18. November 2011

Review - Tochter der Träume - Kathryn Smith

  • Originaltitel: Before I Wake
  • Reihe: Nightmare Chronicals #1
  • Taschenbuch: 464 Seiten
  • Verlag: PAN 
  • Erschienen am: 2. November 2009
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3426283059
  • Leseprobe: beim Verlag

Klappentext:

»Du bist ein Traum. Eine echte Traumfrau!« Ich stockte jäh, die Limoflasche auf halbem Weg zum Mund, und starrte den alten Mann an, der neben mir stand. Für jede andere Frau wären diese Worte ein Kompliment. Für Dawn Riley hingegen bedeuten sie, dass jemand erkannt hat, was sie ist – denn Dawn ist kein Mensch, zumindest nicht ganz. Sie ist die Tochter von Morpheus, dem König der Träume. Nun wird sie wieder hineingezogen in die magische Welt ihres Vaters, mit der sie eigentlich gar nichts zu tun haben will. Besonders, weil ihr heimlicher Schwarm Noah gerade entdeckt, dass sie vielleicht seine ganz persönliche Traumfrau ist …


Kritik:

Ich muss sagen, dass "Tochter der Träume" überhaupt nicht mein Fall war. Ich fand die Geschichte nicht wirklich spannend, die Handlung kam kaum voran, sodass ich überhaupt kein Interesse hatte weiterzulesen. Hinzukam, dass ich die Geschichte auch noch sehr langatmig und teilweise unnötig ausführlich fand, mich hat jedenfalls nicht interessiert wie sich Dawn eine halbe Seite lang schminkt und das dann nicht nur einmal sondern dauernd. Ja, ich weiß, normalerweise schminkt sich Otto-Normal-Frau nicht nur einmal in 10 Monaten, aber in einem Roman muss das nicht exzessiv ausgebreitet werden.

Was mir ebenso missfiel waren die Charaktere. Sie waren total flach, außerdem bin ich weder mit Dawn noch mit Noah warm geworden, sodass ich im Endeffekt mit keinem von beiden wirklich mitgefühlt habe und das ist für mich ein Hauptkritikpunkt bei einem Roman bei dem die Liebesgeschichte eine größere Rolle spielt. Wenn ich keine Gefühle spüre, dann führt das wie bei "Tochter der Träume" dazu, dass mich die Liebesgeschichte nicht fesseln kann und es mir insgesamt an Romantik fehlt. Dies lag allerdings nicht nur an den Charakteren sondern auch am Handlungsverlauf, denn die Liebesgeschichte geht nur sehr schleppend und langsam voran. Hinzu kam die bei mir absolut ungeliebte Fokussierung auf den Sex anstatt auf die Romantik. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass Dawn immer nur an das eine denkt, was mich sehr genervt hat. Sie hat es vielleicht nötig und ist notorisch unterbegattet, aber das ist dann ihr Problem und damit will ich nicht als Leser belästigt werden.

Was mich zudem an Dawn gestört hat war ihr Selbstbild. Sie ist unzufrieden mit ihrem Körper, zumindest tut sie so und anstatt eine Diät oder Sport zu machen macht sie gar nichts. Wenn man mit seinem Gewicht unzufrieden ist, dann soll man nicht in Selbstmitleid zerfließen, sondern aktiv was dagegen tun oder mit seinem Gewicht glücklich werden. Interessant fand ich dann im Gegenzug, dass sie aber ziemlich Schminkfanatisch schien, zumindest hat Kathryn Smith großen Wert darauf gelegt dies immer wieder in unnötigen Details zu erwähnen. Dadurch wirkte Dawn auf mich extrem oberflächlich und überhaupt nicht sympathisch.

Naja, und zu Noah kann ich gar nicht viel sagen. Er bleibt ziemlich blass, er ist einfach nichtssagend und wirkt eher wie ein Mittel zum Zweck, wodurch man ihn auch gar nicht als Protagonisten bezeichnen kann, da er fast immer im Hintergrund bleibt und ihm einfach das gewisse Etwas fehlt, dass man als Leser in Erinnerung behält. Ich hätte mir wirklich gewünscht, dass Smith etwas mehr aus ihm herausgeholt hätte, etwas mehr tortured, etwas mehr Bad Boy und etwas mehr von irgendetwas. Sein ganzer Charakter wird unausgereift, es wird einiges angesprochen, aber dann nicht sinnvoll in die Geschichte eingebaut, das Gefühl hatte ich jedenfalls beim Lesen.

Das einzig positive an "Tochter der Träume" war die Idee, ich fand sie wirklich originell und interessant, eine Geschichte über die Traumwelt und Morpheus hatte ich bisher noch nie gelesen. Insgesamt ist Morpheus auch mein Lieblingscharakter der Geschichte und das obwohl man eigentlich fast nichts über ihn erfährt, aber das spricht wahrscheinlich auch nicht wirklich für den Roman.

Aufgefallen ist mir bei der Übersetzung eine kleine Inkonsistenz. Die Übersetzerin verwendet die Schreibweise "Alptraum", schreibt dann allerdings kurze Zeit später Nachtalb. Ich verstehe wirklich nicht, wieso sie dann nicht auch die viel logischere Schreibweise "Albtraum" benutzt hat, die der Wortherkunft viel eher gerecht wird. Es ist keine große Sache und prinzipiell auch nicht falsch, aber sie ist mir sofort aufgefallen, da "Albtraum" viel besser gepasst hätte.


Das Cover finde ich etwas irritierend. Soll das Dawn auf dem Cover sein? Dann kann es jedenfalls nicht ihr wirkliches Ich sein, sondern nur dieses super-hübsche Traumwelt-Ich, denn die Frau auf dem Cover ist viel zu schlank und attraktiv.

Fazit:

Keine Geschichte für mich. Die Liebesgeschichte hat mich einfach nicht fesseln können, genau wie die gesamte Handlung. Mich hat "Tochter der Träume" nur gelangweilt.

Bewertung: 3 von 10 Bücherwürmer

US Cover
Anmerkung:

Die Reihe wurde in Amerika vom Verlag eingestellt, sollte die Lizenz auslaufen hat Kathryn Smith aber weitere Bände in der Reihe geplant.

Reihe:
  1. Before I Wake (Tochter der Träume)
  2. Dark Side of Dawn (Wächterin der Träume)



meine Quellen: Cover; englisches Cover; Buchinformationen; Klappentext;

Kommentare:

  1. Sehr ausführliche Rezi. Der Klappentext klingt ja sehr verlockend. Da stelle ich mal wieder fest, das diese Texte doch meistens mehr versprechen als das Buch dann wirklich halten kann. Ich fühle mich gewahrnt und lasse die Finger von diesem Buch.

    LG
    Sandi

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  2. Den Klappentext fand ich auch sehr gut, die Idee an sich ist auch wirklich originell und interessant, aber mir hat leider die Umsetzung nicht so zugesagt. Aber wie du schon sagst, versprechen Klappentexte oft mehr oder manchmal gar was anderes als ein Buch dann liefern kann. Ich hätte bei "Tochter der Träume" ehrlich gesagt auch eher einen Jugendroman erwartet, was er dann aber doch nicht war. ^^"

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  3. Ich fand die Geschichte gut,ich finde es hat sich manchmal etwas wiederholt aber ansonsten hat es mir persönlich ausgreicht um die fantasie anzuregen. :-) ich muss dir aber recht geben,dass einiges bei noah zum besipiel ansatzweise angesprochen wird,jedoch dann doch nicht weiter drauf eingegangen wird...aber da kommt man dann vielleicht erst im 2 teil zu ... mal sehen....ich werd den zweiten auch lesen und schauen

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    1. Etwas würde mich der zweite Band auch interessieren, jetzt wo der Pan Verlag seine Pforten schließt und der zweite Band vill irgendwann nicht mehr lieferbar sein wird, da die Reihe aber im Original nicht weitergeführt wurde, habe ich etwas Sorge, dass der zweite Band mit einem Cliffhanger endet und man nie erfährt wie es weitergeht. Der erste Band endet ja nicht sooo offen. ^^

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Liebe Grüße,
Lucina

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