20. Mai 2011

Review - Unsterblich wie die Nacht - Mina Hepsen



Klappentext:


Wenn Vampire sich verlieben und zwei Seelen sich finden, ist die Nacht unsterblich...

Eigentlich hätte Angelica nichts dagegen, ihre Zeit weiterhin mit ihren geliebten Büchern zu verbringen. Doch seit sie in London ist, muss sie sich in der Gesellschaft zeigen. Aber ihre Gabe, Gedanken lesen zu können, verunsichert sie. Bis sie jemandem begegnet, der sie ohne Worte zu verstehen scheint. Könnte der mysteriöse Alexander ihr Seelenverwandter sein? Oder stellt er eine tödliche Gefahr dar? In London gehen plötzlich Gerüchte über grausame Vampire um, und Alexander Name fällt dabei immer öfter …

Anmerkung:

Von Seelenverwandten ist mit keinem Wort im Roman die Rede und auch von den Gerüchten über grausame Vampire, bei denen Alexanders Name fällt, habe ich nichts mitbekommen. Zumindest nicht in der normalen Londoner Gesellschaft, die von Vampiren überhaupt nichts wissen!

Inhalt:

Angelica, Prinzessin Belanow, hat eine besondere Gabe, oder einen Fluch wie sie ihn nennt, sie kann Gedanken lesen. Die macht es ihr schwer einen geeigneten Heiratskandidaten zu finden, denn die Gedanken der meisten potentiellen zukünftigen Gatten sind derart abstoßend, dass sie für Angelica als Ehemann nicht in Frage kommen. Eigentlich hatte sie auch gar nicht vor jemals zu heiraten, doch nach der Nachricht, dass ihr gesamtes Familienvermögen mit ihren drei Schiffen verschollen scheint, bleibt ihr keine andere Wahl als sich auf die Suche nach einem reichen Gatten zu machen. Denn sie will ihrem jüngeren, wenn auch schon erwachsenem, Bruder Mikhail keine Sorgen bereiten, da dieser an einem angeborenen Herzfehler leidet und bei einer Herzattacke sterben könnte. Eine unerträgliche Vorstellung für Angelica. Auf einem Ball lernt sie den kühlen und unnahbaren Alexander Kourakin kennen, der ebenfalls unter derselben Fähigkeit zu leiden scheint wie sie. Aber ist dies möglich? Gibt es etwa noch jemand anderen wie Angelica? Sie ist besessen mehr über den Unbekannten herauszufinden, doch sie rechnet nicht mit den Gefühlen, die er in ihr auslöst...

Kritik:

Es ist schwer eine Rezension über "Unsterblich wie die Nacht" zu schreiben, denn alles an diesem Roman ist mittelmäßig, ich habe weder extrem positive Aspekte noch etwas sehr Negatives gefunden. Mittelmäßig muss allerdings nichts schlechtes sein, ich fühlte mich beim Lesen gut unterhalten und das ist für mich am Ende entscheidend. Denn was nützt die außergewöhnlichste Idee, wenn man sich beim Lesen zu Tode langweilt? Nichts!

Ich hatte mir von "Unsterblich wie die Nacht" etwas komplett anders erwartet, eher ein Jugendbuch mit viel Romantik, Kitsch und sexy Vampiren in historischem Setting. Allerdings habe ich schnell festgestellt, dass es sich bei diesem Roman eher um eine Mischung aus Historical und Paranormal Romance handelt, jedoch mit etwas weniger Romantik und Erotik. Diese Mischung gefällt mir wirklich sehr gut, auch wenn die historische Atmosphäre unter der zu modernen Sprache leidet. Die Wortwahl war teilweise extrem unpassend und überhaupt nicht der damaligen Zeit angemessen. Ich denke, dass dies hauptsächlich an der Übersetzung liegt, denn an der ein oder anderen Stelle sind mir Fehler aufgefallen, die sicherlich nicht im Original vorkommen. So wurde z.B. aus "dein Großvater" "dein Vater", was besonders verwirrend war, da kurze Zeit später "dein Vater" in seiner richtigen Bedeutung Gesprächsthema wurde.

Der Roman ist zwar nicht außerordentlich spannend, aber auch nicht langweilig. Durch die flüssige Sprache hat ich den Roman innerhalb weniger Stunden durchgelesen und fühlte mich dabei sehr gut unterhalten. Leider ist die Handlung teilweise mehr als nur durchschaubar, meiner Meinung nach hat die Autorin viel zu viele Hinweise gegeben und somit den größten Teil der Spannung aus der Geschichte genommen.

Die Vampire in "Unsterblich wie die Nacht" orientieren sich an dem modernen Bild, dass man zur Zeit fast in allen Liebesroman findet. Sie trinken kein Menschenblut, würden den Menschen auch niemals etwas zu Leide tun, außer es lässt sich nicht vermeiden und sind darüber hinaus natürlich in der Lage tagsüber das Haus zu verlassen. Ach, und Gedankenlesen ist selbstverständlich auch eine besondere Fähigkeit des Otto-Normal-Vampirs. Viel Neues hat sich Mina Hepsen hier tatsächlich nicht einfallen lassen, aber bei der Flut an Vampirroman ist dies zur Zeit auch schwer zu bewerkstelligen. Da mir allerdings das moderne Vampirbild eher zusagt als das Traditionelle, war ich mit der Art wie Vampire in diesem Roman dargestellt wurden zufrieden. Was ich wie auch in anderen Romanen nicht verstanden habe, war jedoch die Tatsache das Angelica die Existenz von Vampiren so gut verkraftet? Nach einem kurzen Schock hatte sie dann die ganze Sache auch schon fast akzeptiert, was ich persönlich für äußerst unrealistisch halte.

Die Charaktere sind allesamt sympathisch, wenn auch nicht sonderlich außergewöhnlich. Sie haben keine wirklichen Fehler oder Schwächen und auch eine charakterliche Entwicklung ist bei keinem festzustellen, was mich jedoch nicht wirklich gestört hat, denn sie passten in die etwas flache Geschichte. Schade fand ich aber, dass jeder in Schwarz und Weiß einzuordnen war, dass war doch reichlich langweilig, diesbezüglich hätte ich mir doch etwas mehr erwartet.

Eine Sache habe ich bis zum Ende nicht verstanden. Wie können Auserwählte die Rasse der Vampire vor dem Aussterben retten, wenn doch das Kind eines Vampir mit einem Auserwählten wieder ein Auserwählter ist und kein Vampir? Entweder habe ich etwas wichtiges nicht mitbekommen oder die Logik hat sich mir einfach nicht erschlossen.

Fazit:

Für Fans von Historicals und Paranormal Romances. "Unsterblich wie die Nacht" ist weder besonders gut noch besonders schlecht, einfach ein normaler, solider Vampirroman in historischem Setting.

Bewertung: 6 von 10 Bücherwürmer


Im Gegensatz zu den anderen Bänden ist "Unsterblich wie die Nacht" auf Englisch erschienen, unter dem Titel "Under the Red Blood Moon". So wie ich das verstanden habe, ist die Originalsprache der Romane Englisch,  allerdings bin ich mir nicht 100% sicher.

Bei "Unsterblich wie die Nacht" handelt es sich um den ersten Teil der "Unsterblich"-Reihe.

englisches Cover
  1. Under The Blood Red Moon (Unsterblich wie die Nacht)
  2. Violet Dawn (Unsterblich wie ein Kuss)
  3. After the Storm (Unsterblich wie die Liebe)
  4. The Changing Moon (Unsterblich wie der Morgen)


meine Quellen: Cover; Buchinformationen; Klappentext (allerdings leicht verändert, da dieser falsch war); Cover(US);

Kommentare:

  1. Mir ist es bei dem Buch ähnlich gegangen. Ich habe es kurz nach dem Erscheinen gelesen und fand es - nett, aber nix besonderes. Zumal mich diese modernen Vampire im Gegensatz zu dir recht gelangweilt haben.
    Mittlerweile kann ich mich kaum noch an den Inhalt erinnern...

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  2. Mir liegen die modernen Vampire wahrscheinlich mehr, da die klassische Variante für meinen Geschmack zu düster ist und ich ohnehin eher schwache Nerven habe. :-D Also ist die weichspül-Variante genau mein Ding xD

    Naja, der Inhalt ist wirklich 0815... Allerdings kann ich mich bei LiRos allgemein sehr schlecht an einzelne Inhalte erinnern, egal wie gut ein Roman war. ^^

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  3. Hey ^^
    bin jetzt aus zufall hier drauf gelandet und muss sagen echt schön hier. Bin jetzt auch leserin bei dir ;)

    Also das Buch fand ich eig. nicht so schlecht und zählt wahrscheinlich auch unter meinen top 20. Schade das du es nicht so wirklich gut bewertet hast :)
    aber jedem das sein nicht war? :D

    lg

    Alisia

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  4. Danke für das Kompliment. :D

    Wobei 6 von 10 eigentlich noch eine gute Bewertung ist, für mich jedenfalls heißt das eigentlich, dass das Buch eigentlich ganz nett war. Nicht toll, aber eindeutig nicht so schlecht. ^^ Manchmal kommt es auch darauf an was für Romane man sonst so liest, ich finde die Vampir-Historical-Romane von Teresa Medeiros z.B. besser als die von Mian Hepsen. :D

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Liebe Grüße,
Lucina

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