24. September 2010

Review - Beastly - Alex Flinn

  • Taschenbuch: 336 Seiten
  • Verlag: HarperTeen
  • Erscheinungsdatum: 23. September 2008
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-13: 978-0060874186

Klappentext:


A beast. Not quite wolf or bear, gorilla or dog but a horrible new creature who walks upright—a creature with fangs and claws and hair springing from every pore. I am a monster.

You think I'm talking fairy tales? No way. The place is New York City. The time is now. It's no deformity, no disease. And I'll stay this way forever—ruined—unless I can break the spell.

Yes, the spell, the one the witch in my English class cast on me. Why did she turn me into a beast who hides by day and prowls by night? I'll tell you. I'll tell you how I used to be Kyle Kingsbury, the guy you wished you were, with money, perfect looks, and the perfect life. And then, I'll tell you how I became perfectly . . . beastly.


Bewertung:

"Beastly" ist ein ganz besonderes Buch, eine moderne Version von "Die Schöne und das Biest", einem Märchen das ich schon immer geliebt habe. Alex Flinns Version orientiert sich augenscheinlich an der Disney Version des Märchens, sie schafft es sehr gut diese Geschichte in das heutige New York zu adaptieren. Außerdem ist es interessant hier einmal das ganze Märchen aus der Sicht des "Biests" zu lesen und nicht aus der Sichtweise der "Schönen".

Die Aussage des Märchens, dass es auf die inneren Werte ankommt und nicht auf Äußerlichkeiten bleibt natürlich auch in "Beastly" erhalten. Dem Leser wird nur noch deutlicher vor Augen geführt, wie sehr es in unserer heutigen Zeit nur auf das äußere Erscheinungsbild ankommt. Alex Flinn hat diesen Kerngedanken sehr gut in die heutige Zeit übertragen und glaubhaft dargestellt. Hier kann man wirklich von einem modernen Märchen sprechen. Sie hat das Rad nicht neuerfunden, aber dies ist hier auch gar nicht notwendig.

Die ganze Geschichte wird aus der Sicht von Kyle Kingsbury erzählt, was mich erst etwas irritiert hat, da ich selten Romane mit männlichen Hauptpersonen lese. Aber schnell wurde mir klar, dass dies für mich bei "Beastly" sehr gut funktioniert hat. Seine Veränderungen sind fast greifbar, man wird quasi in die Geschichte hineingezogen. Kyle ist ein außergewöhnlicher Charakter, der am Anfang einfach nur unsympathisch, oberflächlich und arrogant ist. Die Autorin schafft es sehr gut, diese Seite seines Charakters herauszustellen, sodass man ihn zu Beginn einfach nicht mögen kann. Aber langsam bekommt der Leser Einblicke in seine Seele und lernt mit ihm mitzufühlen. Am Ende des Romans hätte ich mir keinen charismatischeren, sympathischeren und emotionaleren Menschen vorstellen können.Seine Wandlung ist wahrlich magisch.

Allerdings muss ich sagen, dass sich die Geschichte zu Beginn etwas gezogen hat. Für mich war es schwer in die Story hineinzukommen, besonders weil Kyle am Anfang so umsympathisch war. Zusätzlich dazu fehlte es mir etwas an Romantik, aber mir wurde schnell klar, das diese gar nicht nötig ist. Für die Geschichte zählt mehr wie Kyle sich über die Zeit verändert, daher sind die Einblicke in sein Innerstes sehr bedeutsam. Da ich normalerweise romantischere Geschichten bevorzuge hat mich "Beastly" bis zur Mitte hin nicht sonderlich gefesselt, als allerdings Lindy in Kyle Leben getreten ist hat mich die Geschichte zum ersten Mal wirklich gepackt. Und ab da konnte ich den Roman nicht mehr aus der Hand legen. Ich muss sagen das Lindy mir von Anfang an sympathisch war, sie war zwar eher unscheinbar und in der Wirklichkeit wäre jemand wie sie sehr schwer zu finden, aber ihre schüchterne und romantische Art war einfach wunderbar. Sie passt perfekt zu Adrian...

Sehr interessant fand ich die Chat Auszüge vor jedem der sechs Parts. Auch wenn ich nicht immer alles sofort verstanden habe, da mir die englische Chatsprache nicht geläufig war, habe ich mich beim lesen sehr amüsiert. Hier treffen die Märchen "Froschkönig", "Die Schöne und das Biest", "Schneeweißchen und Rosenrot" und "Die kleine Seejungfrau" aufeinander, meiner Meinung nach eine sehr schöne Idee von Alex Flinn.

Das der Epilog im Präsens geschrieben ist, während der Rest des Romans in der Vergangenheitsform verfasst wurde, gefiel mehr sehr gut. Es schafft noch mal einen Kontrast zur "Vergangenheit" und hebt den Augenblick, die Wirklichkeit hervor. Ein besseres und glücklicheres Leben, im Gegensatz zur der Zeit über die der Roman erzählt.

Was ich nicht verstande habe, war die Sache mit Lindys Namen. Wieso wird auch Linda genannt, welches ist nun ihr richtiger Name. Scheinbar Lindy, aber wieso steht im Jahrbuch dann Linda? Das fand ich etwas verwirrend.

Fazit:

Ein wirklich märchenhaft schöner Roman über die Liebe, verantwortungslose Eltern und die Schönheit der inneren Werte. Wer "Die Schöne und das Biest" geliebt hat und gerne Jugendromane liest, wird diese Geschichte ebenfalls lieben.

Bewertung: 9 von 10 Bücherwürmer


Anmerkung:

Nächstes Jahr kommt die Verfilmung dieses Romans mit Vanessa Hudgens (Lindy), Alex Pettyfer (Kyle/Adrian) und Mary-Kate Olsen (Kendra) in die Kinos. Den Trailer gibt es auf der offiziellen Homepage.

Der Roman ist unter dem selben Titel auf Deutsch beim Baumhaus Verlag erschienen (ISBN-13: 978-3833938443)

Eure Lucina ^^

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über jeden Kommentar, hinterlasst mir doch einfach eine kurze Nachricht, ich beiße nicht... zumindest meistens. :)

Liebe Grüße,
Lucina

Hinweis: Die Kommentarmoderation ist aktiviert.