27. Dezember 2010

Review - Eternity - Meg Cabot

  • Reihe: Insatiable #1
  • Originaltitel: Insatiable
  • Broschiert: 512 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Verlag 
  • Erscheinungsdatum: 25. Oktober 2010
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3764503772

Klappentext:

Eine Liebe für die Ewigkeit

Meena ist genervt von Vampiren. Vor allem, weil sie einen in ihre umjubelte Soap »Eternity« hineinschreiben soll. Doch es kommt noch schlimmer: Während eines nächtlichen Spaziergangs mit ihrem Hund wird Meena von einem sexy Fremden vor einer Fledermausattacke gerettet. Zu guter Letzt steht plötzlich ein weiterer attraktiver Mann in ihrer Wohnung, der behauptet, Vampirjäger zu sein. Und all das mitten in New York City? Noch nicht einmal Meenas mysteriöse Gabe warnt sie vor dem, was noch auf sie zukommt: Denn wer ist dieser geheimnisvolle Fremde, dessen Charme sie ihre anderen Probleme fast vergessen lässt?

Bewertung:

Seit langem habe ich mich wieder an einen Vampirroman gewagt, irgendwie hatte ich mich in der zwischenzeit an diesen Wesen übersättig. Vampire hier, Vampire da, nee, das wurde mir alles irgendwann zu viel. Ich bereue es jedoch nicht "Eternity" gelesen zu haben, der Roman ist zwar für mich kein Highlight dieses Jahres und hat mich auch nicht wirklich positiv überrascht, aber er hat mich ordentlich unterhalten und das ist ja das wichtigste. :-)

Ich fühlte mich während des Lesens gut unterhalten, auch wenn die Geschichte nicht übermäßig spannend war. Meg Cabot hätte viel mehr aus der Idee mit den Morden und den Vampirjägern herausholen können, besonders der Vampirkrieg am Ende ging viel zu sehr unter. Da fehlte einfach das gewisse Etwas.
Überrascht war ich jedoch von der Wendung, die die Geschichte am Ende nimmt, auch wenn mir Luciens Verwandlung nicht gut genug erklärt wurde, wie manche anderen Sachen auch. Da fehlte dem Ende irgendwie der richtige Abschluss, meine Hoffnungen ruhen hierbei aber auf der Fortsetzung, die hoffentlich nicht auch noch fortgesetzt wird!

Die Liebesgeschichte gefiel mir weniger gut, sie war irgendwie holprig und unglaubwürdig, mir ging das alles zu schnell. Es wurde überhaupt nicht klar, wieso sich Lucien und Meena nun ineinander verliebt haben, so viel Zeit sich kennen zu lernen hatten sie schließlich nicht. Und auch bei Meena passt für mich ihre so großartige Liebe, die sie für Lucien empfindet, nicht zum Ende und ihrer Entscheidung. Da war kein Vertrauen, keine Romantik, nicht einmal Erotik. Letzteres hat mir nicht gefehlt, allerdings fand ich es schon etwas schade, dass man als Leser quasi vor der Schlafzimmertür "ausgesperrt" wird. Wer also nach einer erotischen Fantasygeschichte sucht, ist hier an der falschen Stelle. ;-)

Mit Meena aus Hauptperson konnte ich mich irgendwie nicht richtig anfreunden, auch wenn ihre inneren Monologe und verwirrenden Gedankegänge schon ziemlich amüsant zu lesen sind. Sie ist eigentlich auch überhaupt nicht unsympathisch, aber teilweise fand ich es echt nervig, dass sie manchmal so begriffsstutzig und vertrauensselig ist, auf mich machte sie da keinen besonders intelligenten Eindruck. Dazu passte auch, dass sie immer aus irgendwelchen brenzligen Situationen gerettet werden musste, in die sie sich mit ihrer Naivität oder Hilfsbereitschaft hineinmanövriert hatte. Ich finde es wirklich Lobenswert, dass sie wenigstens versucht Selbstständig zu sein und auch einmal etwas zu riskieren, es hilft nur leider nichts, wenn sie man Ende trotzdem von Alaric oder Lucien gerettet werden muss. ^^ Es ist  natürlich auch überhaupt nicht unrealistisch, dass sich plötzlich zwei sehr attraktive Typen zu ihr hingezogen fühlen, wo doch sonst bei ihr in Bezug auf Männer eher Flaute herrscht. Kennt man ja auch nicht schon aus anderen Romanen, wo das unscheinbare Mädchen plötzlich nur so von Männern umgarnt wird. *gähn*

Lucien konnte ich irgendwie nicht einschätzen, ich denke, dass man ihn wirklich lieb gewinnen kann, wenn ihm nur etwas mehr Platz in der Geschichte gegeben worden wäre und man etwas mehr über seinen Charakter erfahren hätte. Zur Zeit ist er für mich nur der überaus nette und höchst attraktive Vampirprinz, der nicht möchte, dass kleine unschuldige Menschen getötet werden. Also etwas mehr hätte man aus ihm und seiner Vergangenheit schon rausholen können. Man sollte natürlich nicht verschweigen, das er der Übervampir  schlechthin ist oder hat man schon irgendwo von einem gelesen, der sich in einen *piep* verwandelt? Ich hoffe diesbezüglich auf eine Erklärung in der Fortsetzung.

Mein absoluter Lieblingscharakter in "Eternity" ist Alaric, irgendwie war er mir von Anfang an sympathisch, ich liebe die Bad Boys, die dann doch nicht so Bad sind. :-D Leider finde ich sein Verhalten am Ende unpassend, es wäre schade, wenn er zu jedem degradiert wird, der jemandem hinterherläuft ,der ihn nicht verdient hat und den er sowieso nie bekommen wird. (Es gibt da eine bestimmte Vampirreihe, wo mich das genervt hat...) Ich hoffe wirklich, dass er irgendwie in "Overbite" eine nette Frau für's Leben findet, eine die er wirklich haben kann...

Ich hoffe immer noch inständig und wahrscheinlich vergeblich, dass die Autorin keine blöde Dreiecksliebesgeschichte in "Overbite" einbaut, wo der eine Kerl doch ohnehin keine Chance gegen den anderen hat, wo bleibt denn da die Spannung? Leider ist es dann auch meistens so, dass ich eigentlich den lebenden Verehrer für die richtige Wahl halte, aber Frauen stehen wohl eher auf die untoten Typen. ;-) In diesem Fall finde ich Alaric auch viel besser als Lucien. Die Ewigkeit als Vampir zu verbringen, ist für mich nicht unbedingt das romantischste, was ich mir vorstellen kann. Aber Meena hat Aleric eigentlich auch überhaupt nicht verdient...

Die Gliederung der Kapitel fand ich sehr übersichtlich, am Anfang stand genau an welchem Ort und zu welcher Zeit sich die folgende Szene abspielen wird. Meistens war dies zwar nicht unbedingt notwendig, da man sich dies auch aus dem Kapitel heraus erschließen konnte, aber ich fand es dennoch eine schöne Idee.

Die Übersetzung ist mir die meiste Zeit eigentlich nicht negativ aufgefallen, es gab natürlich ein paar Rechtschreibfehler, nichts dramatisches, und an manchen Stellen hätten die Sätze etwas ausgefeilter und passender gewählt werden können, gestört hat mich dies allerdings nicht. Was mich jedoch gestört hat, waren die Freiheiten, die sich die Übersetzerin genommen hat, ich glaube kaum das sie in New York "Bionade" trinken und wenn doch, dann kennen sie sicherlich nicht die trashige Serie "Hinter Gittern"! Ich muss wirklich sagen, dass mir derartiges überhaupt nicht gefällt, andere finden dies bestimmt nicht so dramatisch, aber mich nervt so etwas.

Fazit:

Alles in allem ein verbesserungswürdiger Roman, der aber gute Ansätze zeigt und unterhält. Auf eine ausgefeilte oder erotische Liebesgeschichte sollte man jedoch nicht hoffen.

Bewertung: 6 von 10 Bücherwürmer


Anmerkung:

Am 5.Juli 2011 erscheint die Fortsetzung von "Eternity" auf Englisch mit dem Titel "Overbite", im Juli 2012 erscheint die Fortsetzung dann unter dem Titel "Endless" im Deutschen.

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Lucina

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