11. Februar 2011

Review - Hexentöchter - Mona Vara

  • Taschenbuch: 220 Seiten
  • Verlag: Plaisir d'Amour Verlag
  • Erscheinungsdatum: 7. Januar 2010
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3938281451
  • Leseprobe: hier

Inhalt:

Charlie reist nach London, um ihren Bruder zu finden, der durch seinen Geliebten in einen Vampir verwandelt wurde. Dort wohnt sie bei ihrer Tante, der Hexe Haga, die ein Bordell unterhält. Der ebenso herrische wie mysteriöse Cyrill Veilbrook, den selbst die Vampire fürchten, bietet Haga viel Geld, wenn Charlie ihm exklusiv zur Verfügung steht. Denn laut einer Legende soll die erste Liebesnacht mit einer Succuba die ultimative Lust erzeugen... Charlie ist empört, doch als ihr Bruder in Gefahr gerät, hilft Cyrill ihnen nur der unter Bedingung, dass Charlie für zwei Wochen in sein Haus zieht und sich von ihm nach allen Regeln der Kunst verführen lässt. Veilbrook ist jedoch nicht der einzige, der an Charlie interessiert ist. Dunkle Wesen wollen sich in London etablieren und die Macht an sich reißen! Der einzige, der ihnen Einhalt gebieten könnte, ist Veilbrook. Doch dieser ist mit der Verführung seiner aufsässigen Hexe beschäftigt ...

Bewertung:

Mein erster "erotischer" (Vampir-)Roman seit langem, so steht es zumindest auf dem Cover. Die Geschichte war zwar erotischer als ein normaler Liebesroman, allerdings weniger erotischer als man es vielleicht von einem erotischen Roman erwarten würde, viele Paranormal Romances bieten mit Sicherheit ähnlich viel Sex, aber vielleicht weniger Erotik. Für mich handelt es sich eher um einen paranormalen Liebesroman mit historischem Setting und etwas mehr Erotik als üblich als um einen erotischen Vampirroman, denn Vampire spielen am Ende auch gar nicht die Hauptrolle.

Ich zumindest war erleichtert, da ich kein wirklicher Freund von Romanen bin, deren Schwerpunkt auf Sex liegt, besonders dann wenn die Szenen zu explizit oder direkt beschrieben sind. Dies war bei "Hexentöchter" jedoch nicht der Fall, der Roman ist durchgängig stilvoll und angenehm geschrieben, auch wenn ich über manche Umschreibung schmunzeln musste. ;-) Sprachlich hatte ich am Anfang trotzdem meine Probleme, da mir die Sätze zu abgehakt vorkamen und sich bei mir kein guter Lesefluss einstellen wollte. Mit der Zeit hatte ich mich aber an den Stil von Mona Vara gewöhnt und dann konnte ich den Roman auch sehr schnell  und flüssig durchlesen. Viele Seiten hat die Geschichte ja ohnehin nicht, gerade einmal 220, ein langes Lesevergnügen ist also unmöglich, für den Preis von fast 15€ finde ich das dann doch etwas happig, da auch die Papierqualität nicht besonders herausragend war. Es handelt sich zwar um einen kleinen Verlag, aber trotzdem würde ich so viel Geld nur ungerne für ein Taschenbuch ausgeben, dass ich innerhalb eines Tages ausgelesen habe.

Für einen derart kurzen Roman fand ich die Handlung seht gut ausgearbeitet, es wird keine Zeit mit unnötigem Vorgeplänkel verwendet und auch die Beziehung zwischen Cyrill und Charlie bahnt sich relativ schnell an.  Außerdem bietet die Geschichte auch ein paar überraschende Momente, ist aber was das Ende angeht, vorhersehbar, aber das sind fast alle Liebesromane. Zwischendurch fehlte mir zwar etwas die Spannung, aber insgesamt hat mir die Geschichte gut gefallen.
Etwas unbefriedend fand ich das Ende, es wirkte nicht nur sehr gehetzt und überhastet, sondern ließ auch eine für mich wichtige Frage offen: Was für ein Wesen ist Cyrill? Dies wird nicht wirklich geklärt, auch wenn seine Herkunft erläutert wird.

Cyrill fand ich sehr sympathisch, allerdings wirkten seine Handlungen manchmal etwas gestellt und unrealistisch. Geschadet hat es der Geschichte nicht, aber vielleicht wäre etwas weniger manchmal mehr gewesen. Charlie war zwar nicht unsympathisch, aber ich fand sie insgesamt etwas blass, neben Cyrill ging sie etwas unter. Außerdem fand ich es sehr schade, dass sie durch ein paar Küssen und Berührungen gleich zu einem wolllüstigen Weib wurde, obwohl sie sich zuvor noch geschworen hatte nicht mit ihm ins Bett zu steigen...

Die Szenen zwischen Haga und Angelo haben für mich nicht wirklich in die Geschichte hineingepasst, aber sie waren wohl die einzige Möglichkeit etwas mehr Erotik in die Handlung miteinzubauen, da der Sex zwischen Charlie und Cyrill doch eher wenig außergewöhnlich ist.

Zwischdurch gibt es Bezüge zu "Patricia - Kuss des Vampirs", denn mit Haga und ihrem Bordell hatte man dort schon Bekanntschaft gemacht. Außerdem finden die beiden Hauptpersonen aus Patricia auch hin und wieder Erwähnung in "Hexentöchter".

Fazit:

Ein Roman ganz nach meinem Geschmack, historisches Setting, paranormale Elemente und eine gute Portion stilvoller Erotik, allerdings fand ich die Geschichte leider etwas kurz.

Bewertung: 8 von 10 Bücherwürmer


meine Quellen: Inhalt; Cover; Buchinformationen

Kommentare:

  1. Die Bücher von Mona Vara stehen auch schon einige Zeit auf meiner Wunschliste. :)
    Und was das Preis-Leistungs-Verhältnis vom Verlag angeht, ja, find ich auch ziemlich happig.

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  2. Freut mich, dass es dir gefallen hat! :) Es ist wirklich schade, dass die Geschichten immer so kurz sind und die Bücher dafür so teuer...:( Von mir aus könnten sie echt länger sein!!

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  3. @Evi:

    Mona Vara kann ich wirklich empfehlen, wobei ich glaube, dass du von erotischen Romanen mehr Erotik gewohnt bist ^^

    Gott sei Dank gibt es viele Romane vom Verlag ja schon als günstigere Lizenzausgabe, sonst würde einen das ja in den Ruin treiben :O

    @Anli:

    Inzwischen ist der Verlag doch gar nicht mehr so klein, da hätten sie die Preise ruhig etwas senken können. :-/ Wäre doch wirklich schade, wenn sich jemand wegen der Preise ein bestimmtes Buch nicht kauft, auch wenn es gut ist... :(

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Lucina

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