23. November 2011

Filmview - [Rec]

Quelle: Wikipedia
Originaltitel: REC
Deutscher Titel: [●REC]
Produktionsland: Spanien
Originalsprache: Spanisch
Erscheinungsjahr: 2007
Genre: Zombies, Horror
Länge: 75 Minuten
Altersfreigabe: FSK 18


Ich hab die Rezension zwar schon in Teilen in den letzten beiden Neuzugangs-Posts geschrieben, aber ich wollte dennoch noch einmal zusammenhängend posten, dass macht sich dann doch etwas besser, besonders wenn ich sie bei meinen Rezensionen verlinken möchte. :)#

Inhalt:

Eine Reporterin + Kameramann wollen eine Fernseh-dokumentation über die Arbeit der Feuer drehen und begleiten zu diesem Zweck ein Feuerwehrteam eine ganze Nacht lang. Dabei kommt es zu einem verhängnisvollen Einsatz. Das Team wird zu einem Mehrfamilienhaus bestellt, dort soll eine ältere Frau geschrieben haben. In der Wohnung der Dame angekommen, ist diese Blut überströmt und attackiert als man ihr helfen möchte einen anwesenden Polizisten. Leider ist es nicht möglich den Verletzten in ein Krankhaus zu bringen, da die inzwischen Gesundheitsbehörde das gesamte Haus abgeriegelt hat, es besteht der Verdacht auf eine ansteckende und gefährliche Krankheit.


Kritik der ersten 40 Minuten:

Wir (mein Freund und ich) haben [Rec] zuerst nicht zu Ende gesehen (er kannte den Film ohnehin schon), da ich nach 40 Min. fast eingeschlafen bin, der Film wird später sicher noch richtig gruselig, aber bis dahin war er eine Schlaftablette. Dazu muss man sagen, dass ich mir schon bei "Signs" fast in die Hose gemacht habe, weil ich ihn so gruselig fand. Ich schaffe es nicht einmal einen Thriller komplett zu lesen, ohne später vor Angst nicht einschlafen zu können, daher war ich von einem der "besten Horrorfilme" doch etwas enttäuscht, nach 40 Min. hätte ruhig schon etwas mehr passieren können.

Mal davon abgesehen, dass mir diese blöde Reporterin elendig auf die Nerven ging. Die war echt dümmer als es die Polizei erlaubt. "Können Sie auch mal diesen Alarm des Feuerwehrautos anmachen?" (Schon mal was von Martinshorn gehört?) Und was ABC in ABC-Schutzmaske heißt weiß die hohle Nuss natürlich auch nicht. Dann wird ihr gesagt, dass sie wegen einer möglichen Infektion im Haus eingeschlossen sind und man erst das Blut alle Personen im Haus untersuchen will, um eine Krankheit und damit auch die Ansteckung anderer Personen auszuschließen und diese blöde Reporterin ist dann doch tatsächlich der Meinung, sie wüssten ja alle nicht wieso sie unter Quarantäne stehen und man würde sie über nichts informieren und komplett im Unklaren lassen. Was ist an Krankheit, Infektion, Ansteckung und Blutuntersuchung nicht zu verstehen? Zusammen mit ihrem auch nicht besonders intelligenten Kameramann bildet sie echt ein Dreamteam. Hat man dem Kerl nicht gesagt, dass es besser ist etwas weiter weg zu zoomen, damit das *piep* Bild nicht so wackelt? Es unterstützt vielleicht die Atmosphäre (wenn denn schon irgendwas an Atmosphäre da gewesen wäre), hat zusammen mit der hohen Stimme der Reporterin aber nur meine Kopfschmerzen verstärkt. Und wie die dann auch immer schön auf alles draufgehalten haben. Da ist gerade ein Feuermann 3. Etagen nach untengestürzt und liegt in seiner Blutlache und die beiden haben nichts besseres zu tun als im Weg rumzustehen und alles ganz detailliert zu filmen. Nennt sich bei mir "Gaffen" und "Sensationsgierig" und finde ich total unpassend (auch bei einem "Horrorfilm"). Ach ja, sie haben ja eine Drehgenehmigung, weswegen sie alles und jeden filmen dürfen, egal ob verletzt, tot oder was auch immer. Ich wusste zwar nicht, dass man einfach in fremde Wohnungen gehen und dort filmen darf, wenn man eine Drehgenehmigung hat, aber Miss Super-Dumm und ihr Kameramann dürfen das natürlich. Nur hätte ihnen vorher jemand sagen sollen, dass es nicht besonders intelligent ist in einer Wohnung zu filmen, in der sich eine Frau befindet, die gerade die Kehle eines Polizisten zerfetzt hat. Aber mein Gott, sie haben eine Drehgenehmigung, da darf ihnen niemand was. Sieht die alte Frau allerdings anders, richtig so! Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich dumme Frauen in Filmen und Büchern hasse? ^^

Kritik zum restlichen Film (Vorsicht Spoiler!)

Bis auf die Schlussszenen war der Film ziemlich...schlecht. Ich hab mich ein paar Mal erschrocken, ansonsten war aber von einer Grusel-Atmosphäre nicht zu spüren (lag vielleicht auch einer viel zu viel Mist redenden Reporterin). Was soll ich sagen, die Reporterin ist wirklich nur zu ertragen, wenn sie die Klappe hält. Der ganze Film war jetzt auch nicht so prickelnd, die Idee ist an sich ganz schön, aber die Umsetzung hätte noch besser sein können bzw. müssen. Für mich fehlt es der Story von Anfang an an Logik (und ich meine nicht die Existenz von Zombies, die wurde meiner Meinung nach gut erklärt), das Problem ist einfach, dass der Film darauf beruht, dass der Kameramann alles filmt und das führte zu für mich unlogischen Szenen. Wer filmt bitte schon aus nächste Nähe (also wirklich richtig nah, er berührt die beiden fast), wenn ein Polizist von einem gestörten, kranken Mädchen zerfleischt wird? Der normale Menschenverstand eines halbwegs intelligenten Menschen würde einem doch sagen: "Abstand halten!" oder "Flieh!", aber gut, ich habe ja schon festgestellt der Kameramann ist nicht intelligent, die schockierenden Filmaufnahmen sind ihm wichtiger. Aber es wird nicht besser, die Chance zu überleben sinkt (was bringen also noch genehmigte und spektakuläre Filmaufnahmen, wenn man später tot ist?), aber der Kameramann filmt weiter. Die Reporterin sucht in einer Wohnung nach einem Schlüssel um aus dem Haus zu fliehen, alle anderen Bewohner sind tot oder Zombies, die Zeit eilt also, weil die Zombies jeder Zeit in die Wohnung stürmen könnten und anstatt der Reporterin zu helfen, filmt er wie sie den Schlüssel nicht finden kann. Hallo!? Wenn er ihr beim Suchen helfen würde, könnten sie den Schlüssel doppelt so schnell finden, doppelt so schnell fliehen und hätte eine höhere Wahrscheinlichkeit das ganze zu überleben! Ich könnte die ganze Zeit so weitermachen, vielleicht war der Film aber auch zu langatmig, sodass ich mir während des Films dauernd darüber Gedanken machen konnte und meinen Freund fast zu Tode nervte (hätte ich so weitergemacht, hätte er bestimmt schlimmeres mit mir angestellt als die Zombies im Film *g*)

Die Schlussszenen dagegen waren besser, wirklich richtig gruselig (wieso gab es davon nicht mehr im Film?), spannend und das filmen mit der Kamera ergibt endlich Sinn, denn sie brauchten die Nachtsichtkamera. Wieso ist dem Kameramann das nicht schon ein paar Szenen vorher eingefallen, als das Licht im Treppenhaus ausging? Von einem Profi erwarte ich mehr, aber wer mit so einer Reporterin unterwegs ist kann eigentlich kein Profi sein. *g* Schade, hätte es mehr Szenen, wie in den letzten Minuten gegeben, in denen die Reporterin netterweise nichts sagen durfte, wäre der Film bestimmt richtig gut gewesen. :)

Fazit (Vorsicht, Spoiler!):

Vielleicht sind mir auch Zombie-Horrorfilme zu vorhersehbar und deshalb einfach nicht mein Ding. Manche Szenen haben mich zwar zuerst erschreckt, waren danach aber durchschaubar und überhaupt nicht mehr gruselig, denn die Zombies handeln halt alle gleich. Der Verlauf der Geschichte war für mich bis auf die letzten Szenen leider auch nicht wirklich spannend, ich habe halt nur darauf gewartet, dass sich jemand in einen Zombie verwandelt, ausrastet und an der nächsten Ecke wieder ein Zombie auf sie losstürmt. Das war dann im ersten Moment ein kurzer "Whoa"-Moment, dann aber schnell langweilig.

Bewertung: 1 von 5 Filmrollen 

Anmerkung:

Es gibt ein amerikanisches Remake mit dem Namen "Quarantäne".

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