr schade finde, denn für mich ist es einfach wichtig, dass ich mir eine Geschichte wie einen Film vor meinem inneren Auge vorstellen kann und das fehlte hier einfach.

Und auch sprachlich war "Firelight" auch nicht ganz mein Fall, ist aber eine persönliche Sache. Ich mag einfach Romane, die im Präsens geschrieben sind sprachlich nicht so sehr wie andere Romane. Nach einiger Zeit stört es mich nicht mehr so sehr, aber es macht es mir oft schwer in eine Geschichte hineinzukommen. Auch mit Ich-Erzählern tue ich mich häufig schwer, denn hier war Jacinda mir bei Weitem nicht sympathisch genug um mich durch die Geschichte zu ziehen, sodass ich durch ihre Ich-Erzählerin teilweise genervt war. Das Präsens und ein Ich-Erzähler sind aber allein kein Grund wieso mir eine Geschichte nicht gefällt, denn von "Perfect Chemistry" war ich trotzdem begeistert, weil einfach der Rest des Romans super war.

Mich würde zwar interessieren, wie die Geschichte um Jacinda, Will, Cassian und Tamra weiter- und ausgeht und welche Geheimnisse noch so alles in den nächsten beiden Bänden gelüftet werden, aber ich werde die Fortsetzung "Vanish" wahrscheinlich dennoch nicht lesen. Dies liegt daran, dass sich meine Befürchtung wohl tatsächlich bewahrheitet hat und zwar dass die Liebesgeschichte zu einer Dreiecksgeschichte wird oder sogar eine Vierecksgeschichte? Und ich hasse Dreiecksgeschichten, nichts ist für mich ein größerer Romantikkiller, besonders weil meiner Meinung nach schon nach diesem Band klar ist mit wem Jacinda am Ende zusammenkommt. Alles andere wäre eine große Überraschung, was vielleicht auch nicht schlecht ist, wer weiß. Schade, ohne Dreiecksliebesgeschichte hätte ich mir "Vanish" wahrscheinlich gekauft, aber so werde ich die Reihe wohl nicht zu Ende lesen.

Fazit:

Ich kann und will niemanden von "Firelight" abraten, denn "Firelight" war kein wirklich schlechter Roman und ich kann auch verstehen, wieso viele die Geschichte wirklich gut finden. Die Idee hinter der Geschichte ist interessant und bietet sicherlich noch ein bisschen Potential für die beiden weiteren Teile in der Trilogie, aber mir hat die gesamte Umsetzung leider nicht so zugesagt. Mir waren die Charaktere zu flach, die Liebesgeschichte zu 0815 und die Handlung meist auch zu langweilig, aber wie man an den vielen positiven Rezensionen sehen kann, gibt es auch viele Leute, die dies anders sehen oder "Firelight" trotz seiner Schwächen lieben.

Bewertung: 5 von 10 Bücherwürmer


deutscher Cover
Reihe: (abgeschlossen in 3 Bänden)
  1. Firelight (Firelight 01. Brennender Kuss)
  2. Vanish
  3. Hidden - 11. September 2012)


meine Quellen: Cover; Klappentext; Buchinformationen; Cover(dt);

Kommentare:

  1. Hach dann muss ich ja wirklich kein schlechtes Gewissen haben mir das Buch nicht geholt zu haben. Aber mich hat es einfach nicht sooo gereizt..

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  2. Wenn dich schon die Idee nicht so reizt ist es wahrscheinlich wirklich besser, dass du dir "Firelight" nicht geholt hast. Wobei die Rezensionen ja eher positiv sind, vielleicht habe ich die Stärken des Romans einfach nur nicht gesehen. ^^

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  3. Ja ich denke auch es ist so besser. Allerdings hab ich viele Rezis gelesen, die eher mittelmäßig waren und wo die Prota auch viele etwas genervt hat.

    Aber man kann ja auch nicht jedes Buch überaus toll finden oder? Wäre doch sonst auch total langweilig!

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  4. Achso, dann bin ich also nicht alleine mit meiner Meinung, hätte mich auch gewundert, denn Jacinda ist schon sehr speziell. :-D

    Auf keinen Fall, es wäre zwar schön wenn jedes Buch das man liest toll wäre, aber das ist ziemlich unrealistisch (wobei manche ja wirklich Glück zu haben scheinen, wenn man ihre Bewertungen anschaut) und macht beim Rezi schreiben auch weniger Spaß. Positive Rezis sind viel zu schwer zu schreiben. ^^

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  5. Nein du warst wirklich nicht alleine mit deiner Meinung :D.

    Ich habe auch oft Glück und lese Bücher, die mir dann oft sehr gut gefallen. Vielleicht kommt das bei mir auch, weil ich immer sehr stark Filter. Ich hole mir eigentlich nur Bücher wo ich wirklich richtig richtig überzeugt bin. Ab und an sind natürlich auch mal welche dabei die nicht sooo gut sind.

    Aber hast definitiv recht, Rezis zu einem Buch, dass man nicht so gut beurteilt sind auf jeden Fall leichter zu schreiben :).

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Lucina

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