21. Juni 2011

Review - Unsterblich wie die Liebe - Mina Hepsen




Klappentext:

Mikhail Belanow weiß, dass die Zukunft der Vampire in seinen Händen liegt. Er muss die Kinder der Auserwählten in Sicherheit bringen, bevor sie getötet werden. Befeindete Vampire, die sich selbst als die wahren Bluttrinker bezeichnen, sind schon seit langem hinter ihnen her und schrecken auch vor Mord nicht zurück. Nun ist er mit seinen wertvollen Mündeln auf der Flucht, und plötzlich warnt ihn eine wildfremde Frau vor einem Angriff. Wer ist sie, und woher wusste sie von der Gefahr?

Kritik:

Ich habe mich sehr auf Mikhails Geschichte gefreut, da er mir in den vorherigen Bänden sehr sympathisch war und ich wurde nicht enttäuscht. Für mich ist "Unsterblich wie die Liebe" der beste der drei Unsterblich-Teile. Nach dem für mich schwachen zweiten Band, konnte ich eine deutliche Verbesserung der Geschichte feststellen, allerdings ich "Unsterblich wie die Liebe" immer noch nicht perfekt oder gar außergewöhnlich, die Geschichte ist aber dennoch sehr unterhaltsam und wie immer sehr flüssig zu lesen. Ich hatte sogar das Gefühl, dass die Geschichte ein bisschen weniger vorhersehbar ist als "Unsterblich wie die Nacht" und "Unsterblich wie ein Kuss", die wirklich kaum Überraschungen boten, daher fand ich die Geschichte auch recht spannend, zwar nicht nervenaufreibend spannend, aber dennoch angenehm spannend.

Was ich im Vergleich zum direkten Vorgänger "Unsterblich wie ein Kuss" wesentlich besser fand, war, die Tatsache, dass die Handlung nicht so sehr auf die Erotik und Leidenschaft fixiert war. Nell und Mikhail haben sich erst besser kennengelernt und haben dann ihre Beziehung "intensiviert", außerdem sind die Liebesszenen im Allgemeinen auch eher rar gesät. Dies hat meiner Meinung nach dazu geführt, dass die Geschichte wesentlich romantischer war als die beiden Vorgänger und mir ist Romantik eindeutig wichtiger als Leidenschaft. ;-)
Den Schluss fand ich dagegen viel zu übereilt und abrupt, da mir einfach Erklärungen der Ereignisse gefehlt haben und ich auch die Liebesgeschichte irgendwie nicht abgeschlossen fand. Einen Epilog habe ich daher schmerzlich vermisst. Schade, denn mit dem von Mina Hepsen gewählten Ende war ich wirklich unzufrieden...
Was mir ebenfalls nicht gefallen hat, waren die teilweise unnötig gezogenen Missverständnisse, die sich durch das ganze Buch ziehen und mit einem kleinen klärenden Gespräch auch früher hätten beseitigt werden könnte. Allerdings wäre die Geschichte noch seichter gewesen und wahrscheinlich auch langweiliger.

Wer auf eine richtige Vampirgeschichte hofft wird enttäuscht werden, schon im zweiten Band kam die Vampirthematik kaum rüber, aber in "Unsterblich wie die Liebe" spielten Vampire dann nur noch eine untergeordnete Rolle. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, denn weder Nell noch Mikhail ist ein Vampir, allerdings hat Nell eine andere paranormale Fähigkeit. Meiner Meinung nach ist dieser Roman jedoch mehr Historical mit ein wenig paranormalem Touch als eine Mischung aus Paranormal und Historical.

Mikhail und Nell sind zwei sympathische Hauptcharaktere, wobei ich bei Mikhail kaum Tiefgang feststellen konnte. Nell hatte einen etwas vielfältigeren Charakter, sie war im Prinzip dennoch sehr stereotyp. Mich hat dies jedoch auch bei den beiden vorherigen Bänden nicht gestört, sodass ich auch hier gar keine großartigen Charakterentwicklungen erwartet habe.

Sprachlich gibt es wieder die gleichen Kritikpunkte wie bei den ersten beiden Teilen, denn die Sprache ist wieder einmal nicht zeitgemäß und unterstützt damit die Atmosphäre in keiner Weise. Außerdem erscheint mir die Übersetzung nicht sonderlich gelungen, mir sind häufiger Sätze aufgefallen, die sehr unglücklich klangen. So fiel mit der Satz "Es tut mir Leid, dass ich dir Sorgen gemacht habe" auf, der in meinen ungebildeten Ohren irgendwie komisch klang. "Sorgen bereitet" wäre meiner Meinung nach die bessere und natürlichere Variante gewesen.

Patrick und Violet, sowie Alex und Angelica sind natürlich auch wieder von der Partie, besonders Violet fand ich in diesem Roman sympathischer als noch in ihrer eigenen Geschichte.

Fazit:

Für mich der bisher beste und romantischste Teil, der "Unsterblich"-Reihe, allerdings spielen Vampire kaum eine Rolle. Ansonsten ist die Geschichte ebenso seicht und wenig anspruchsvoll wie die Vorgängerbände, dafür aber mindestens genauso unterhaltsam.

Bewertung: 8 von 10 Bücherwürmer

Anmerkung:

Der Roman ist in Englisch, also in der Originalsprache, (noch) nicht erschienen.

  1. Under The Blood Red Moon (Unsterblich wie die Nacht)
  2. Violet Dawn (Unsterblich wie ein Kuss)
  3. After the Storm (Unsterblich wie die Liebe)
  4. The Changing Moon (Unsterblich wie der Morgen)


meine Quellen: Cover; Buchinformationen; Klappentext;

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