6. Januar 2012

Filmview - Der Nebel

Quelle: Wikipedia.org
  • Deutscher Titel: Der Nebel
  • Originaltitel: The Mist
  • Produktionsland: USA
  • Originalsprache: Englisch
  • Erscheinungsjahr: 2007
  • Länge: 126 Minuten
  • Altersfreigabe: FSK 16

Inhalt: (kurz von mir zusammengefasst)

Ein unheimlicher Nebel. Monster. Panik. Eine religiöse Fanatikerin. Ein Menschenopfer. Die Erlösung?

Kritik:

Vor längerer Zeit habe ich mit meinem Freund "Der Nebel" von Stephen King bzw. nach einer Kurzgeschichte von Stephen King gesehen. Dieser Film ist für mich ein super Beispiel dafür, wie nur ein einziger Charakter einen ganzen Film komplett zerstören kann.

Meiner Meinung nach ist "Der Nebel" ein unglaublich schrecklicher Film, nicht unbedingt komplett schlecht, aber eine große Herausforderung für meine Nerven. Das Ende war eindeutig das Beste am gesamten Film, Thomas Jane als David war allerdings auch nicht schlecht, seine Rolle war überzeugend gespielt, er hat überlegt und besonnen gehandelt und ging mir nicht auf die Nerven (fetter Pluspunkt). Neben ihm haben mir nur dieser Supermarkt-Angestellte Ollie und die beiden älteren Personen, Dan und Irene gefallen. Die drei waren irgendwie cool und sympathisch, während die anderen Charaktere allesamt genervt haben.  Amanda Dunfrey war mir zu gutmenschig, besonders in einer solchen Ausnahmesituation, Brent Norton war einfach nur dumm und auch die anderen Charaktere haben sich nicht mit Ruhm bekleckert. Echt, manchmal frage ich mich wirklich , wieso es so schwer ist auch in Filmen den Charakteren wenigstens etwas Tiefe und Intelligenz (!) zu geben. In "Der Nebel" waren fast alle Charaktere total einseitig dargstellt und ihre Einstellungen meist extrem engstirnig. Flach, Flacher, Charakter aus "Der Nebel". *seufz*

Besonders aufgeregt hat mich diese bescheuerte christliche/religiöse Fanatikerin Mrs. Carmody.  Mal davon abgsehen, dass mich religiöse Fanatiker allgemein auf die Palme bringen, fand ich es extrem störend, dass sie auch noch (gefühlt oder wirklich weiß ich nicht) die meiste Redezeit bekommen hat. Ich hatte das Gefühl, dass sie sogar deutlich mehr geredet hat als David, der Hauptcharakter und dabei noch deutlich weniger Szenen hatte, denn wenn sie einmal mir ihren "interessanten" Reden angefangen, hat sie einfach nicht mehr aufgehört. Es war unerträglich für mich. Ich meine, es ist ja in Ordnung, dass man so eine Person eingebaut hat, ich kann ihre Rolle im Film durchaus nachvollziehen, aber muss man sie dann auch noch minutenlang das gleiche, eben nur in anderen Worten, sagen lassen? Ich konnte mir am Ende nur noch die Ohren zu halten, weil ich  sonst komplett ausgerastet wäre. Allein ihre Stimme hat mich an den Rand eines Nervenzusammenbruchs gebracht. Gott sei Dank gab es die Vorspulmöglichkeit (zum Leidwesen meines Freundes, der den Film allerdings schon einmal gesehen und mich freundlicher Weise vorgewarnt hat). "Der Nebel" wäre wahrscheinlich der erste Film gewesen, bei dem ich im Kino aufgestanden wäre, weil ich die Fanatikerin einfach nicht mehr ertragen hätte.
Nun zu etwas anderem. Es gab ein paar wirklich gruslige Szenen, aber insgesamt überwiegte doch die Langweile bzw. bei mir die Aggression, weil manche Charaktere wie oben erwähnt einfach nur nervig waren.  Naja, davon abgesehen war der Film leider auch noch relativ vorhersehbar, nicht alles, aber es fehlte mir jedenfalls an mehr Überraschungsmomenten. Auch die Story wirkte manchmal arg konstruiert und damit irgendwie nicht ganz stimmig. Schade, denn die Idee war gar nicht so schlecht, durch den Nebel wurde eine sehr schöne Stimmung erzeugt, bis...ja bis Mrs. Carmody den Mund aufgemacht hat.

Fazit:

Ein Punkt geht an Thomas Jane, er hat seine Rolle überzeugend und sympathisch dargestellt. Ein Punkt geht an den überraschenden und passenden Schluss, der mir sehr gut gefallen hat. Einen weiteren Punkt vergebe ich für die nette Idee, der Nebel und die damit zusammenhängenden Gefahren wurden spannend rübergebracht und haben mir gefallen. Hundert Punkte muss ich jedoch für Mrs. Carmody und ihren Wahn abziehen, der mir den ganzen Film verdorben hat. Insgesamt gebe ich dem Film also 

Bewertung: - 97 von 5 Filmrollen


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Lucina

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