14. Mai 2011

Review - Perfect Chemistry - Simone Elkeles


  • Reihe: Perfect Chemistry #1
  • Taschenbuch: 368 Seiten
  • Verlag: Frank R Walker Co
  • Erschienen am: 23. Dezember 2008
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-13: 978-0802798220
  • Leseprobe: Kapitel 5

Klappentext:

A fresh, urban twist on the classic tale of star-crossed lovers. 

When Brittany Ellis walks into chemistry class on the first day of senior year, she has no clue that her carefully created “perfect” life is about to unravel before her eyes. She’s forced to be lab partners with Alex Fuentes, a gang member from the other side of town, and he is about to threaten everything she's worked so hard for—her flawless reputation, her relationship with her boyfriend, and the secret that her home life is anything but perfect. Alex is a bad boy and he knows it. So when he makes a bet with his friends to lure Brittany into his life, he thinks nothing of it. But soon Alex realizes Brittany is a real person with real problems, and suddenly the bet he made in arrogance turns into something much more.

In a passionate story about looking beneath the surface, Simone Elkeles breaks through the stereotypes and barriers that threaten to keep Brittany and Alex apart.

Kritik:

Als erstes muss ich sagen, dass mir "Perfect Chemistry" am Ende richtig gut gefallen hat, obwohl ich mir am Anfang noch sicher war, dass das zwischen mir und diesem Roman nur schlecht laufen könne. Dies lag gar nicht so sehr an der Geschichte, sondern einzig und allein an der Sprache. Normalerweise bin ich diesbezüglich gar nicht so sehr wählerisch, aber bei "Perfect Chemistry" kam so viel zusammen, dass ich mich wirklich zusammenreißen musste die ersten Kapitel zu Ende zu lesen, danach hatte mich die Story so in ihren Bann gezogen, dass ich nicht mehr aufhören könnte weiterzulesen. Okay, zum Schluss hatte ich einen kleinen Durchhänger, da mir die Handlung etwas zu dramatisch wurde (obwohl bei mir dramatisch schon sehr früh anfängt ^^) und in eine Richtung ging, die ich persönlich nicht mehr so spannend fand.

Also erst einmal zum für mich größten Schwachpunkt von "Perfect Chemistry" und das ist die Sprache. Das fing für mich beim Präsens an, das war für mich wie ein Film mit nicht-lippensynchronem Ton, also äußerst nervig. Ich habe etwas im Präsens gelesen und unbewusst ins deutsche Präteritum übersetzt, weshalb ich das Präsens in Romanen auch überhaupt nicht ausstehen kann, denn Geschichten finden in meinem Kopf einfach im Präteritum statt und da kann ich auch nichts dran ändern.
Und weiterging es dann bei dem ganzen Spanisch, da waren nicht nur einzelne Sätze in Spanisch, sondern auch nur einzelne Wörter in einem Satz (und das dauernd, wenn Alex der Erzähler war) und obwohl ich ein paar Jahre Spanisch in der Schule hatte, habe ich vieles einfach nicht 100% verstanden. Ich habe zwar Vermutungen angestellt, aber zusammen mit dem amerikanischen Jugendslang, bei dem ich mich auch nicht auskenne (was sollen denn bitte diese ganzen Abkürzungen???), war bei vielen Sätzen munteres Rätsel raten angesagt. Gott sei Dank bin ich es bei englischen Büchern gewohnt nicht alles zu verstehen und mir einiges aus dem Zusammenhang zu erschließen, da ich kein Freund von Wörterbüchern bin macht es mir deshalb auch meist nichts aus nicht alles zu verstehen. Eine einzige Sache habe ich aber auch am Ende noch nicht ganz verstanden: Hat Alex nun mit dieser Tussi oder hat er nicht?
Obwohl ich normalerweise kein Freund der Ich-Perspektive bin, fand ich es bei "Perfect Chemistry" doch sehr passend, da man förmlich in die (Gefühls-)Welt von Alex und Brittany (die sich übrigens bei jedem Kapitel als Erzähler abwechseln) gezogen wurde.

Mich persönlich hat es überrascht wie offen in "Perfect Chemistry" mit Sex und Drogen umgegangen wird, dem doch meist so prüden Amerika hätte ich das gar nicht zugetraut, weshalb ich diesen Roman auch eher älteren Lesern/Jugendlichen empfehlen würde. Aber trotz oder eher wegen des offenen Umgangs hat mich das doch sehr konservative Rollenbild amüsiert: Sie Jungfrau, er mit viel Erfahrung. ;-) Allgemein spielen Drogen, Alkohol, Rauchen, Sex, Waffenbesitz und Gangs eine große Rolle, was "Perfect Chemistry" als Jugendbuch realistischer macht, da es aktuelle Themen aufgreift, auch wenn die "Latino-Problematik" wahrscheinlich eher amerikanische Jugendliche anspricht. Mir wäre zwar teilweise etwas weniger von diesen ganzen Problemen lieber gewesen, da ich persönlich mit Alkohol, Drogen und Gangs nichts anfangen kann. Allerdings hat dies den Roman für mich auch wieder interessant gemacht.

Eigentlich ist der Plot nicht sonderlich originell, die Grundidee gab es schon in vielen anderen Romanen und ist schnell erzählt: Zwei Menschen aus unterschiedlichen Umfeldern/Welten verlieben sich, müssen gemeinsam Probleme überwinden, um am Ende (hoffentlich) glücklich zusammen zu sein. Kurz: Die Liebe überwindet alle Hindernisse. Allerdings war die Umsetzung unglaublich mitreißend und fesselnd, nachdem ich dann endlich in die Geschichte hineingefunden hatte, dass es mir überhaupt nichts ausgemacht hat, dass "Perfect Chemistry" im Prinzip nichts Neues bietet.

Ich bin ein Riesenfan von Alex, ich liebe ja Bad Boys die am Ende gar keine sind. ;-) Seine Liebe und Verantwortungsbewusstsein gegenüber seiner Familie hat ihn für mich richtig und liebenswert gemacht. Zudem war er kein perfekter Held, er hat Fehler gemacht und sich damit menschlich verhalten, was ihn zu einem sympathischen Helden gemacht hat.
Im Gegensatz dazu steht Brittany. Sie ist nicht unsympathisch und glücklicherweise auch keine snobbige Tussi, aber ihre fehlte es einfach an Charakter. Sie war zu perfekt, zu fehlerlos und damit einfach unnatürlich. Die Welt in der sie lebt ist nicht perfekt und so heil wie es den Anschein hat, aber sie selber wurde von der Autorin fast als vollkommenes Wesen dargestellt und das war meiner Meinung nach einfach zu viel des Guten, im wahrsten Sinne des Wortes.

Zum Cover kann ich nur sagen: Schrecklich! Ich bin kein Fan von schwarzen Covern und zusammen mit dieser absolut hässlichen Schrift gehört dieses Cover eindeutig zu denen die mir am wenigsten zusagen. Wenigstens passt das Pärchen zu den Beschreibungen von Alex und Brittany, auch wenn ich mir selber ein ganz anderes Bild von den Beiden gemacht habe.

Fazit:

Einen Vergleich zu anderen ähnlichen Jugendromanen kann ich nicht anstellen, da ich selten Jugendbücher ohne Fantasy/Paranormal-Elemente lese, aber mir persönlich hat "Perfect Chemistry" sehr gut gefallen. Sprachlich muss jeder für sich selber entscheiden, ob es ihm gefällt, die einen mögen's die anderen (wie ich) nicht.

Bewertung: 9 von 10 Bücherwürmer


Auf Deutsch unter dem Titel "Du oder das ganze Leben" (978-3570307182) bei cbt erschienen

Es handelt sich um den ersten Teil der "Perfect Chemistry"-Reihe, die sich um die drei Brüder Alex, Carlos und Luis dreht.
  1. Perfect Chemistry (Du oder das ganze Leben)
  2. Rules of Attraction (Du oder der Rest der Welt - 9. November 2011)
  3. Chain Reaction -16. August 2011

    Kommentare:

    1. Das Buch ist so toll!! Von mir würd's sogar 20 von 10 Bücherwürmern bekomen ;D

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    2. Find das immer wieder faszinierend, wenn man die Rezension so liest und dann gucke ich auf deine Bücherwürmer und stelle fest, dass das Buch richtig gut weggekommen ist da XD Aber deswegen find ich eine klare Bewertung am Ende auch immer so gut, ist ja in anderen Blogs auch nicht anders, dass man gar nicht so richtig weiß, wie gut oder schlecht jemand das Buch denn nun wirklich fand :)

      Ich mag zum Glück eigentlich jede Perspektive und Präsens ist zwar etwas ungewohnt, stört aber auch nicht.

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    3. @Rhea:
      Okay, soweit würde ich nicht gehen, aber gut war es auf jeden Fall ^^

      @Elena:
      Bei meinen Rezensionen versuche ich alles zu schreiben was mir aufgefallen ist, dass muss mir aber nicht immer den Lesespaß verdorben haben. ^^ Außerdem zeigt die Bewertung wirklich nur den Spaß den ich beim Lesen hatte und wie es mich gefesselt hat :D Da kann mir manchmal auch ganz viel "negatives" aufgefallen sein, aber das Buch war trotzdem gut. ^^ Das wird bei "Die Krieger der Königin" ähnlich sein, da ist mir so viel aufgefallen, aber das Buch ist trotzdem genial. xD

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    4. Elena, das passiert mir auch oft, dass ich den Kommentar zu einem Buch nicht mit den Bewertungssternen zusammenbringe – hier aber eigentlich nicht so! *gg*

      Mir gings mit dem Buch übrigens ganz ähnlich wie dir, Lucina! Meine Rezension kommt auch in den nächsten Tagen.

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    5. Deswegen sollte man sich ja nicht nur auf die Bewertung am Ende verlassen, obwohl ich da häufig zu erst hinschaue und dann erst die Rezension dazu lese *Schande über mein Haupt* xD

      Ui, ich freu mich schon auf deine Rezension... ^^ Nach deinem ersten Eindruck zu urteilen erwarte ich das Schlimmste, aber so wie sich das jetzt anhört, könnte dir "Perfect Chemistry" ja doch besser gefallen haben als gedacht. :D

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    6. Hi Lucina, Du oder das Ganze Leben habe ich auch ganz neu rezensiert, ich fand's super :-) Und ja, Alex und Brit haben "es" getan *grins*. Ich kann auch ein paar Brocken Spanisch, hab aber auch nicht alles verstanden, für die wichtigsten Worte wie, Frau, Püppchen, meine Liebe, Bitte! und Mein Gott! hat's aber gereicht, hihi. Respekt, dass du es auf Englisch gelesen hast, das ist mit den ganzen Jugendausdrücken sicher schwerer. Präsens find ich anfangs auch immer komisch, nach ein paar Seiten hat man sich dran gewöhnt.
      Schöne Rezi!!
      LG,
      Damaris

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    7. Willkommen Damaris :-)

      Also das Brit und Alex "es" getan habe habe ich mitbekommen, wäre ja auch etwas schwer gewesen, dass zu überlesen. ^^ Aber ich meine ihn und das andere Mädel, du weißt bestimmt wen ich meine :-D

      Genau diese Wörter habe ich auch verstanden, aber für mehr war mein Schulspanisch (von dem ich ohnehin schon fast alles vergessen habe) nicht zu gebrauchen. ^^" Schwer war es auf jedenfall, die meisten Abkürzungen wie PDA etc. kannte ich einfach nicht *seufz* Ich hab mich durchgebissen, auch wenn ich bestimmt einiges missverstanden habe...

      Also auf deutsch finde ich das Präsens sogar noch merkwürdiger als auf Englisch, irgendwie gewöhne ich mich dann nicht daran.

      Danke schön *freu*

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    8. Willkommen auch bei mir :-)
      Du meinst mit der Tussi am Strand? Carmen, seiner Ex? Nein, soweit kam's nicht. Vorher ist die betrunkene Brit aufgetaucht, hihi.
      Wirklich gut, könnte es gerade nochmal lesen. Bei vielen Thrillern zB von Cody McFadyen wird auch im Präsens geschrieben. Früher hat mich das schon gleich abgestoßen, heute geht's. Nach ein paar Seiten fällt's mir wirklich nicht mehr auf ;-)
      LG,
      Damaris

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    9. Achso, schön zu wissen, auf Englisch habe ich das nämlich nicht so ganz verstanden, ob Brit nun rechtzeitig kam oder nicht. ^^" Ich dachte schon er hätte mit Carmen und fand den Gedanken nicht so prickelnd xD

      Hoffentlich nimmt das Präsens nicht noch mehr Überhand, sonst muss ich wohl oder übel in den sauren Apfel beißen, wäre ja auch blöd, wenn ich deshalb Perfect Chemistry nicht gelesen hätte ^^

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    Ich freue mich über jeden Kommentar, hinterlasst mir doch einfach eine kurze Nachricht, ich beiße nicht... zumindest meistens. :)

    Liebe Grüße,
    Lucina

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